Kirschen

Am besten schmecken sie immer noch frisch vom Baum, aber auch auf Kuchen, als Marmelade, Kompott oder ... es gibt viele Möglichkeiten.

Kirschen

Die Kirschen zählen zum Steinobst. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Süß- und Sauerkirschen, die einer jeweils anderen Art angehören, aber beides Rosengewächse sind.

DIE SÜSSKIRSCHE

Herkunft:

Sie stammt von der im Kaukasus wild vorkommenden Vogelkirsche ab. Als Heimat der kultivierten Sorten gilt jedoch Kleinasien und speziell die Gegend rund um das Schwarze Meer. Von dort brachte der römische Feldherr Lucullus 74 v. Chr. die ersten Früchte mit nach Rom, und die Römer waren es auch, die die Süßkirsche nach Nord- und Mitteleuropa brachten. Angebaut werden Süßkirschen heute weltweit in den gemäßigten Zonen, 4/5 der Weltproduktion kommt mittlerweile aus Europa. Deutschland steht hinter Italien und Frankreich auf Platz 3.

In Japan wird kein anderer Baum gleichermaßen verehrt wie die Kirsche, seit über 1000 Jahren feiert man dort das Kirschblütenfest.

Charakteristika:

Es gibt 2 Sorten von Süßkirschen, zum einen die in der Regel früh reifenden, weichfleischigen Herzkirschen, zum anderen die festfleischigen Knorpelkirschen. Größe und Farbe können dabei jeweils variieren, die Palette reicht von gelbrot bis beinahe schwarz. Die Zahl an Sorten ist immens und fast nicht mehr überschaubar.

Kirschen zählen nicht nur zu den beliebtesten Obstarten, sie haben auch an Inhaltsstoffen einiges zu bieten: wichtige Mineralstoffe (Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium) und das wichtige Spurenelement Zink, das einen günstigen Einfluss auf den Hormonstoffwechsel hat. Die Kirsche enthält zudem eine ausgewogene Mischung an Vitaminen und bioaktive Substanzen wie die Anthozyane (rotviolette Pflanzenfarbstoffe), die das Bindegewebe aufbauen helfen und entzündungshemmend wirken.

Saison, Einkauf, Lagerung:

Die Kirschsaison reicht bei uns von Mitte Juni bis August, mit einem Schwerpunkt im Juli. Kirschen sind mittlerweile aber ganzjährig erhältlich. Kirschen zählen leider nicht zu den günstigen Obstarten, da gute Qualitäten stets mit Stil per Hand gepflückt werden. Lagern sollte man Kirschen möglichst nicht, sie halten nicht mehr als zwei bis drei Tage, lassen sich aber gut einfrieren (mit Stein) und dann noch gefroren weiterverwenden.

Verwendung:

Kirschen schmecken frisch vom Baum am besten, sie eignen sich aber auch gut als Kuchenbelag. Ein frisches Brötchen mit Kirschmarmelade oder -konfitüre ist ein hervorragender Start in den Morgen, und zu Grütze gekocht, zu Kompott verarbeitet oder in Aufläufen erfreuen Kirschen Groß und Klein! Kirschsaft ist ein feiner Durstlöscher, und Kirschsirup und -nektar (Fruchtsaftgehalt mind. 40 %) werden gerne für Cocktails verwendet. Wer Hochprozentiges mag, kommt mit "Kirschwasser" voll auf seine Kosten!

 

DIE SAUERKIRSCHE

Herkunft:

Sauerkirschen stammen aus dem westlichen Asien und aus Südosteuropa. Ihre Wildvorkommen überschneiden sich teilweise mit denen der Südkirsche, es gibt auch Kreuzungen (Bastarde) zwischen beiden Arten, die ebenfalls zu den Sauerkirschen gerechnet werden.

Charakteristika:

Man unterscheidet die Echten Sauerkirschen, etwa Weichseln mit färbendem Saft, aber auch Amarellen mit farblosem Saft. Zu den Bastardkirschen gehören Süßweichseln mit dunklem Saft und Glaskirschen mit nicht färbendem Saft.

Die winterharten Sauerkirschen sind kleinwüchsig, angebaut werden sie auf der Nordhalbkugel der Erde. Sie gedeihen selbst auf leichteren, ärmeren Böden ohne Staunässe und sogar im Schatten. Die leuchtend hellroten bis dunkelroten Kirschen haben meist weiches, lockeres Fruchtfleisch und sind sehr saftig. Ihr Geschmack ist mildsäuerlich herb und oft angenehm würzig. Die bekanntesten Sauerkirschen sind die Weichselkirschen, speziell die Sorte "Schattenmorelle", die aber relativ viel Pflege benötigt.

Die Inhaltsstoffe sind ähnlich denen der Süßkirsche, allerdings in oft deutlich geringerer Konzentration.

Verwendung:

Sauerkirschen lassen sich zu erstklassigen Kuchen und Konfitüren verarbeiten. Als Fruchtsauce passen sie mit ihrer herbsäuerlichen Note auch perfekt zu gebratenem und gegrillten Geflügel, wie z. B. einer Ente. Als Frischobst kommen sie für die meisten dagegen weniger in Frage ...

Und hier finden Sie Rezepte mit Kirschen.

 

 

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