Ab in die Fritteuse mit dir?

Muss man wirklich alles im Leben einmal ausprobiert haben? Ich bezweifele es. Zumindest, wenn es um frittierte Lebensmittel aller Art geht.

Ab in die Fritteuse mit dir?
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Kommentare
Bettina Müller

Meine Kollegin Anke ist frisch aus ihrem Amerika-Urlaub zurück und hatte natürlich feine Mitbringsel für die Redaktion dabei. Ich durfte mich über ein ganz spezielles Geschenk freuen: das „food network Magazine“.

Ich liebe es in Kochzeitschriften zu blättern, mich inspirieren und überraschen zu lassen. Doch mit einem Anblick in diesem Heft hatte ich nicht gerechnet (vielleicht nur, weil ich selbst nur nie in Amerika war?!): Ein Artikel mit der Überschrift „Can you fry it?“. Kann man das frittieren? Was beim ersten Lesen noch relativ harmlos klang, entpuppte sich beim Umblättern tatsächlich als kleine Schule des ausgefallenen Frittierens. Die nächste Doppelseite der Zeitschrift zeigt nämlich links Lebensmittel, die ohne Probleme in die Friteuse dürfen und rechts diejenigen, die nicht besonders vorteilhaft auf das heiße Öl reagieren.

Ich weiß nicht, welche Seite mich mehr geschockt hat: Die mit den erlaubten Lebensmitteln oder die mit den Zutaten, die sich zwar für den Test qualifiziert hatten, ihn aber nicht bestanden haben. Ich meine, gibt es wirklich Menschen die auf die Idee kommen Erdnussbutter, Wassermelone, Leberwurst oder Gurken zu frittieren? An dieser Stelle ein Appell an alle, die es nun ausprobieren wollen: Probiert es bitte nicht mit den genannten Zutaten aus, das hat das „food network“-Team schon gemacht und ernsthaft davon abgeraten. Eine spezielle Warnung gibt es übrigens zum Frittieren von Marshmallows: Diese explodieren im Fett.

Doch nun zum „positiven“ Teil des Tests. Was kann man denn nun alles frittieren? Haltet Euch fest: Brie, Mini Muffins, Toasts mit Erdnussbutter und Marmelade, Oreos, Snickers, Bacon, pochierte Eier, Käsemakkaronis, Nüsse, Bananen, Kartoffelbrei, Ingwer, Oliven, Erdbeeren, Reis und Käsekuchen! Uff. Alles belegt mit „Nachher-Bldern“, die die meist recht leckeren Ausgangszutaten in ihrem Frittiermantel zeigen.

Nun frage ich Euch: Bin ich zu empfindlich und nicht experimentierfreudig genug? Würdet Ihr leckeren Käsekuchen in die Friteuse packen? Und ihn anschließend auch noch essen?

 

Wo wir gerade dabei sind. Wer von Euch frittiert überhaupt regelmäßig zu Hause? Ich bin echt gespannt. Und jetzt vertiefe ich mich erstmal weiter in den amerikanischen Weg des Essens und Genießens…

 



P.S.: Wer sich genauer für das große Frittier-Experiment interessiert, hier gibt’s einen kleinen Auszug auf der Seite vom „food network Magazine“.

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auchwas
Interessante und fettige Experimente

probieren schon mal, why not.  Aaaber diese fettigen Sachen sind nicht unbedingt der Hit. Klar, die Doughnuts, halt immer wieder die Klassiker. Aber sonst die "French Fries", lieber aus dem Backofen. Und Experimente  mit dem vielen Öl oder sonstigen Fett und der Geruch und die Verschwenung von dem vielen Öl und ich nehme doch gerne gutes, ich brauche keine weiteren Experimente, habe ich aber vor einigen Jahren gerne mal probiert, jetzt aber,  ich find's interessant zuzuschauen und zu lesen und vielleicht mal woanders zu probieren, mehr nicht. Meine Fritteuse steht nur im Weg rum und ich werde sie wohl weitergeben, denn die paar "Doughnuts" oder Kreppel im Jahr mache ich in einem Topf  das reicht dann.

nika
Frittieren

Ich halte es schon seit Jahren wie auchwas. Meine Fritteuse steht gereinigt und ungenutzt im Keller. Ich mochte den Geruch nicht und so mancher verträgt das Fett nicht. Man muss nicht ohne Frittiertes auskommen, aber ich kann es gut. Das Frittierfett muss entsorgt werden undich brate lieber, da kann ich den Bratenansatz mitverwenden. Ein paniertes Schnitzel schmeckt uns gebraten und immer wieder überschöpft mit viel Butter-/Ölgemisch wesentlich besser. "Pommes" gibt es nur noch sozusagen als Patatas Bravas in der Pfanne gebraten. Gemüse würde ich nie frittieren, denn das Frittieren benötigt viel zu hohe Temperaturen.

Aphrodite
Whahh, hört sich nur auf den ersten Blick toll an.

"Pretzel-Crusted Pickle Chips" hört sich ja erst mal ganz toll und aussergewöhnlich an. "Kleingeschnittene-Essiggurke in Bretzel-Panade" hört sich schon weniger toll an. Gemüse in feinen Teighüllen mag ich sehr gerne und nehme den Wok, um das Öl zu erhitzen. Bei Tempurateig gibt es auch ganz tolle, würzige Mischungen. Ich gebe gerne schwarzen Sesam dazu und reiche Sojasaucen-Dips dazu. Und stimmt die Temperatur nicht, saugt sich der Teigmantel voll. Bei mir also nur Probierhäppchen dann und wann, da ich mir nicht vorstellen kann, diese Unmengen an Frittierfett zu entsorgen. Eine Fritteuse fristet ihr Dasein im Keller.

Die Rotkrautbällchen hier und die Arancini (Reisbällchen) von Karlchen wollte ich längst mal probieren. Vieles geht halt nur frittiert. Frittierte Sushi sind auch ein Hit und verlangen eine gewisse Fingerfertigkeit, damit der Fisch nicht ruck-zuck durch ist. Irgend etwas in eine Teighülle zu packen und dann zu schauen, was draus wird. Ich weiß nicht. Das ist alles zu sehr Schema F. Die Erdbeeren sind schön und werden normalerweile innen auch noch mit einer Marzipanmasse gefüllt. Und dann gibt es Eis dazu! Und dann ist das ein tolles Dessert. Die frittierten, pochierten Eier sind eine Zutat für eine Spanische Knoblauchsuppe und landen dann auf geröstetem Brot. Ja, ja, man kann ziemlich viel frittieren. Und so etwas probiere ich auch alles aus.

ich gebe zu, ich könnte ohne gute Fritten...

... oder einfache, gesalzene Kartoffelchips nicht leben. Auch Tempura ist eine feine Sache, und orientalische Kibbeh oder Falafel benötigen auch das Ausbacken in viel Öl. Wenn dann nicht der Geruch wäre - ich habe nämlich keine Fritteuse, so dass die seltenen Gelegenheiten, wenn ich selbst mal etwas in viel heißem Öl ertränke, in der warmen Jahreszeit stattfinden, wenn ich die Balkontür weit offen stehen lassen kann. :-)Warum manche Leute Snickers frittieren oder andere Experimente wie oben beschrieben tätigen, ist mir jedoch ein Rätsel. Ich glaube, die wollen nur spielen...

Typisch Deutsch ^^

Also das man kein Fan von frittiertem ist kann ich durchaus verstehen, auch das die Menge an Öl die genutzt wird einfach verschwenderisch ist leuchtet mir ebenso ein. Aber warum man nicht experimentieren sollte bzw. Leute es als "die wollen nur spielen" titulieren ist genau die Kleinbürgerliche Einstellung mit der auch schon ein Gallileo oder die Gebrüder Wright kämpfen mussten. Sicher werden wir beim frittieren keine elementaren Entdeckungen machen aber sicher kann man auch etwas entdecken das eben Super schmeckt. Hier kommt mir dann wieder das alte Sprichwort in den Sinn "Wat der Bauer...". Ich liebe frittiertes.

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