Wünsch' Dir was - Erdbeerzeit

Wenn die Lieblingsbeere Saison hat, gibt es kein Halten mehr – fast jeden Tag stehen sie auf dem Speiseplan, entweder pur mit Sahne, als Erdbeerkuchen oder im Windbeutel!

Wünsch' Dir was - Erdbeerzeit
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Kommentare
Nicole Stich

So wenig ich von sklavisch befolgten Essens-Dogmen halte, so sehr achte ich auf eine Sache: Erdbeeren erst im Mai. Zu oft haben mich duftende, tiefrote Beeren aus Sizilien schon im April zum Kauf verführt, nur um zuhause dann eine Riesenenttäuschung zu erleben. Sie schmeckten wässrig, hart, geschmacksneutral – es gab nichts, was sie mit meinem Erdbeer-Ideal gemeinsam hatten.

 

Dieses Jahr habe ich sogar bis Mitte Mai gewartet, um das erste Körbchen zu erstehen. Und es hat sich tatsächlich gelohnt! Traditionell werden die ersten zwei, drei Körbchen immer nur mit ein wenig Zucker bestreut mit Schlagsahne genossen, meiner Meinung nach die einzig wahre Art Erdbeeren zu essen. Knapp gefolgt vom klassischen Erdbeerkuchen, der in unserer Familie mit einem schnellen Biskuitboden zubereitet wird und – völlig logisch – natürlich mit einem dicken Klecks Schlagsahne obenauf.

 

Das mag jetzt ein wenig eintönig klingen, aber mir persönlich würden ja diese zwei Erdbeerrezepte genügen, sie sind perfekt in ihrer Schlichtheit und lassen diesen wunderbaren Beeren allen Raum zum Scheinen, für mich geht da einfach nichts drüber. Wäre da nicht der Mann, der regelmäßig nach dem vierten oder fünften Erdbeerkuchen dezent anmerkte, ob es denn nicht noch was anderes gäbe, was man mit diesen Unmengen an Erdbeeren (ab Juni gerne auch selbstgepflückt) so anstellen könnte. Auf diesen Wunsch hin mogelte sich die letzten Jahre ein weiteres Rezept in mein ständiges Erdbeer-Repertoire: Kleine Windbeutel, gefüllt mit (natürlich!) Schlagsahne und frischen Erdbeeren!

 

Dabei halte ich mich an das Rezept meiner Oma, die es ihrerseits offensichtlich aus dem Bayerischen Kochbuch von Maria Hofmann/Helmut Lydtin übernommen hat (die obligatorischen Flecken im Buch verraten es). Allerdings haben alle Bücher, die ich zum Vergleich gewälzt habe, das gleiche, bzw. ein nahezu identisches Rezept für Brandteig und Windbeutel.

 

Liebe Küchengötter, vielleicht habt Ihr ja DAS EINZIG WAHRE ERDBEERREZEPT, welches ich unbedingt noch ausprobieren muss? Dann bitte kurze Info in den Kommentaren… ansonsten entlasse ich Euch in einen hoffentlich sonnigeren Juni (man denke nur an die Erdbeerfelder, die jetzt wirklich eine ordentliche Portion Sonne bräuchten), mit viel Erdbeerkuchen und vielleicht auch ein paar selbstgebackenen Windbeuteln – Rezept findet Ihr hier.

 

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Aphrodite
Ich mag ja besonders die Luftigkeit.

Das trifft auf den Windbeutel zu UND auf die Sahne. Und dann kann ich mir vorstellen, dass ich fertig gebackene Windbeutel vorbereiten und mitnehmen kann. Nicht ganz rezeptkonform werde ich mit einem Schälchen Erdbeeren bewaffnet und einer Dose Sprühsahne mich an die Isar setzen oder mir sonst ein nettes Plätzen suchen. Von diesem Ansinnen trennen mich im Augenblick noch 350 km und die Windbeutel müssten auch noch gebacken werden. An der Isar sitzen ohne Windbeutel kann ich mir nun gar nicht mehr vorstellen.

azucarconlimon
Ohhh

Das sieht ja toll aus! Ich versuche zwar, vegan zu leben. Aber es klappt nicht ganz. Und wenn ich diese kleinen Teilchen sehe erst recht nicht :-)) Obwohl. Ich könnte natürlich auch einfach Sojasahne nehmen. 

Windbeutel - mehr oder weniger identische Rezepte

Fast alle Teigrezepte lassen sich abwandeln und den persönlichen Bedürfnissen anpassen. Rührteig muss nicht klassisch nach der 1:1:1 Methode oder Mürbteig nach der 3:2:1 Methode zubereitet werden. Bisquitmasse, Hefe-, Quark-Öl-Teige - alle lassen sich abwandeln. Nur Brandteig nicht. Die Relation der Zutaten zueinander muß stimmen, sonst wird's nichts mit Windbeutel + Co. Dafür gehört Brandteig aber zu meinen "most favorites", denn er ist als süßes Gebäck sehr zuckerarm (wie Mürbteig) und auch die weiteren Zutaten wie Sahne, Obst lassen sich zuckerarm oder auch ganz ohne verwenden. Was sowohl gesundheitliche wie figürliche Vorteile hat.

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