Dörrobst

Sie sind ein hervorragender und gesunder Snack für zwischendurch und verleihen so manchem Gericht erst den richtigen Pfiff.

Dörrobst

Trocknen oder Dörren ist eine der ältesten Konservierungsmethoden der Welt. Dabei entzieht warme Luft dem Gewebe Wasser. Mit Ausnahme der Vitamine, allen voran Vitamin C, bleiben die meisten Inhaltsstoffe weitgehend erhalten. Mehrere Monate haltbar ist Dörrobst mit 13 bis 14 % Restfeuchte; industriell hergestellte, weichere Trockenfrüchte enthalten dagegen 20 bis 30 % Wasser und müssen daher oft zusätzlich chemisch konserviert werden, z. B. durch Schwefel. Das verbessert dann zwar auch den optischen Eindruck, Geschmack und gesundheitlicher Wert werden dadurch jedoch beeinträchtigt. 

Einkauf:

Dörrobst ist in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich sowie z. B. in Drogerie- oder Biomärkten. Wer sicher gehen will, keine unerwünschten Konservierungsstoffe mitzuessen, muss entweder zu relativ teuren Produkten greifen oder sein Obst selbst trocknen (s. unten). 

Verwendung:

Viele Obstarten bekommen durch die Konzentration der Nährstoffe einen intensiveren Geschmack: Sie werden süßer und gehaltvoller. Getrocknete Feigen, Datteln, Apfelringe, Aprikosen, Zwetschgen oder Birnen z. B. sind ein hervorragender und gesunder Snack für zwischendurch. Sie eignen sich aber auch als Backobst (z. B. Feigen, Datteln, Zwetschgen) oder verfeinern süße oder pikante Gerichte (z. B. Korinthen, Pflaumen). 

Sie möchten Obst selbst trocknen? So geht´s z. B. bei Apfelringen:

  • Äpfel schälen und das Kerngehäuse ausstechen
  • Die Äpfel quer in gleichmäßige, etwa 8 mm dicke Scheiben schneiden
  • Apfelscheiben auf ein Backgitter legen. Dieses auf der mittleren Leiste einschieben
  • Apfelringe bei 50 Grad über Nacht trocknen, dabei die Tür einen Spalt offen lassen
  • Gedörrte Apfelringe sind kalorienarm und halten sich mehrere Monate lang

Weitere Dörrobstsorten:

Bananen werden entweder geschält und im Ganzen oder in Scheiben geschnitten getrocknet.
Aprikosen werden in der Regel getrocknet und geschwefelt. Ungeschwefelte sind dunkler und unansehnlicher, aber aromatischer.
Pfirsiche werden vor dem Trocknen halbiert, entsteint und in Scheiben geschnitten.
Ananas bewahren getrocknet ausgezeichnet ihr Aroma. Die Früchte werden zum Trocknen in Würfel geschnitten.
Birnen kommen gewöhnlich halbiert und vom Kerngehäuse befreit getrocknet in den Handel.
Kletzen, Hutzeln sind eine süddeutsche/österreichische Spezialität:
im Ganzen getrocknete kleine Birnen.
Heidelbeeren, pur oder in Tees, werden als Heilmittel bei Verdauungsstörungen eingesetzt.
Datteln von bester Qualität sind süß, saftig und sehr aromatisch.
Pflaumen werden heute meist ohne Stein und weich (Wassergehalt 25 bis 32 %) angeboten.
Rosinen kommen i.d.R. geschwefelt in den Handel.

Siehe auch Warenkunde "Rosinen".

 

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