Rezept Schwäbische Flädle-Klößchen-Suppe

Sie werden auch als "Schwarollen-Klößchen" bezeichnet, man stellt sie aus frisch gebackenen schwäbischen Flädle (dünne Pfannkuchen) her. Hier sind zwei Varianten davon.

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Rezeptinfos

Portionsgröße
4
Schwierigkeitsgrad
leicht
Zeit
30 bis 60 min Zubereitung
30 bis 60 min Dauer

Zutaten

250 Gramm
Mehl Typ 405
4
Muskatnuß, frisch gerieben
Öl zum Ausbacken
500 Milliliter
Öl zum Frittieren
1200 Milliliter
gute klare Fleischbrühe
1 Bund

Zubereitung

  1. 1.

    Die schwäbischen Flädle sind die dünne Variante eines Pfannkuchens, sie werden normalerweise nach dem Abkühlen zusammengerollt, in schmale Streifen geschnitten und als Suppeneinlage verwendet. Damit sie sich schön dünn ausbacken lassen, wird ein flüssigerer Teig verwendet als beim Pfannkuchen. Hier werden aus den frischen Flädle Klößchen zubereitet.

  2. 2.

    Mehl in eine Schüssel sieben. 2 Eier und die Milch zugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Mit Salz und frisch geriebener Muskatnuß würzen. Teig nochmal gut durchrühren. Eine runde Pfanne auf dem Herd heiß werden lassen, dann einen Teelöffel Öl zum Ausbacken hineingeben. Pfanne schwenken, damit sich das Öl etwas verteilt. Mit einer Schöpfkelle etwas vom Teig in die heiße Pfanne geben. Pfanne so bewegen, daß der Teig den ganzen Pfannnenboden bedeckt, nötigenfalls noch mehr Teig zugeben. Das Flädle solange backen, bis die Unterseite goldgelb gebräunt ist. Flädle wenden und von der anderen Seite ebenfalls goldbraun backen.

  3. 3.

    Fertiges Flädle auf ein Gitter legen und gerade so lange auskühlen lassen, bis es sich anfassen läßt. Das Flädle dann ich Stücke zupfen und mit einer Gabel in einer kleinen Schüssel gut zerdrücken. Zerdrücktes Flädle in eine größere Schüssel geben. Nun das nächste Flädle zubereiten und jeweils wie beschrieben mit der Gabel zerdrücken, bis der gesamte Teig aufgebraucht ist.

  4. 4.

    Die zerdrückten Flädle etwas auskühlen lassen. Inzwischen einen Topf mit etwa einem Liter Wasser aufkochen in einem zweiten Topf einen halben Liter Fritierfett erhitzen.
    2 Eier zu den zerdrückten Flädle geben und alles zu einem Teig vermischen. Eventuell noch mit etwas Salz und frisch geriebener Muskatnuß abschmecken. Mit leicht angefeuchteten Händen aus dem Teig Klößchen mit einem Durchmesser von etwa 3 bis 4 Zentimeter formen. Dazu etwas Teig abnehmen, in die hohle Hand drücken und dann zwischen den Händen glatt rollen. Die Menge ergibt etwa 20 Klößchen.

  1. 5.

    Man kann wahlweise helle (neue Variante) oder goldbraune (klassische Version) Klößchen zubereiten. Um helle Klößchen zu erhalten, läßt man sie nur im Salzwasser gar ziehen und gibt sie später in die Brühe. Für goldbraune Klößchen frittiert man sie im heißen Öl, läßt das Fett abtropfen und gibt sie später in die Brühe. Sehr schön sieht es aus, wenn man helle und goldbraune Klößchen zusammen in der Brühe hat. In diesem Fall einfach die Hälfte der Klößchen nur im Salzwasser gar ziehen und die anderen Klößchen nur im heißen Öl frittieren.

  2. 6.

    In einem großen Topf die Fleischbrühe erhitzen.
    Wenn das aufgesetzte Wasser kocht, Salz zugeben und Hitze reduzieren, das Wasser soll sieden, aber nicht kochen. Die Hälfte der Klößchen in das siedende Wasser geben, warten bis die Klößchen oben schwimmen und dann noch weitere 2 Minuten ziehen lassen. Klößchen aus dem Wasser nehmen. Einen Holzlöffel in das Frittieröl halten, wenn man dann kleine Bläschen im Öl sieht, ist es heiß genug. Mit einer Gabel vorsichtig eines der restlichen Klößchen ins Öl legen. Klößchen immer in Bewegung halten, damit es nicht anhaftet. Sobald es goldbraun ist auf einen mit einem Papier-Küchentuch belegten Teller legen und abtropfen lassen. Auf diese Weise nach und nach alle restlichen Klößchen der zweiten Hälfte frittieren. Die frittierten Klößchen etwas abtropfen lassen.

  3. 7.

    Alle Klößchen dann in die heiße Fleischbrühe geben und 2 bis 3 Minuten ziehen lassen, dann herausnehmen und auf die 4 Teller verteilen. Mit heißer Fleischbrühe übergießen. Schnittlauch in Röllchen schneiden und darüber streuen.

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Kommentare zum Rezept

kakadu
Schade!

hallo karlchen! obwohl im schwabenländle aufgewachsen hab ich noch nie von diesen klösen gehört, flädle kenn ich, klar. leider steh ich mit frittieren auf kriegsfuss,schade! oder schmecken die dinger auch nicht-frittiert? sie haben mich nämlich schon neugierig gemacht! gruss kakadu

karlchen
Geht auch ohne Frittieren

@kakadau-

Die klassischen Schwarollen-Klößchen werden frittiert. Als ich die zerdrückten Fläle gesehen habe dachte ich mir aber, daß das wie Semmelknödelmasse aussieht. Darum habe ich probiert, sie im siedenden Salzwasser zu garen. Das hat wunderbar funktioniert. Dann habe ich beschlossen, die Hälfte im Salzwasser zu garen und die andere Hälfte zu frittieren, damit ich Klößchen in zwei Farben habe. Wenn Du mit dem Frittieren nicht so begeistert bist, dann kannst Du sie ja alle im Salzwasser machen, dann sehen sie aus wie kleine Semmelknödel und sind auch lecker.

kakadu
Verwirrt!

In deinem Rezept hört es sich so an, dass Du die Hälfte GLEICH fritierst und die andere Hälfte zuerst abkochst UND DANN NOCH fritierst. Oder hab ich das nicht geblickt. Aber ohne böses Fritieren gehts auch, ok. Wird bei Gelegenheit getestet und berichtet. Hört sich nach ein bisschen Arbeit an, gell?!

karlchen
Eine Hälfte nur im Salzwasser, die andere Hälfte nur im Öl

@kakadu_

Sorry für die Verwirrung! Als ich das Rezept geschrieben habe, hab ich eine zeitlang überlegt, wie ich es beschreiben soll, daß die eine Hälfte nur im Salzwasser gegart wird und die andere Hälfte nur im heißen Öl frittiert wird. Ich war also nicht so ganz erfolgreich mit meiner Beschreibung. Also werde ich das Rezept nochmal nachbessern.

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