Der Link am Sonntag: Wildkräuter sammeln

Sommerzeit ist Kräuterzeit. Denn wenn die Sonne scheint, dann sprießen auch die Wildkräuter. Und wir gehen fleißig sammeln und ernten. Und dann weiter zum Genießen.

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Kommentare
küchengötter Redaktion

Welches Kraut, welche Wirkung, welche Zeit? Und wo findet man die leckeren, grünen Gräser überhaupt? Gut beraten ist man mit dem Wildkräuter-Guide “Wildkräuter sammeln, bestimmen und essen“ von utopia.de.

 

Und ja, wir alle sollten viel öfter Wildkräuter essen, denn: Wildkräuter sind gesund, reich an Vitaminen und Mineralien und enthalten außerdem jede Menge bioaktive Stoffe, die den Stoffwechsel anregen.

 

Also, liebe Küchengötter: Raus aufs Feld und in die Wiesen. Wir wünschen Euch einen kräuterfrischen, wunderbaren Sonntag!

 

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lundi
Echt?

... ist gesund - ich kann es nicht mehr hören. Solche Sätze sind so öde wie "Rauchen gefährdet die Gesundheit" auf der Zigarettenschachtel.

 

Auf dem Wildkräutertrip war ich auch mal. Das machen wohl die meisten mal durch. Aber im Ernst: Giersch plus Brennnessel samt Löwenzahn nicht als Unkraut sondern wartungsfreies Gemüse zu betrachten, eine so schöne romantische Vorstellung kann nur jemand verbreiten, der dies nicht im Garten hat. Mein Garten grenzt an eine Viehwiese. Ich habe reichlich. Möchte jemand ernten kommen?

 

Wenn sie wirklich gut schmecken würden, würden die Unkräuter kulinarisch nicht so ein Schattendasein führen. Sie schmecken mir nicht, und den Schnecken und Amseln scheinbar auch nicht. Als "Medizin" gehe ich noch mit, das muss nicht schmecken sondern helfen.

 

Ich werde sie weiterhin mit Sense und Spaten bekämpfen und Brennnesseln verjauchen, damit gedüngte Tomaten sind ungleich delikater als das Unkraut selbst. Den Giersch lieben übrigens die beiden Kühe vom Nachbarn.

küchengötter
@lundi

Da haben wir mit unserem Thema ja voll in Schwarze getroffen bei Dir. ;-) Kennst Du das "Wald- und Wiesenkochbuch" von GU denn schon? Da sind wirklich tolle Rezepte drin, in denen Giersch, Brennnesseln, Löwenzahn & Co. einen köstlichen Auftritt hinlegen. Vielleicht können Dich diese Rezepte (wir haben Sie auch hier auf der Seite) ja doch noch von den Wildkräutern überzeugen?

 

Ansonsten wünschen wir den Kühen einen guten Appetit. :-)

Aphrodite
Was ist denn das Gegenteil von Unkraut?

Ich finde Gundermann & Co. sind schon eine Bereicherung zum Salat. Auf den Geschmack muss man sich einlassen. Aber das kommt doch nur daher, weil jedem Salat mittlerweile die Bitterstoffe weggezüchtet wurden, Romana auch nach 10 Stunden zwischen einem Sandwich-Brötchen noch knackig in der Kühltheke liegt und jeder wegen der Knackigkeit auf Eisbergsalat schwört. 

 

Also für alle anderen: mehr Geschmack dran! Ich werde Salat, der geschossen ist, einmal ausprobieren wegen der Bitterstoffe und des Geschmacks. Wenn ich Rote Beeten mit frischem Grün bekomme, verwende ich auch das. Die Kerne der Papaya trockne ich und verwende sie wie Pfeffer. Ich finde es spannend, sich auf Unkräuter einzulassen. Würde sie aber auch nicht rechts und links des Wegrandes pflücken wegen der Hunde, der landwirtschaftlichen Düngung und des Straßenverkehrs. Natürlich ist es ein Sehnsuchtsmoment für alle, die sich nicht mit Brennnesseln plagen müssen. Und Gesund ist für mich einfach ein Gegenpool zu all' dem ungesunden Zeug, das es zu kaufen gibt, und fände es schön, wenn der ein oder andere mehr auf seine Ernährung achten würde. Abwechselungsreich essen statt Pillen und Pülverchen. Schachtelhalm statt Weizengras-Pulver, ausgewogen statt vegan. Aber da stimme ich Lundi zu. Der Gesundheitswahn trägt seltsame Früchte. Von Giersch alleine könnte ich mich auch nicht ernähren. Ein wenig davon in den Spinat, wird interessant.

lundi
Reichlich Auswahl

Nun gut, ich muss mich ja nicht an pflanzlichen Ärgernissen aufhalten. Giersch und Brennnessel stehen bei diesem Thema immer gleich im Fokus, sind aber nicht die einzigen verfügbaren Unkräuter - ich nenne sie trotzdem so. Mit geschossenem Salat habe ich kein Problem, der landet bei uns auf dem Teller, auch wenn die Hühner erwartungsvoll daneben stehen, oder blüht zur Samengewinnung. Auf meiner Wiese (die kein Rasen ist) und unter der Hecke wächst allerlei. Gänseblümchen und Veilchen, Sauerampfer, Pimpernell, Rotklee, Barbarakraut, Bärlauch, Waldmeister, Taubnessel, Heilziest, Schafgarbe, Quendel und Oregano und vieles mehr. Als die Kinder klein waren, sind wir mit Bestimmungsbüchern über die Wiese gekrochen. Für die Schule. Wenn ich das Unkraut als sparsam eingesetztes Würzmittel oder essbare Deko betrachte, kommen wir wieder zusammen. Oregano ist auch bitter und niemand würde daraus Spinat zubereiten...

 

 @KuGo Schön, dass Ihr es nicht zu ernst nehmt. Ich kenne das Buch.

Annika Mader
Meine Oma

Ich verbinde das Thema Kräuter und Wildkräuter mit der einen meiner beiden lieben Omas. Leider gibt es sie nicht mehr seit letztem Jahr. Sie wusste alles über Kräuter, oder sagen wir sehr viel und hat viele Salben, Tees und Tinkturen selbst gemacht. Und alle Kräuter und Gräser dafür selbst gesammelt.

 

Ich konnte sie immer fragen, wenn was war. Oder sie wusste genau, welches Kraut gegen welches Wehwechen hilft. Hm, ich finde es schade, das sagen zu müssen, aber leider kenne ich mich gar nicht so gut aus bei den Kräutern. Das wäre vielleicht mal ein "Projekt" wert. Ich denke da an Kräuter-Wanderungen, oder einen Kräuter-Urlaub :-)

 

Auf jeden Fall nutze ich alle Kräuter, die ich im Bio-Supermarkt und auf dem Markt frisch kaufen kann, sehr gerne zum Kochen.

Bettina Müller
@lundi

Ich möchte gerade über Deine Wiese - die kein Rasen ist - kriechen und schauen, was es da alles so zu entdecken gibt. Das hört sich ganz wunderbar an. Ich kann keine Rasen mehr sehen, die jede Woche auf die gleiche Länge gestutzt werden.Und dann noch die Hühner dazu. :-)  Für Deine Kinder war es bestimmt toll, so aufzuwachsen. 

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