AUS SUSANNAS GARTEN: Alarmstufe Gelb im Tomatenbeet

Alles lief prima bei Gartengöttin Susanna - bis ihre Tomätchen kurz vor den Eisheiligen gelbe Blättchen zeigten. Da hilft nur eins: Ab in den Garten, Sonnenlicht tanken.

AUS SUSANNAS GARTEN: Alarmstufe Gelb im Tomatenbeet
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Kommentare
Susanna Bingemer

Zwei Monate sind vergangen, seit ich meine raren Tomatensamen in Töpfchen gesetzt habe, um sie im Haus hochzupäppeln. Das klappte erstmal so gut, dass ich die daraus entstandenen Pflänzchen sogar noch einen Tag vor den Eisheiligen (11.-15. Mai) in den Garten gelassen habe, wovor ja mit Bauernregeln aufgewachsene Gärtner strikt warnen. Aber es war seit Tagen so sommerlich warm und sollte auch so bleiben, da habe ich das einfach mal ignoriert. Außerdem zeigten mir meinen kleinen Tomätchen schon Alarmstufe gelb: das eine oder andere Blättchen hatte diese Farbe angenommen – wahrscheinlich, weil sie sich in ihrer Schale, wo sie jeweils in Mini-Torftöpfchen standen, schon gegenseitig das Licht weggenommen hatten.

Der Start im März verlief noch prima: Zuerst kamen die Samen in Töpfchen auf das Fensterbrett, wo eine Sorte nach der anderen aus der Erde spitzte. Mit großem Vorsprung lag da schon die die russische Reisetomate vorne, die auch jetzt einen recht kräftigen Eindruck macht. Die „42days” kam dagegen als eine der letzten aus der Erde gekrochen – obwohl ihr Namen mit ihrem schnellen Wuchs prahlt.

 

Tomatenneid ab Ende März

 

Während ich meine zarten Pflänzchen immer schön gegossen haben und wir eigentlich alle sehr zufrieden mit uns waren, wurde die Idylle Ende März jäh durch eine Bekannte gestört: Ihre Tomaten seien jetzt schon 1,20 m hoch, erzählte sie mir, und man sehe schon die ersten Früchte. ENDE MÄRZ! Das konnte doch nicht sein. Hatte sie die Pflanzen schon so groß gekauft? Nein, selbst ausgesät. Bin ich zu unengagiert? Sie prahlte als Antwort damit, dass Sie ab Anfang Juni bis spät in den November Tomaten ernten könne.

Doch dann kam Licht in die Sache: Die Gute hatte schon Anfang Januar gesät und mit speziellem Pflanzenlicht ordentlich Power gemacht für die zukünftige reiche Ernte. (Machen das nicht auch andere Zeitgenossen mit ihren Hanfpflänzchen so?) Und sie hatte natürlich keine seltenen Raritäten wie wir gewählt, sondern solche 0815-Sorten, die unempfindlich gegen alles sind. Na dann…

Doch eins war klar: (Sonnen)licht ist einfach das A und O fürs Wachstum. Habe deshalb Mitte April begonnen, die Pflanzenschale bei schönem Wetter tagsüber ein paar Stunden auf den Balkon zu lassen. Das fanden meine Zöglinge auch ganz prima, sie wuchsen schnell und gesund heran - bis ich eben vor ein paar Tagen die ersten gelben Blättchen entdeckte. Hätte ich vielleicht doch pikieren sollen? Bisher hatte das immer geklappt, dass ich mir diesen Arbeitsschritt sparen konnte, weil ich von vorneherein nur ein oder zwei Samen in jedes Torftöpfchen gebettet habe.

Na, jetzt sind die Tomaten jedenfalls draußen und gut versorgt. Fachgerecht haben wir in die Pflanzlöcher erst etwas Pferdemist (Danke an unsere reitende Nachbarin) gegeben, dann eine dicke Schicht Erde und schließlich die Tomaten. Und weil’s gar so schön und sonnig war, haben wir an diesem Tag auch gleich noch den Sommer eingeläutet – mit einem schönen Nudel-Tomatensalat. Die Tomaten waren natürlich noch aus dem Laden, ganz süße Castellucio-Früchte aus Sardinien. So gut werden unsere ganz bestimmt auch – und dann schauen wir mal, wie die Turbo-Tomaten der Bekannten daneben schmecken.

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Ananasbelle
Nudeltomatensalat?

Na, die sehen doch gar nicht so schlecht aus, die Pflänzchen. Und wenn wir jetzt noch das Rezept vom Nudelsalat bekommen könnten?

Petra Holzapfel
ich pikiere,

weil ich finde, dass meine Pflänzchen danach immer einen Wachstumsschub haben. Allerdings bekommen sie da auch jeweils kräftigere Erde: Anzucht in schwach gedüngter Anzuchterde, pikieren dann in Geranienerde, auspflanzen in mit Kompost versetztes Erdgemisch.

Bin gespannt, wie es hier weitergeht :-)

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