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Süßkartoffeln

Ein bisschen irreführend ist ihr Name schon: Sie schmecken zwar süßlich, haben aber – außer vielleicht der Form – nichts mit Kartoffeln zu tun.
Süßkartoffeln
Teubner

Herkunft:

In Mittel- und Südamerika beheimatet, wird die auch Batate genannte Süßkartoffel in den Tropen und Subtropen sowie in den wärmeren Ländern der gemäßigten Breiten angebaut. In Mitteleuropa sind Bataten weniger verbreitet und gelten eher als exotisches Luxusgemüse. In Europa werden sie in Spanien und Portugal angebaut, der größte Produzent weltweit ist China. Insgesamt beläuft sich die Produktion auf etwa ein Drittel der Welterzeugung von Kartoffeln.

Charakteristika:

Süßkartoffeln bilden spindelförmige, fleischige Wurzelstöcke aus, die sich zu kartoffelartigen Knollen verdicken. Mit der Kartoffel sind die Süßkartoffeln botanisch allerdings nicht verwandt, sie gehören vielmehr zu den Windengewächsen. Es gibt verschiedene Süßkartoffel-Sorten, erkennbar an der unterschiedlichen Schalenfarbe.
In der Rangliste der wichtigsten Nahrungsmittel stehen Süßkartoffeln nach Reis, Weizen, Mais und Maniok an fünfter Stelle, denn sie stellen eine wesentliche Kohlenhydrat- und Karotinquelle dar. Rot- und gelbfleischige Sorten enthalten mehr Karotin und sind daher wertvoller als weißfleischige Knollen. Geschmacklich wiederum bestehen zwischen rot- und braunschaligen Sorten keine großen Unterschiede, diese ergeben sich vielmehr aus dem Zuckergehalt – bei allen in den Tropen angebauten Arten übersteigt er den an Stärke beträchtlich.

Saison, Einkauf, Lagerung:

Angebaut werden die Wärme liebenden Süßkartoffeln ganzjährig. Aufgrund ihres hohen Wassergehalts sind sie aber nur begrenzt lagerfähig: Man bewahrt sie am besten lichtgeschützt, trocken und kühl auf. Auf den deutschen Markt kommen sie in der warmen Jahreszeit, Importe kommen vorwiegend aus Brasilien und Israel.

Verwendung:

Die süßen Knollen können wie Kartoffeln gekocht, geröstet oder
gebraten werden. Sie werden immer dann gerne verwendet, wenn es geschmacklich ein bisschen exotischer sein soll. Sie schmecken auch mit würzigen Saucen. Mancherorts isst man die Blätter auch als Gemüse.

Süßkartoffelsorten:

Bataten mit roter bis violetter Schale und weißem Fleisch werden weltweit am meisten angebaut. Ihre Form variiert von rund-oval bis länglich-spindelförmig.
Hellbraunschalige Süßkartoffeln mit weißem Fleisch sind vor allem in Italien beliebt. In der Zubereitung ähnlich wie Kartoffeln, doch botanisch sind sie nicht verwandt.
Lachsfarbene Süßkartoffeln enthalten – wie die gelbfleischigen Sorten – viel Karotin und sind besonders wertvoll.

Und hier finden Sie Rezepte mit Süßkartoffeln.