Pfirsiche

Es gibt sie in weiß, gelb oder rot – die Pfirsiche! Saftig und kalorienarm animieren sie zum Reinbeißen. Oder man zaubert mit ihnen himmlische Leckereien!

Pfirsiche

Herkunft:

Der Pfirsich stammt nicht, wie sein lateinischer Namen (Prunus persica) vermuten lässt, ursprünglich aus Persien, sondern aus Nord- und Mittelchina, dort baut man ihn schon seit mehr als 6.000 Jahren an. Über Persien kam er dann nach Kleinasien und Europa; die Römer brachten ihn über die Alpen bis an den Rhein. Hauptproduzenten sind heute China, Italien, die USA, Griechenland, Spanien, Frankreich, Türkei, Chile, Argentinien, Südafrika und Australien, also Länder mit warm-gemäßigtem Klima.

Charakteristika:

Der Pfirsich ist ein Steinobst, eng mit Aprikose, Nektarine und Mandel verwandt und wie diese Arten ein Rosengewächs. Es gibt heute eine beinahe unübersehbare Zahl an Sorten, die meisten bringen runde Früchte hervor. Typisch sind für Pfirsiche die mehr oder weniger deutliche Längsfurche, der vertiefte Stielansatz und vor allem die schwache, samtartige, flaumige Behaarung der Fruchthaut: Sie kann in der Farbe von Grünlich Gelb über Gelborange bis Rot reichen. Das Fruchtfleisch ist je nach Sorte weiß, gelb oder seltener auch rot.

 

Pfirsiche schmecken nicht nur hervorragend, sie sind auch sehr gesund! Sie enthalten wichtige Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Wertvoll sind zudem die vielen, auch im Fruchtfleisch enthaltenen Karotene. Pfirsiche stärken das Immunsystem, ebenso wie Herz, Kreislauf und Gefäße. Sie wirken außerdem entwässernd und sorgen auch noch für gute Laune, indem sie Unruhe und Nervosität vertreiben.  

Saison, Einkauf, Lagerung:

Pfirsiche kommen ab Ende April, Anfang Mai aus spanischen oder marokkanischen Importen in den Handel. Von Juni bis September ist das Angebot am größten, überwiegend stammen die Früchte dann aus Italien, Griechenland, Spanien und Frankreich. Im Winterhalbjahr kommen Importe aus Südafrika und Chile auf den Markt.

 

Spät reifende Sorten haben in der Regel ein intensiveres Aroma als Frühsorten. Da Pfirsiche kaum nachreifen, sollte man unbedingt fast vollreif geerntete Früchte kaufen, denn nur die schmecken auch wirklich. Reife Pfirsiche lassen sich nur kurz aufbewahren, nach dem Einkauf sollten sie nicht länger als 1 bis 2 Tage liegen.

 

Verwendung:

Ein Biss in einen süßen, saftigen Pfirsich – das ist Genuss pur! Aus den frischen Früchten lassen sich himmlische Desserts (ein Klassiker: Pêches Melba), süße Obstsalate oder auch herrliche Torten zaubern. Aber auch als fruchtige Ergänzung von pikanten Salaten oder Vorspeisen ist der Pfirsich gut geeignet. Sein feines Aroma passt gut zu Weißwein, Bowlen oder anderen Getränken. Legendäres Beispiel ist der "Bellini": Für diesen fruchtigen Cocktail benötigt man den frischen Saft weißer Pfirsiche, der dann im Verhältnis 1:3 mit Prosecco aufgegossen wird.

Verarbeiten kann man den Pfirsich zu Eis oder Sorbet, Kompott oder Konfitüre. Aus den saftigen Früchten wird zudem Direktsaft, Nektar (Fruchtsaftgehalt mind. 50 %), Sirup und Pulpe hergestellt, aber auch Alkoholisches wie Pfirsichbranntwein und -likör (siehe auch Warenkunde Likör). In Ringe geschnitten lassen sich Pfirsiche auch trocknen. Die ölhaltigen Kerne dienen der Industrie als Mandelersatz.

 

Und hier finden Sie Rezepte mit Pfirsich.

Zurück zur Übersicht