Paprikapulver

Gibt es in den verschiedensten Schärfegraden, sogar von schärfelos bis sehr scharf.

Paprikapulver

Historie:

Die verschiedenen zur Herstellung des mildsüßen oder scharfen Pulvers verwendeten Paprikasorten, gehören alle zur Art Capsicum annuum var. annuum. Hergestellt wird das Pulver größtenteils in Ungarn, aber auch in Spanien und Brasilien. Nach Ungarn gelangte Paprika gegen Ende des 16. Jahrhunderts durch die Osmanen, wurde jedoch damals nur zur Zierde angepflanzt. Erst im Lauf der Zeit dienten die Früchte dann ärmeren Schichten als Pfefferersatz. Als Gewürz geschätzt und in größerem Maßstab angebaut wird Paprika seit dem 18. Jahrhundert. 

Charakteristika:

Die buschigen, aufrecht wachsenden Pflanzen werden im Anbau meist einjährig gehalten. Sie haben breit lanzettartige bis eiförmig ovale Blätter und weiße, nach unten hängende Blüten. Die Blütezeit dauert mehrere Wochen. Geernet werden die Früchte 4 bis 5 Monate nach dem Pflanzen von Hand. Dann müssen die reifen Paprikafrüchte trocknen, bevor sie zu feinem Pulver vermahlen werden. Durch Entfernen der capsaicinhaltigen Samen und Scheidewände lassen sich Schärfegrad und Färbekraft gezielt steuern. Die Bandbreite reicht vom schärfelosen Extra über den milden Delikatess-Paprika (intensiv rot, stark färbend, süß-fruchtig, ohne Samen und Scheidewände), den pikanten Edelsüß-Paprika (leuchtend rot, stark färbend, fruchtig mild) bis hin zum sehr scharfen Rosenpaprika (dunkelrot bis rotbraun, wenig färbend, Samen und Scheidewände sind enthalten). In Spanien unterscheidet man den Dulce und den mittelscharfen Picante.  

Einkauf, Lagerung:

Paprikapulver ist in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich. Da man selbst es nur sehr schwer mahlen kann, kauft man es am besten schon fertig gemahlen. Trocken, kühl, dunkel und lichtgeschützt gelagert ist das Pulver 4-6 Monate haltbar.

Verwendung:

Paprikapulver unterschiedlicher Schärfegrade wird gern in Ungarn, aber auch in Spanien und Portugal verwendet. Auch bei uns ist es mittlerweile fester Bestandteil des Gewürzregals. Es würzt und färbt Suppen, Saucen, Eintopfgerichte (Gulasch), Fisch, Wurst (Salami), Fleisch, Geflügel und Salate.

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