Rezept Dicki Knedl un Kraut von Hansi

Eine donauschwäbische Spezialität. In politisch korrektem Deutsch: Vollschlanke Hefeknödel mit Kraut

Noch mehr leckere Rezepte
Dieses Rezept:
Melden
Drucken
Kochbuch
Favorit
Bearbeiten
0
Kommentare
(1)
Dieses Rezept:
Melden
Drucken
Kochbuch
Favorit
Bearbeiten

Rezeptinfos

Portionsgröße
4
Schwierigkeitsgrad
leicht
Zeit
60 bis 90 min Zubereitung
60 bis 90 min Dauer

Zutaten

1
Zwiebel
10
Pfefferkörner
nach Belieben
rohe Bauchspeckscheiben
nach Belieben
geräucherte, pikante Paprika-Bratwürste
1 Würfel
frische Hefe
200 ml
500 g

Zubereitung

  1. 1.

    Deutet man den Namen des Gerichtes so, dass es sich dabei um eine vegetarische Speise handelt, so liegt man falsch; da das donauschwäbische Vokabular das Wort vegetarisch nicht kennt, enthält es sehr wohl Fleisch und selbiges nicht zu knapp. Des weiteren wird man dieses Gericht auf keiner von den Weight Watchers erstellten Liste finden, es sei denn als mahnendes bis abschreckendes Beispiel. Und so gehts: man nehme einen großen, flachen Topf und verteile darin das Sauerkraut, gemischt mit der zerkleinerten Zwiebel, den Lorbeerblättern und den Pfefferkörnern.

  2. 2.

    Darauf nach Belieben rohe, durchwachsene Bauchspeckscheiben und geräucherte, pikante, über die Weiten der Puszta erzählende Bratwürste verteilen. Anm. d. Red.: nach Belieben heißt in diesem Fall lieber mehr als weniger, denn der Donauschwabe an sich hat hart auf dem Feld oder im Weinberg gearbeitet und nicht nur deswegen gern und viel gegessen. Der heutige Donauschwabe arbeitet oft im Büro, verputzt aber immer noch gerne viel. Die fehlende Bewegung an der frischen Luft gleicht er aber geschickt mit einem Erhöhen der Anzahl der Verdauungsschnäpse aus.

  3. 3.

    Das ganze mit Wasser begießen, bis es fast bedeckt ist und bei mittlerer Temperatur köcheln, bis der Bauchspeck weich ist.

  4. 4.

    Bis dieser Aggregatszustand des Specks eintritt, kann sich der Kochende den Knödeln widmen. Dazu einen Würfel Hefe in 200ml leicht erwärmtes und noch leichter gezuckertes Wasser bröseln.

  1. 5.

    Sobald die Hefe zergangen ist, das Gemisch auf das leicht gesalzene Mehl kippen und dieses nun so lange ordentlich durchkneten, bis sich der Teig von Gefäß und Hände problemlos löst. Tennisballgoße Teigkugeln formen, diese auf eine mit Mehl bestreute Fläche ablegen und mit einem Tuch abdecken, den die fötalen Knödel haben es gern mollig warm und danken es einem, indem sie gehen, also aufgehen.

  2. 6.

    Mittlerweile kann man den Deckel des köchelnden Gemisches lüften und prüfen, ob der Speck schön weich ist. Der aufmerksame Koch wird, während er den deftigen Duft einatmet, feststellen, dass die Bratwurst bereitwillig ihren Paprika mit dem Kraut geteilt hat und dieses auch eine rötliche Färbung angenommen hat.

  3. 7.

    Darauf werden die mittlerweile ausgewachsenen Knödel gebettet, alles wird wieder abgedeckt und weiter geköchelt, bis die Knedl durch sind. Festzustellen mit einem Zahnstocher, der sich nach dem Reinpieksen sauber und unverschmiert wieder rausziehen lässt.

  4. 8.

    Entgegen der weitläufig verbreiteten Meinung, dass zu Kraut Bier am besten passt, empfiehlt der Donauschwabe zu diesem Gericht (na ja, eigentlich empfiehlt er es schon vor und während der Zubereitungsphase) einen Rosé (gern auch gspritzt) oder einen leichten Rotwein.

Dieses Rezept:
Melden
Drucken
Kochbuch
Favorit
Bearbeiten
Rezept bewerten:
(1)

Rezeptkategorien

Anzeige
Anzeige

Kommentare zum Rezept

Hier könnte dein Kommentar stehen ...
Noch nicht eingeloggt?

Hier könnte dein Kommentar stehen :-)

Login