Wünsch' Dir was - Popovers

Den Muttertag mit einem ausgiebigen Frühstück zu beginnen ist immer eine gute Idee. Mit diesen unwiderstehlichen Popovers wird der Tisch zum Hingucker.

Wünsch' Dir was - Popovers
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Kommentare
Nicole Stich

Für dieses Rezept gibt es gleich mehrere Wünschende. Aber der Reihe nach: Eine meiner liebsten Beschäftigungen im Urlaub ist das Suchen nach Inspiration für meine Küche. So umfasste auch unser letzter Roadtrip in den USA extra viele kulinarische Ziele und mein kleines Notizbuch für Rezeptideen wuchs jeden Tag um einige Ideen. Es ist aber auch schwer, dem dortigen Angebot an frischen Produkten zu widerstehen! Eine tolle Frühstücksidee begegnete mir allerdings an einem Ort, an dem ich nicht unbedingt damit gerechnet hätte…

Wir waren unterwegs von San Francisco nach Los Angeles und hatten geplant im Cypress Inn in Carmel-by-the-sea zu übernachten, einem zauberhaften kleinen Hotel, das eine berühmte Eingentümerin hat – Doris Day. Während ich im Hinblick auf ein normales Hotel-Frühstück normalerweise eher skeptisch bin, wurden wir hier überaus positiv überrascht: wunderbar frischer Obstsalat mit frischen Beeren und Melone, Mandel-Croissants, die extra von einem französischen Bäcker aus dem benachbarten Monterey bezogen wurden und riesige Popovers, frisch aus dem eigenen Backofen. Zwar hatte ich vor Jahren schon einmal Popovers gegessen (und mangels bleibendem Eindruck wieder vergessen), aber diese waren einfach himmlisch! Ein luftig-knuspriges, leicht salziges Eiergebäck, das innen fast komplett hohl ist. Noch warm, mit viel Butter und Marmelade einfach ein Traum!

Wieder zuhause probierte ich mich an verschiedenen Rezepten und testete so manchen Kniff um das Ergebnis noch zu verbessern. Und entdeckte zu meiner Freude ein schwäbisches Pendant dazu: Der Pitzauf (eigentlich auch nicht sonderlich überraschend, wenn man bedenkt, dass viele Amerikaner Vorfahren aus Deutschland hatten). Hierzulande wird der Pitzauf allerdings eher als süße Nachspeise mit Kompott serviert, amerikanische Popovers dagegen sind traditionell ein Frühstücksrezept.

Folgende Zubereitungs-Tipps haben sich für mich als hilfreich erwiesen:

  • Den Teig nicht zuviel schlagen.
  • Zimmerwarme Zutaten in kurz erhitzte, gefettete Formen gießen (sie gehen so besonders schön auf), ein Gefäß mit Ausgießer erleichtert das Füllen.
  • Die Ofentür während dem Backen nicht zum Nachschauen öffnen  - ähnlich wie bei einem Souffle.
  • Popovers nach dem Backen direkt aus der Form nehmen und mit einem Messer anstechen (so kann Dampf entweichen),  dadurch bleiben sie etwas länger knusprig.
  • In den USA gibt es spezielle Popovers-Förmchen, ich verwende am liebsten ein Muffins-Blech von IKEA (Drömmar), das schlankere Formen hat als ein normales Muffins-Blech.

Lasst mich wissen, was Ihr von diesen Popovers haltet! Hier geht’s zum Rezept.

 

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Aphrodite
Das macht überaus neugierig.

@Nicole, was hast Du da Schönes ausgebuddelt und ausprobiert! Bei Soufflés kam bei mir nach einem Aaahh immer das Oh! und immer nur der dezente Hinweis: Stimmt die Rezeptur gelingt jedes Soufflé! Nicht das ich Soufflés besonders mag, aber wenn so ein Gebilde gelingt, wäre das ja mal etwas. Deine Frühstücks-Idee hört sich 1.000 Mal besser an. Mit diesem Muttertagsgeschenk beschenke ich mich selbst und bin schon gespannt auf's Testen. Danke. Danke.

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