Wünsch' Dir was - Pasta geht immer

Ein schnelles Pastagericht meines früheren Lieblingitalieners hat es in mein Alltagsrepertoire geschafft. Weil: Pasta geht schließlich immer!

Wünsch' Dir was - Pasta geht immer
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Kommentare
Nicole Stich

In stressigen Zeiten greift man ja gerne zurück auf altbewährte Rezepte, am liebsten solche, die man fast blind, quasi im Automatikmodus, zubereiten kann. Anders gesagt, nie ist die Wahrscheinlichkeit für einen Teller Pasta höher. Ich kann schwer schätzen, wie viele verschiedene Pasta-Rezepte ich in meinem Leben schon zubereitet habe, trotzdem sind es einige wenige, die über viele Jahre hinweg regelmäßig immer wieder auf unserem Tisch stehen. Sie sind zu guten Freunden geworden, man weiß, was man an ihnen hat.

 

Trotzdem verwundert es mich immer wieder, wenn man Freunden mit einem dieser simplen und bodenständigen Teller wahre Lobeshymnen entlockt – vor allem, wenn ich sie für ganz passable Köche gehalten habe, die so etwas selbst aus dem Handgelenk schütteln könnten. Aber wie sooft steckt der Teufel im Detail. Die Stichworte al dente und Pastawasser salzen lassen nämlich viel (zu viel) Spielraum für eigene Interpretationen...

 

Salz hat die letzten Jahre einen tiefroten "Böse-Stempel" aufgedrückt bekommen. Nur weil die Industrie vielen Convenience-Produkten von allem zuviel zugibt und Mediziner deshalb vor Bluthochdruck und Kreislauferkrankungen warnen, sind viele Menschen an der falschen Stelle zurückhaltend. Wer nur eine mickrige Prise Salz für einen 3-Liter-Pot voll Nudelwasser übrig hat, der möge in seinem nächsten Albtraum von einer italienischen Nonna mit dem Nudelholz gejagt werden – schmackhafte Pasta wird das nicht. So nehmen Freunde, die in der italienischen Gastronomie arbeiten, mindestens 40 g grobes Meersalz für 250 g Pasta und 2,5 l Wasser, wahrlich eine Menge, die Gesundheitsaposteln schon beim Lesen einen kleinen Herzstolperer bescheren dürfte.

 

Und was hat man nicht schon alles zum Thema al dente gehört. Gibt es wirklich Menschen, die Nudeln zum Testen an die Wand werfen? Ich bezweifle es. Je nach verwendeter Pastamarke darf man die Packungsangaben höchstens als groben Richtwert nehmen, ich fange schon Minuten vorher an, einzelne Nudeln zu testen und bedenke, dass die Pasta in der Sauce noch ein wenig nachzieht. Wobei das deutsche al dente (im Kern noch ein wenig Biss) nochmal Längen von einem römischen Teller Pasta entfernt ist. Da kann die Nudel schon mal gefühlt nur halbgegart auf den Teller kommen, woran ich mich auch erstmal gewöhnen musste. 

 

Wie seht Ihr das mit dem Salz im Pastawasser? Wo siedelt Ihr das perfekte al dente an, mit zartem Biss oder lieber ordentlich was zu kauen? Und wie lautet euer Lieblingspastarezept für den Alltag? Vielleicht darf es zur Abwechslung auch eines aus meinem Lieblingsrepertoire sein? Hier geht’s zur Pasta Pastore Numero Due.

 

Aphrodite
Schnelle Küche.

Ein gutes Nudelgericht würde ich auch immer loben, egal wie oft. Nudeln lasse ich gerne in der Sauce nachziehen. Und als nächstes Pasta-Gericht habe ich mir dieses Rezept ausgesucht: Nudeln mit Safran-Sardinen.

 

Ölsardinen leicht angewärmt, ist etwas ganz anderes als Ölsardinen so aus der Dose. Etwas, was ich schon längst einmal ausprobieren wollte.

 

@Nicole, Dein Gericht ruft nach frischen Pappardelle. Am besten werden die Röstaromen sein, die sich bei den Tomaten und Pilzen entwickeln. Schönes Rezept.

 

lundi
Nudeln an die Wand

Nein, das mache ich nicht. Zu wenig Wasser und zu wenig Salz, das wären für mich die eigentlichen Sünden beim Nudelnkochen. Und ich oute mich, ich koche sie weich. Sie würden garantiert an der Wand kleben. Kein Biss und nicht aldente oder wie das heisst.

Bettina Müller
Vollkornpasta

Mit Salz im Nudelwasser bin ich auch nicht sparsam. Am meisten landen im Nudeltopf dann Vollkornnudeln, die sind mir inzwischen am liebsten. Und ich habe den Eindruck, dass sie gar nicht so dazu neigen, so schnell zu verkochen. Wirklich weich mag ich sie nicht (nur in Nudelsuppen), sie müssen noch etwas Biss haben. Und jetzt sitze ich hier und überlege, ob ich eigentlich eine Lieblingssauce habe. Im Sommer ist das wohl eindeutig selbst gemachtes Pesto, im Winter dann gerne deftiger mit Kürbis und Speck oder der Klassiker: Bolognese.

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