Rotbarsch

Seinen Namen hat er von seinem festen Schuppenkleid, das der gedrungene Knochenfisch wie eine Rüstung trägt.

Rotbarsch

Herkunft und Charakteristika:

Der Rotbarsch gehört zu den Panzerwangen und hier wiederum zur Familie der Drachenköpfe. Diese haben einen breiten Kopf mit stacheligen Knochenleisten und vielen Hautanhängseln Die vorderen Rückenflossen- und Kiemendeckelstacheln sind Giftstacheln. In südlichen Ländern wird die Rückenflosse beim Kauf entfernt, bei uns nicht, daher ist Vorsicht geboten! Das Gift wird durch Erhitzen unwirksam.

Der auch Goldbarsch genannte Fisch lebt in Schwärmen im hohen europäischen Norden in der Tiefe des Atlantiks – um Island, Grönland, die Faröer Inseln, Spitzbergen, aber auch um Irland, Schottland und Schweden herum. Während Jungfische sich im Küstenbereich aufhalten, stehen erwachsene Tiere meist in 100 bis 1.000 m Wassertiefe. Er ist ein wichtiger Wirtschaftsfisch, sein Fang erfolgt mit Schleppnetzen und Langleinen.

Der Rotbarsch ist mit den Seeskorpionen verwandt und unterscheidet sich von ihnen hauptsächlich durch das Fehlen kräftiger Stacheln auf der Stirn und durch einen viel längeren stacheligen Teil der Rückenflosse. Er wird bis zu 1 m lang und etwa 15 kg schwer. Durch die starke Befischung wird eine solche Größe aber kaum noch erreicht, die durchschnittliche Größe beträgt heute etwa 40 cm, so dass auch die Filets, die meist in den Handel kommen, kleiner ausfallen.  

Einkauf:

Eins werden wir wohl nie zu sehen bekommen: einen ganzen Rotbarsch in der Fischtheke! Grund: Sein robustes Äußeres, das verletzen und infizieren kann. Lediglich an der Küste auf Fischmärkten ist er manchmal im Ganzen erhältlich. Kaufen kann man aber bei uns die unbedenklich zu genießenden Rotbarschfilets, und zwar frisch oder tiefgefroren. Da die Filets relativ günstig sind, gehören sie zu den beliebtesten ihrer Art. 

Aufbewahrung:

Frische Filets niemals zu lange herumtragen, sondern zu Hause sofort auspacken, auf einen Teller oder eine Platte legen, mit Teller oder Folie bedecken und ab damit in den Kühlschrank. Dort können die Filets einen, maximal zwei Tage bleiben. In den meisten unserer Städte kommen Dienstag und Freitag frische Fische in die Läden – und sind damit am Donnerstag und Montag am ältesten. 

Verwendung:

Rotbarschfilets eignen sich hervorragend zum Braten in Butter oder Olivenöl. Paniert mit Remouladensauce sind sie ein echter Klassiker! Das feste, rosa-weiße Fleisch schmeckt aber auch pochiert, gedünstet oder im Ofen gegart.  

Und hier finden Sie Rezepte mit Rotbarsch.

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