Wünsch' Dir was - Heiß und fettig!

Egal wie man sie nun nennt – Reiberdatschi, Kartoffelpuffer oder Dotschala –, mit ein wenig Extra-Umami schmecken sie mindestens so gut wie von der eigenen Omi.

Wünsch' Dir was - Heiß und fettig!
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Kommentare
Nicole Stich

Es gibt Rezepte, die haben eine beinahe hundertprozentige Zustimmungsgarantie, weil man eigentlich Jeden damit glücklich machen kann. Pizza, Lasagne, Wiener Schnitzel würde ich spontan dazu zählen, ebenso Apfelstrudel, Kartoffelpüree mit Röstwiebeln oder Kaasspatzen … Es ist bestimmt kein Zufall, dass viele dieser Gerichte in die Kategorie Soulfood fallen, schließlich verbindet man damit oft Kindheitserinnerungen und die Rezepte sind geprägt vom Kochstil der eigenen Mama oder Großmutter.

 

Auch Reiberdatschi fallen in diese Kategorie, vielleicht mit einer kleinen Einschränkung von wegen “Ich mag gar nichts Frittiertes!” oder “Wenn nur die Küche danach nicht immer so riechen würde!”. Erzähle ich aber von selbstgemachten Reiberdatschi, lassen die sehnsüchtigen Kommentare nicht lange auf sich warten. Jeder mag sie, doch den meisten ist es zuviel Aufwand, sie selbst zuzubereiten und die Kartoffeln von Hand zu reiben. Dabei sind sie mit einer guten Reibe (etwa von Microplane) so schnell gemacht! Bereite ich sie als Appetizer für vier Personen zu, dauert es vom Schälen der Kartoffeln bis ich sie in die Pfanne setze keine 15 Minuten ...

 

Bei uns heißen sie übrigens nicht Reiberdatschi, auch nicht Kartoffelpuffer oder Reibekuchen. Angelehnt an die Oberpfälzer Schoppala (Schupfnudeln oder Fingernudeln) meiner Großmutter Luise, haben auch ihre Reiberdatschi einen kulinarischen Kosenamen: Bei uns heißen sie bis heute Dotschala. Und gegessen wurden sie meist auf zweierlei Arten. Mit dem ersten Schwung wurde Omas Schwammerlbrühe aufgetunkt, der zweite Durchgang wurde dann mit ihrem selbstgemachtem Apfelkompott verschlungen.

 

Heute serviere ich sie durchaus auch mal als Appetithappen vorweg, mit ein wenig Schmand und Schnittlauch oder geräuchertem Lachs. Dabei halte ich mich selbstverständlich immer noch an Omas Rezept, das mit ein wenig Quark zubereitet wird. Bis auf einen kleinen Kniff: Für einen extra Kick “Umami” sorgen klein gehackte Waldpilze und/oder Pilzpulver (z.B. gemahlen aus getrockneten Steinpilzen). Damit schmecken die kleinen Dotschala absolut unwiderstehlich!

 

Wie werden Reiberdatschi denn bei euch genannt und gegessen? Hier geht’s zu meinem Dotschala-Rezept.

 

Bettina Müller
Kartoffelpuffer!

Liebe Nicky,

 

das hört sich ja mal wieder köstlich an. Auf die Idee mit dne Pilzen war ich bisher auch noch nicht gekommen. 

 

Ich bin übrigens mit Kartoffelpuffern aufgewachsen. Allerdings immer mit der süßen Variante mit Apfelmus und Zucker. Inzwischen wechselt es bei mir, ob ich Reiberdatschi oder Kartoffelpuffer sage. Kommt glaub ich immer darauf an, mit wem ich rede. ;-)

Aphrodite
Getrocknete Pilze.

Das ist wirklich aussergewöhnlich. Aber kommen die gegen Omas Reibekuchen an? Wahrscheinlich nie. Mein Bruder und ich haben Wettessen veranstaltet. 15 Stück (jeder!) mit normalem Haushaltszucker bestreut, was so schön zwischen den Zähnen knirscht. Von solchen Wettbewerben bin ich ganz weit weg und sage meiner Tochter: Iss nicht so viel Süßes! Was sie aber nicht sonderlich zu interessieren scheint. Pilze mag sie nicht :)

Nicole Stich
Das kenne ich,

liebe Bettina, "Dotschala" sag ich auch nur, wenn ich meiner Familie rede... sonst ernte ich nur fragende Blicke ;)

 

@Aphrodite: Lustig, wenn ich an früher denke, dann gab's bei uns auch immer eine Art Wettessen, vor allem bei Zwetschgenknödel hab ich stattliche Mengen verdrückt! Und ich geb' Dir recht, an die Reibekuchen von der eigenen Oma kommen die wahrscheinlich nicht ran... dazu sind liebgewonnenene Erinnerungen einfach zu mächtig :)

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