Wünsch' Dir was –Rhabarberkompott mit Soufflé-Häubchen

Tiefrotes Rhabarberkompott mit einem wolkengleichen Soufflé-Häubchen, dieses Dessert lässt so schnell keiner stehen. Nur nicht trödeln beim Servieren!

Wünsch' Dir was –Rhabarberkompott mit Soufflé-Häubchen
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Nicole Stich

 

Hat man selbst erst mal die Abneigung gegen ein bestimmtes Nahrungsmittel abgelegt, dann fällt es einem nicht ganz leicht, kaum unterdrückte „Bäh!“-Laute oder kategorische Ablehnung kommentarlos zu akzeptieren. Zumindest mir geht das so. Wenn ich es geschafft habe, in diesem Fall ein ungeliebtes Gemüse namens Rhabarber ins Herz zu schließen, so sollten das doch auch andere schaffen? 

 

Meine Erinnerungen an Rhabarber beschränken sich an einen ausufernden Strauch am Ende meiner Großmutters Gemüsebeet. Ich bestaunte regelmäßig die riesigen Blätter, aber das bräunlich-grüne Kompott, das aus den Stielen entstand, dafür konnte ich mich als Kind nie so recht erwärmen. Aber spätestens mit ausgiebiger Lektüre englischsprachiger Foodblogs begann sich mein Interesse wieder zu regen, die leuchtend roten Rhabarberstangen, die besonders in den USA und in Großbritannien häufig Verwendung fanden, sahen - auch nach dem Kochen - noch appetitlich rot aus und wurden allgemein als weniger sauer beschrieben. Ein wenig Recherche half mir zwar auf die Sprünge, trotzdem sind vor allem diese milderen, tiefroten Sorten (Himbeer-Rhabarber & Co) immer noch nicht überall bei uns problemlos aufzutreiben. 

 

Seitdem behelfe ich mir meist mit einem Trick: Etwas Himbeerpüree verleiht grünen Rhabarberstangen eine besser ausbalancierte Säure, von der ansprechenderen Farbe mal ganz zu schweigen. Rhabarber steht nun viel häufiger auf meinem Speiseplan. Allem voran werden jedes Jahr einige Gläser dieser Konfitüre zubereitet, damit konnte ich bisher noch jeden Rhabarber-Skeptiker bekehren. Und mein aktuelles Lieblingsdessert hat ebenfalls Potential dazu: Himbeer-Rhabarberkompott wird dazu unter einer schnell aufgeschlagenen Eiermasse versteckt, Mandelblättchen sorgen für ein wenig Knusper. Wird das Ganze auch noch in hitzebeständigen Portionsförmchen aus Glas gebacken, sind die verschiedenen Schichten bereits vor dem ersten Bissen zu bestaunen. Aber wie bei jedem Soufflé ist Eile beim Servieren angesagt, einmal aus dem Ofen sackt es schnell in sich zusammen. Kleiner Trost: Es schmeckt immer noch wunderbar!  

 

Traut Ihr Euch an ein Soufflé ran oder überwiegt (noch) der Respekt? Egal, das Rhabarberkompott mit Soufflé-Häubchen solltet Ihr wirklich ausprobieren. Hier geht’s zum Rezept…

 

 

 

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