Homepage Magazin Rezept Blog Back to the roots: 3 Möglichkeiten, Kaffee ohne Maschine zuzubereiten

Back to the roots: 3 Möglichkeiten, Kaffee ohne Maschine zuzubereiten

Kaffee ist mehr als nur ein Heißgetränk. Für viele Menschen ist es das persönliche Lebenselixier, das den Start in den Tag überhaupt erst möglich macht. Im Zuge der Nachhaltigkeit und Energieeinsparung aber möchten viele Kaffee-Fans Padmaschinen, Kapseln und stromfressende Vollautomaten hinter sich lassen. Diese drei Methoden machen es möglich.

Kaffee ohne Maschine zubereiten

Bialetti: Achteckiges Genussgerät

Als Alfonso Bialetti in den Dreißigerjahren einen achteckigen Expressokocher namens „Moka Express“ erfand, war er sich der Tragweite seiner Entdeckung sicherlich nicht bewusst. Allein hätte er es vielleicht auch gar nicht geschafft, den Küchenhelfer zum Kassenschlager zu machen, sein Sohn allerdings investierte unglaubliche Energie in die Vermarktung. 

Und Renato Bialetti hatte Erfolg: Heute steht die silberfarbene Kanne in praktisch jeder Küche Italiens und auch in Deutschland ist sie auf dem Vormarsch. Ihr kommt der Wunsch vieler Menschen nach mehr Handarbeit in der Küche zugute, denn genau wie beim Eis ohne Eismaschine muss beim Kaffeekochen mit dem Espressokocher mehr getan werden, als ein Knöpfchen zu drücken. 

Kompliziert ist das Kochen mit der Bialetti aber dennoch nicht. Heute gibt es eine sehr große Auswahl unterschiedlichster Modelle, über deren Vorzüge und Nachteile bei espressokocher.org berichtet wird. Die Kocher finden sich in Größen, die sowohl einen Singlehaushalt zufriedenstellen als auch einem Familientreffen die Stirn bieten können.

Wichtiges rund um den Espressokocher

Das Funktionsprinzip

In der Bialetti befindet sich heißes Wasser im untersten Bereich, darüber liegt der Filter mit Kaffeepulver. Beim Erhitzen des Wassers bildet sich ein Überdruck und das Wasser wird entgegen der Schwerkraft durch den Filter gepresst. Die Kanne im oberen Bereich kann abgenommen werden, sobald der Kaffee fertig ist.

Der Geschmack 

Die Bialetti ist nicht dazu in der Lage, sehr hohen Druck aufzubauen. Daher erzeugt sie Kaffee mit kaum Crema, jedoch angenehm intensivem Aroma. Mit Arabica-Robusta Mischungen kann das Kännchen besonders glänzen. Gemahlen werden sollte das Pulver stets frisch.

Die Eignung

Ein Espressokocher ist eine unkomplizierte Möglichkeit, Kaffee zuzubereiten und dabei praktisch müllfrei zu leben. Ein wenig dauert das tägliche Mahlen und Kochen jedoch, weswegen ganz eilige Frühaufsteher besser eine alternative Methode wählen. 

French Press: Französischer Easy-Export

Die French Press stammt, wie es ihr Name bereits verrät, aus Frankreich und soll eine reine Zufallsentdeckung des 19. Jahrhunderts gewesen sein. Damals kochten viele Franzosen ihr Kaffeepulver in Wasser auf, einer aber übergoss es nur und filterte im Anschluss die Pulverreste aus der Flüssigkeit. 

Besonders spektakulär klingt die Geburtsstunde der French Press nicht, das Potenzial der Kanne aber ist nicht zu verachten. Sie kommt nämlich ganz ohne Filter und Co. aus und lässt sich sogar ohne weitere Hitzezufuhr verwenden. Alles, was es braucht, ist heißes Wasser und natürlich Kaffeepulver. 

Wichtiges rund um die French Press

Das Funktionsprinzip

Die French Press ist ein äußerst simpler Küchenhelfer. Es wird lediglich Kaffeepulver eingefüllt, mit nicht mehr kochendem Wasser übergossen und dann vier Minuten gewartet. Anschließend sorgt der integrierte Metallstempel für krümelfreien Kaffee, indem er behutsam nach unten geschoben wird.

Der Geschmack

Eine French Press erzeugt üblicherweise angenehm vollmundigen Kaffee, da durch die Zieh- und Filtertechnik viele Fette in die Flüssigkeit gelangen. Das Pulver – am besten 100 Prozent Arabica – sollte etwas gröber gemahlen werden, um bitteren Nuancen vorzubeugen.

Die Eignung

Recht zeitsparend, unkompliziert in der Anwendung und vollkommen abfallfrei: Die French Press lässt in Sachen Nachhaltigkeit keine Wünsche unerfüllt. Daher eignet sie sich für jede Küche und auch den vergleichsweise schnellen Kaffee am Morgen. Netter Nebeneffekt für sensible Kaffeetrinker: In French Press Kaffee findet sich aufgrund der Zieh-Methode weniger Koffein.

Handfilter: So hat Oma Kaffee gekocht

Mit dem Handfilter kommt ein absoluter Nostalgie-Klassiker in die Küche. Schon unsere Großmütter kannten diese einfache Methode, Kaffee in wenigen Minuten zu kochen und beherrschen die Technik sicherlich auch heute noch. Wer eine genauere Anleitung benötigt, findet bei frag-mutti.de diese aufschlussreiche Erklärung inklusive Filterkunde. 

Apropos Filter: Der Handfilter funktioniert im Vergleich zu den beiden Vorgängern nicht ohne das feinporige Papier. Das jedoch ist nicht weiter schlimm, denn handelsbliche Kaffeefilter können problemlos in den Biomüll gegeben und entsprechend kompostiert werden. Viel Müll erzeugt die althergebrachte Methode folglich nicht. 

Das Schöne beim Handfilter ist, dass es wirklich wahnsinnig tolle Modelle gibt. Sie bestehen nicht einfach aus Kunststoff, sondern in vielen Fällen aus hübscher Keramik, die sich über Jahre hält und dem Retro-Flair stilecht entspricht. Wer will, kann auch in Omas Küchenschrank auf die Suche gehen. Vielleicht findet sich hier ein echter Zeitzeuge der „Handfilter-Ära“. 

Wichtiges rund um den Handfilter

Das Funktionsprinzip

Beim Handfilter wird das Kaffeepulver in den Filter gegeben, der wiederum in der entsprechenden Vorrichtung steckt. Anschließend folgt das langsame und kreisförmige Überbrühen des Pulvers mit heißem Wasser, sodass auch der Rand befeuchtet wird. Ist das Wasser durchgelaufen, steht der Kaffeegenuss bereit. Je nach Menge dauert das kürzer oder auch länger. 

Der Geschmack

Ein klarer Vorteil liegt darin, dass das Überbrühen per Hand sehr sorgfältig erfolgen kann. Das schmeckt man, denn Handfilterkaffee ist komplex, enthält nicht allzu viele Kaffeeöle und ist kaum dominant. Kurz gesagt: Der Handfilter erzeugt Kaffee für nahezu jeden Genießertyp. 

Die Eignung

Wer Lust hat, mit Pulvermengen, Mahlgraden und Filterarten zu experimentieren, kommt am Handfilter nicht vorbei. Zeitgleich aber bietet diese Methode auch den „Gewohnheitstieren“ unter uns beste Voraussetzungen, denn sie kann konstante Qualität liefern. Zusätzlich geht das Kochen schnell und eignet sich auch für den fixen Kaffee vor dem Job. 

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