Wünsch' Dir was: Osterzopf mit Chorizo

Wer sagt, dass ein Osterzopf eigentlich immer süß sein muß? Mit spanischer Chorizo wird daraus ein pikanter Genuß für's Osterfrühstück.

Wünsch' Dir was: Osterzopf mit Chorizo
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Kommentare
Nicole Stich

„Wünsch’ Dir was“, was hat es denn damit auf sich?

Ganz einfach liebe Küchengötter, Ihr schreibt uns in den Kommentaren Eure Wünsche und Vorschläge, welche Art von Rezept Ihr gerne nächstes Monat hier im Blog lesen möchtet – das kann ein Rezept sein, dessen Zubereitungsschritte Ihr als besonders knifflig empfindet oder auch nur das eine, ganz besondere Tiramisu-Rezept. Wir werden einen Eurer Vorschläge auswählen und zum nächsten Thema machen – damit sollte dann hoffentlich nichts mehr schief gehen an der Küchenfront.

Den ersten Wunsch hab’ ich mir selbst erfüllt, ich wollte schon längst mal einen nicht-süssen Osterzopf für die Feiertage backen. Bei meiner letzten Reise in die USA im vergangenen Dezember war ich schrecklich enttäuscht, als wir nach einer längeren Odyssee durchs New Yorker East Village völlig verfroren die viel gerühmte Momofuku Bakery betraten und ich auf meine Bestellung nur ein Kopfschütteln erntete, begleitet mit der Aussage, dass sie heute leider keine Chorizo-Challa im Angebot hätten. Dabei war das doch der Grund, warum wir überhaupt hierher gekommen waren! Notgedrungen ließ ich mich zu einem Becher Erdbeermilch und ziemlich überdimensionierten, noch warmen Zimtschnecken überreden. Was auch nicht wirklich ein großes Opfer war... Trotzdem spukte mir der würzige Hefezopf mit Chorizo – wenn auch noch nicht selbst gegessen – seitdem ständig im Kopf herum.

Als uns liebe Freunde aus Spanien vor ein paar Wochen dann noch mit ihrer Lieblingschorizo versorgten, gab es schließlich kein Halten mehr, ein neues Backprojekt war geboren. Wie könnte ich die Chorizo nun am besten in das Hefebrot „reinbasteln“? Klein gewürfelt sollte das natürlich kein Problem sein, aber vielleicht könnte man den typischen Geschmack noch ein wenig verstärken? Ich dachte an Migas con chorizo, für das man Chorizo in Olivenöl auslässt und so ein sehr geschmacksintensives Öl erhält und beschloß das Gleiche mit der zerlassenen Butter des Hefezopf-Rezepts zu versuchen. Erfolg auf der ganzen Linie! Das Ergebnis war ein würziger Zopf mit zarter, leicht orangefarbener Krume und ausgeprägtem Chorizo-Geschmack, der auch nach ein paar Tagen noch saftig und aromatisch schmeckt. Echte Konkurrenz für den klassischen Osterzopf. Wer noch eine extra Herausforderung sucht, der versucht den Zopf statt mit drei einfach mal mit fünf oder mehr Strängen. Video-Anleitungen (auf Englisch) dazu findet man zum Beispiel hier oder hier.

Zum Rezept: Hefezopf mit Chorizo

 

Noch mehr Rezepte, Ideen und Tipps rund um Ostern gibt's in unserem Osterspecial.

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Annika
Hefewürfel

Würdest Du einen bestimmten Hefewürfel empfehlen? Ich verwende fast nur Trockenhefe, weil ich schon öfters mit frischer Hefe Probleme hatte. Aber sonst sieht das Osterbrot toll aus, pikant ist das mal was ganz anderes. Und das nächstes Mal bitte, bitte selbstgemachter Pizzateig, da fehlt mir noch ein Lieblingsrezept.

Nicole Stich
Bei mir ist es genau umgekehrt

Ich stehe mit Trockenhefe auf Kriegsfuß, zumindest bin ich mit dem Ergebnis oft nicht so ganz glücklich. Aber eigentlich sollte die Marke des Hefewürfel nicht ausschlaggebend sein, solange sie ganz frisch ist. Bei mir ist das meist Wieninger Hefe (ein silber-türkisfarbener Würfel) oder in Scheiben abgepackte, frische Hefe vom Bäcker um die Ecke.

Und der Wunsch nach Pizzateig ist natürlich notiert ;)

karlchen
Trockenhefe und frische Hefe, beides hat Vor- und Nachteile

Ich finde, daß beide Hefetypen Vorteile haben. Frische Hefe ist sicher besser von den Backeigenschaften und wenn es denn geht, sollte man immer frische Hefe verwenden. Andererseits hält sich frische Hefe nicht sehr lange und hat dann irgendwann schlechte Backeigenschaften. Wenn ich einmal spontan etwas backen möchte und keine frische Hefe im Haus habe, bin ich froh um meine Trockenhefe. Darum habe ich immer Trockenhefe da und wenn ich mal genau weiß, daß ich etwas bestimmtes backen möchte und noch Gelegenheit zum Einkaufen habe, dann nehme ich frische Hefe.

tolutolo
Trockenhefe

Mir geht's wie Nicole Stich: Das einzige Mal, daß mir ein Hefeteig mißlungen ist, war mit Trockenhefe. Seitdem nehme ich nur noch frische, und seit ich mal welche aus dem Bio-Laden gekauft habe, nur noch die. Dann kann ich also nicht spontan einen Hefeteig machen - aber das ist's mir wert!

 

Aber zum herzhaften Osterkranz: Genial! In unserer Familie haben wir uns für eine Variante entschieden, die man sowohl süß als auch herzhaft belegen kann, weil wir an den zwei Ostertagen von dem nur süßen Kranz, der besser schmeckt, wenn er frisch ist, nie genug gegessen haben. Ein Meine-Familie-und-ich-Rezept mit Weizen- und Roggenmehl sowie mit Honig, Sesam und Sauerkrautsaft. Backe ich morgen bei meinen Eltern.

Zu spät gesehen

Leider zu spät gesehen, aber das kann man doch auch nach Ostern backen, nicht wahr ;)

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