Rezept Cuddrireddri (traditionelles, sizilianisches Festtagsgebäck)

Wie kleine Krönchen sehen sie aus. Es braucht etwas Übung und Geduld, damit die Zubereitung dieses traditionellen sizilianischen Festtagsgebäcks gelingt.

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Rezeptinfos

Portionsgröße
ca. 30 Stück (bei Durchmesser 6 cm)
Schwierigkeitsgrad
mittel
Zeit
mehr als 90 min Zubereitung
mehr als 90 min Dauer

Zutaten

200 Gramm
Mehl Typ 405
80 Gramm
Hartweizengrieß
2
Eier, Größe M
1 Teelöffel
Zimt, gemahlen
1 Prise
1
Bio-Orange
4 Esslöffel
Rotwein
1,5 Esslöffel

Zubereitung

  1. 1.

    Orange heiß abwaschen, trocken tupfen und Schale abreiben. Aus allen Zutaten (ohne das Olivenöl) einen glatten festen Teig zubereiten, die Konsistenz sollte etwas wie bei Nudelteig sein. Teig zu einer Kugel formen und zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen.

  2. 2.

    Zubereitung mit einer Nudelmaschine: Wer eine Nudelmaschine hat, den Teig durchdrehen, damit er etwa 4 Millimeter dick ist. Streifen von 4 bis 5 Millimeter schneiden. Teigstreifen auf einer bemehlten Arbeitsfläche ablegen.

  3. 3.

    Zubereitung ohne Nudelmaschine: Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 4 Millimeter dick ausrollen. Einen großen Teller oder ein großen Schneidebrett mit Backpapier belegen (Ablage für die Cuddrireddri). Mit einem großen scharfen Messer den Teig in lange, etwa 4 bis 5 Millimeter breite und etwa 12 Zentimeter lange Streifen schneiden.

  4. 4.

    Weitere Zubereitung: Die Hälfte der Teigstreifen nochmals halbieren. Aus den kurzen Teigstreifen Ringe formen, die Enden leicht überlappen lassen und zusammendrücken. Alternativ können die Teigringe auch mit einer immer wieder in Mehl eingetauchten Form ausgestochen werden, der Rand sollte etwa 4 bis 5 Millimeter breit sein.

  1. 5.

    Ein Holzstäbchen oder besser ein Edelstahlstäbchen mit einem Durchmesser von etwa 5 Millimeter zur Hand nehmen. Rechtshänder halten das linke Ende des Stäbchens mit der linken Hand fest. Nun von links beginnend einen Teigstreifen locker spiralförmig um das Stäbchen wickeln. Dabei mit der rechten Hand den Teigstreifen um das Stäbchen führen, nur so kann man den Teig locker aufwickeln und bekommt ihn später auch wieder herunter. Den aufgewickelten Teig vorsichtig vom Stäbchen schieben und ringförmig auf einen der vorbereiteten Teigkreise legen. Die Enden verbinden und zusammendrücken. Mit einem Schaschlikspieß die Teigspirale an allen Stellen wo sie auf dem Teigring aufliegt festdrücken. Einen zweiten Teigring darauf legen, das ganze umdrehen und auch diesen Teigring mithilfe des Schaschlikspießes an allen aufliegenden Stellen der Teigspirale festdrücken. Es ist sehr wichtig, daß alle Berührungsstellen zwischen Teigringen und Teigspiralen und die Enden der Teigringe und Teigspiralen gut verbunden sind, weil sie sonst später aufgehen und das Gebäck nicht gelingt.

  2. 6.

    In einem kleinen Topf Olivenöl einfüllen, etwas mehr als die Höhe der vorbereiteten Cuddrireddri. Die Herdplatte auf etwas mehr als halbe Leistung schalten und warten, bis das Öl heiß ist. Zur Kontrolle kann man immer wieder einen Schaschlikspieß hinein halten, sobald sich kleine Bläschen bilden, ist das Öl heiß genug. Das Öl darf auf keinen Fall so heiß sein, wie beim Frittieren, denn dan schäumt es kräftig auf und das Gebäck löst sich in seine Einzelteile auf. Einen Teller mit zwei lagen Küchenrolle belegen. Mit einer Gabel die Cuddrireddri nach und nach vorsichtig in den Topf setzten. Zuerst bleiben die Gebäckstücke unten, dann schwimmen sie und werden hell. Mit der Gabel immer wieder wenden, bis sie von allen Seiten mittelbraun bis haselnußbraun (je nach Geschmack) sind. Dann auf den mit Küchenrolle vorbereiteten Teller legen und abtropfen lassen. Die Cuddrireddri mindestens eine Stunde abkühlen lassen.

  3. 7.

    Die Cuddrireddri sind sehr knusprig und nur dezent gesüßt. Auf Sizilien werden sie nämlich meist in Grappa, Nußlikör, Fruchtlikör oder manchmal auch in Cappucchino eingeweicht oder eingetaucht.
    Wer sie pur und knusprig mag, kann sie auch leicht mit Puderzucker bestäuben.

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Kommentare zum Rezept

auchwas
Was für wunderschöne Backkunstwerke

Lieber Karlchen,

das nenn ich Mühe gemacht, absolut traumhaft.........Die Varitationen wie man sie genießt, herrlich, nur das Machen erfordert  Übung........... Danke für diese schöne Rezept und für die guten Tipps, wie man vorgeht.....zum Nachmachen (schwer), genießen (sehr leicht)............. LG auchwas

sparrow
oh wie schön

Lieber Karl,

das sieht ja toll aus aber auch sehr aufwändig. Du suchst Dir immer wieder ganz schwierige Gebäcke aus. Das hat Dir sicher Spaß gemacht, nach einer Woche Abstinenz.

Liebe Grüße

Trudel

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