Rezept Brunino's kulinarischer Höhepunkt aus dem Karibikturn

ich erzähle hier unvergessbare Kurzgeschichten aus dem Karibiturn (es sind aber Tatsachen keine Geschichten) natürlich haben sie mit KOCHEN zu tun...

Brunino's kulinarischer Höhepunkt aus dem Karibikturn
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Rezeptinfos

Schwierigkeitsgrad
schwer

Zutaten

1
spannende Karibikstory....

Zubereitung

  1. 1.

    ...wir lagen mit unserer Yacht in einer Bucht von "Honeymoon" (das ist eine Insel der Britischen Jungferinseln) in der Nähe von Bitter End, es war abends ca. 20.00 Uhr. , genossen noch einen "Schlummi" (das ist ein Drink vor dem zu Bett gehen) und beobachteten in der Dunkelheit in Richtung Ufer mehrere Lichter welche sich immer leicht bewegten. Es liess uns keine Ruhe, stiegen ins Dingi (kleines Beiboot) und fuhren auf die Lichter zu, natürlich mit Taschenlampen ausgerüstet. Als wir näher kamen sind alle Lichter erloschen, wir hörten aber ein Flüstern. 4 Kinder, so im Alter von 10-12 hockten auf den Felsen und starrten uns an. Sie hatten Angst vor uns. Jeder der Jungs hatte einen Plastiksack bei sich, der eine oder andere war bis zur Hälfte mit etwas gefüllt. Wir krappelten zu ihnen auf die Felsen und fragten was sie hier tun. Der Kleinste, ganz schüchtern streckte uns die Plastiktüte hin, als ob er sagen wollte, da nehmt sie halt. Ein Blick in die Tüte liess mich erschaudern, es waren alles Schnecken drinn, Meerschnecken in der Grösse eines Tennisballes. Schwarz waren sie, ich habe diese Tiere noch nie gesehen. Nun fanden wir heraus, dass dies ein Nachtessen geben wird, zu Hause, zu Hause heisst, sie wohnten alle zusammen in einem Bretterverschlag an der Küste. Von Haus kann man nicht sprechen, es war die Stube, die Küche, das Schlafzimmer, der Hühner-und Schweinestall, der Kaninchenhof und eine Bar, alles unter dem selben Dach. Von der Urgrossmutter über alle Geschwister, Eltern war alles anwesend. Hinten brannte eine Kohlenglut bedeckt mit einem Schuhabstreifeisen welches anscheinend als Grillrost diente.
    Wir wurden herzlich empfangen und sofort mit Bier eingedeckt, auch die Kinder verloren Ihre Scheu vor uns. Man lud uns auch zum Nachtessen ein, was wird es wohl geben ? Schnecken !!!....wau...
    Man erklärte uns, dass man nachts mit Hilfe eines Lichtstrahls die Meerschnecken an die Wasseroberfläche locken kann und diese dann leicht zu "pflücken" sind. Nun zeigten sie uns eine Schnecke aus der Nähe...man kann nichts von Schnecke sehen, nur das Gehäuse. Die Öffnung der Schnecke hat sie sich mit einem stahlharten Deckel verschlossen, so dass man meint es sei ein Stein. Man kann diese auch nicht öffnen, es würde schon eine Bohrmaschine brauchen. aber, man kannn doch, die können s, ganzeinfach: Die Schnecke wird so veschlossen rücklings auf die Glut gelegt, natürlich bekommt die rasch heisse Füsse" und öffnet ihren Deckel, dies unter lautem Pfeffkonzert, es tönt nach Geschrei oder so wie wenn die Schnecken um Hilfe rufen würden. Der Pfiff entsteht dadurch, dass die Schnecke aufbläht und durch den kleinen Spalt der Öffnung Luft rauspustet. So haben wir uns das erklären lassen. Mir als "Mega-Tierfreund" ist fast das Herz in die Hose gefallen, ich konnte aber nichts tun dagegen. Nach ca. 30 Minuten sind die Dinger noch schwärzer als zuvor und werden serviert. Man knübelt das Schneckenfleisch aus dem Häuschen und tunkt es in eine Sauce aus halb-halb Tabasco und Limesjus, (lasst mich mal unartig sprechen) es ist fast zum "verrecken" so scharf und so gruusig. Pfui Teifel....wir haben je 6 Stück vertilgen müssen, bis die Einheimischen zufrieden waren. Nach Umarmungen beim Verabschieden luden sie uns wieder zum z'Nacht ein am nächsten Tag... Gott sei Dank...wir werden morgen woanders ankern....... LG BRUNINO

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