Der Link zum Sonntag: Gesundheitsversprechen auf Lebensmitteln

In Supermärkten finden sich immer Lebensmittel, die einen gesundheitlichen Vorteil versprechen. Doch stimmt alles, was auf den Verpackungen steht?

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küchengötter Redaktion

Die Verbraucherzentralen haben in ihrem neuen Marktcheck zum Thema Gesundheitsversprechen auf Lebensmitteln die Zulässigkeit von sogenannten Health Claims untersucht. Europaweit sind 250 dieser Gesundheitsversprechen zugelassen. Aber halten sich die Lebensmittelhersteller an die genauen Vorgaben?

 

Insgesamt wurden 46 Lebensmittel, die in deutschen Supermärkten zu finden sind, genauer unter die Lupe genommen. Das Fazit: Fast die Hälfte der untersuchten Lebensmittel wirbt mit Health Claims, die aus Sicht der Verbraucherzentralen unzulässig sind. Die Gesundheitsversprechen auf den Verpackungen sind dann entweder gar nicht erlaubt oder übertrieben ausgeschmückt. So wurde beispielsweise statt des erlaubten Claims „trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems“ die irreführende Aussage „leisten einen wichtigen Beitrag zum Aufbau und der Funktionstüchtigkeit der körpereigenen Abwehrkräfte“ verwendet.

 

Am meisten betroffen von den übertriebenen bzw. falschen Versprechen sind Kinderlebensmittel, hier wurden sogar 75 % beanstandet. So wurde eine Kindermilch zum Beispiel mit dem Claim „gesundes Wachstum“ beworben, obwohl dieses Gesundheitsversprechen überhaupt nicht zugelassen ist.

 

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse findet Ihr auf der Seite der Verbraucherzentralen, süddeutsche.de hat sich das ganze Thema auch etwas genauer angesehen.

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Aphrodite
Haarspalterei.

Ich weigere mich selbst, die von der EFSA (EU-Behörde) erlaubten Aussagen zu verstehen. Und wenn ich dann nur wieder den Fruchtsaft vs. Cola Vergleich in Richtung Zuckergehalt lese, steige ich aus dieser Diskussion aus. Mich interessiert, ob die Zutaten naturbelassen und hochwertig sind. Und dann können die Hersteller auf ihre Etiketten schreiben, was sie wollen, und schöne Verpackungen designen. Dagegen bin ich vollkommen immunisiert. Und dann kann ein Joghurt Joghurt sein ohne AC-irgendwas darauf.

nika
Pur - Lebensmittel

Ich verwende am liebsten pure Lebensmittel: sprich: produzierte und veränderte Lebenesmittel lasse ich gerne im Laden. So habe ich weniger Zusätze in den Lebensmitteln und verarbeite sie selbst zu z.B. Nudeln, Brot und Konfitüren. Dann weiß ich, was ich meinen Liebsten auf den Tisch stelle. Joghurt wird mit Konfitüre und/oder Obst zu einem Obstjoghurt und es sind keine Geschmacksverstärker oder Farbstoffe darin. 

Kochmamsell
Ganz meine Meinung

Ich stimme meinen Vorrednerinnen von ganzem Herzen zu. Ich habe mich immer aufgeregt über solche Werbeversprechen, zu was soll man künstliche Gesundheit in gesunde Lebensmittel tun, da bekommt man schnell zu viel des Guten. Ich kaufe solche Sachen einfach nicht. Was ich allerdings ganz brutal finde, dass das Zeug schon in der Babynahrung zu finden ist. Das ist doch totaler Blödsinn, Krutzitürken nochmal. Kein Wunder sind die Kinder heutzutage alle gegen Alles allergisch. Und wenn ich drandenke, wie meine Kolleginnen in der Arbeit ihren Früchtejoghurt aßen, wird es mir heute noch schlecht, das roch doch nach reiner Chemie.

Kritisch bleiben

Dem stimme ich auch voll zu! Wenn man sich ein bisschen mit gesunder Ernährung beschäftigt, ist es sehr einfach, mit einem Blick auf die Zutatenliste und meinetwegen noch die Nährwertangaben zu erkennen, ob es sich um ein gesundes Lebensmittel bzw. Produkt handelt oder nicht. Werbende Health Claims stimmen mich eher misstrauisch, als dass sie mich zum Kaufen verleiten würden. Zudem gibt es so viele Lebensmittel, die von Natur aus in ihrer reinen Form eine tolle Gesundheitswirkung haben - da braucht es keine Zusätze! Bei Produkten, die in erster Linie für Kinder gedacht sind, ist das natürlich ein noch viel größeres Problem. Von Kindern kann man nicht ohne Weiteres erwarten, dass sie kritisch und eigenverantwortlich einkaufen und eben nicht auf solche Werbebehauptungen hereinfallen. Umso größer ist die Verantwortung der Eltern, genau das vorzuleben und zu vermitteln...

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