Macadamianüsse

Die Ureinwohner Australiens nennen die süßlich schmeckende Nuss Kindal Kindal und sie ist schon lange Teil ihrer Ernährung. Ein kleiner Junge soll sie entdeckt haben …

Macadamianüsse

Herkunft:

Der Legende nach zog ein kleiner Junge aus, um sein Land zu schützen. Er stürzte und das Ende seiner Reise schien gekommen. Doch die Tiere nahmen sich seiner an und halfen ihm, wieder gesund zu werden, allen voran ein Kakadu, der ihn mit den Früchten des Macadamiabaums aufpäppelte …
"Offiziell entdeckt" wurde die Nuss 1828 von dem Botaniker Allan Cunningham. Der Botaniker Ferdinand von Müller war allerdings der Erste, der die Steinfrucht 1857 näher beschrieb. Er benannte sie nach seinem Freund, Dr. John McAdam. Die Heimat der "Königin der Nüsse" sind die Regenwälder im Nordosten Australien, von Queensland bis New South Wales. Die Nüsse sind die Steinfrüchte des Macadamiabaums, ein immergrüner, bis zu 15 Meter hoher Baum mit dunkelgrünen, länglichen Blättern, der sich sowohl an ein unterschiedlich warmes Klima als auch an verschiedene Bodenbeschaffenheiten anpassen kann. Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Bäume auf Hawaii erstmals auf Plantagen angebaut und verbreiteten sich von dort aus in andere tropische und subtropische Länder. Heutige Produzenten sind neben Australien und Hawaii auch Südafrika, Kenia, Malawi, Costa Rica, Guatemala, Mexiko und Brasilien. Die grünen Früchte, in deren Inneren die hartschalige, dunkle Nuss sitzt, reifen in traubenähnlichen Rispen an den Bäumen und fallen – gereift – von selbst ab. Nach der Ernte werden die Nüsse noch einige Monate gelagert, geschält und noch mal gelagert, um den Wassergehalt zu reduzieren.

Saison und Einkauf:

Je nach Anbauland wird die Macadamianuss von März bis Juni (Australien) oder auch von September bis Dezember (Hawaii) geerntet.
Die Königin der Nüsse hat eine eher verschlossene Persönlichkeit. Egal, welche Sorte, ob mit rauer (Macadamia tetraphylla) oder glatter Schale (Macadamia integrifolia; aufgrund der glatten Schale ist diese Sorte leichter zu rösten und spielt daher auch eine wichtigere Rolle im Handel) – eine extrem harte Schale schützt den cremefarbenen, weichen Kern und leistet jedem handelsüblichen Nussknacker hartnäckig Widerstand. Gourmets nutzen daher einen sogenannten Spindelnussknacker. So kommt die feine Nuss meist geschält – naturbelassen oder geröstet und gesalzen –, umhüllt von Schokolade oder als cremiger Brotaufstrich zu uns in den Handel.

Aufbewahrung:

Am längsten frisch bleibt sie vakuumverpackt. Wie für alle Nüsse gilt auch für die Macadamianüsse: Man sollte sie rasch verbrauchen, denn aufgrund ihres hohen Fettgehalts können sie leicht verderben, was man aber deutlich am ranzigen Geruch erkennen kann. Zudem sind die Nüsse anfällig für Schimmelpilzbefall, daher ist es wichtig, auf das Mindesthaltbarkeitsdatum zu achten. Geschälte Nusskerne halten sich luftdicht verschlossen im Kühlschrank etwa vier Wochen. Tiefgefroren lassen sie sich bis zu zwölf Monaten lagern. Angebrochene Nusspackungen in gut schließenden Gefäßen aufbewahren und regelmäßig kontrollieren.

Verwendung:

Außer zum Knabbern eignen sich die nährstoffhaltigen, buttrigen Kerne (ca. 80 % ungesättigte Fettsäuren, Kalzium, Eisen, Kalium, Magnesium, Phosphor, Vitamin A, B1, B2, Niacin) als bissfeste Zutat in Gebäck, Müslis und Currys, als Krönung auf Desserts und sie sind Bestandteil feiner Nusssaucen und Nusskrusten (z. B. auf Schweinefleisch).

Siehe auch Warenkunde Nüsse.

Unser Video aus der Küchenpraxis: Nüsse auf einen Blick.

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