Die Brot-Frage

Roggen, Vollkorn oder Mais: Welches Brot macht Küchengötter richtig glücklich?

Die Brot-Frage
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Bettina Müller

Ich bin damit aufgewachsen, dass es zum Abendessen meist Graubrot belegt mit Wurst und Käse gab. Jedes Abendessen, zu dem doch einmal etwas anderes auf dem Teller landete, war für mich ein absolutes Highlight, denn mit Graubrot konnte man mich noch nie wirklich locken. Graubrot kam mir immer genauso langweilig vor, wie der Name klingt.

 

Bis heute hat sich an meiner Einstellung noch nicht wirklich viel geändert. Mit Brot kann man mich nur locken, wenn es ein Vollkornbrot ist oder Nüsse im Teig darauf warten, für den richtigen Biss zu sorgen. So könnte ich mich gefühlt auch einfach mal eine Woche lang von ofenwarmem Walnussbrot mit gesalzener Butter und Honig ernähren. Mein Mann des Hauses hingegen versteht meine Abneigung nicht und beißt gerne mal in eine Scheibe Graubrot. So dass es durchaus vorkommt, dass wir zum Abendessen zwei verschiedene Sorten im Brotkorb liegen haben.

 

Wie ist das bei Euch, liebe Küchengötter: Mit welcher Sorte Brot kann man Euch am glücklichsten machen?

 

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Maike Damm
Graubrot in der Kindheit

Liebe Bettina, also in meiner Kindheit hätte ich Dich beneidet! Für jedes einzelne Abendessen mit Graubrot. Bei uns gab's immer nur Vollkorn- oder - für mich damals noch schlimmer - Schwarzbrot. Auch auf dem Pausenhof  blickte ich neidvoll auf die belegten Brote meiner Mitschüler. Und ignorierte mein Dinkelbrötchen in der Butterbrottüte. Heute weiß ich nicht, warum das stinknormale Graubrot für mich so etwas Besonderes war. Weil's weich war? Kaum Rinde und keine harten Körner hatte? Heute hat sich mein Geschmack um 180 Grad gewandelt. Ein Brot aus Natursauerteig ziehe ich jedem anderen vor, Vollkorn ist unter der Woche Pflicht, an den Wochenenden gibt's dafür aber Weißmehl satt :-)

nika
Weißmehl ist tabu
Die Brot-Frage  

Bei uns gab es früher immer "Korbbrot" ein genetztes Brot. Ich musste es nachmittags mit dem Fahrrad zum Abendessen kaufen. Es reichte für zwei Tage, denn zusätzlich gab es "Schwarzbrot", das ostfriesische Vollkornbrot mit Sirup gebacken, darum sehr dunkel und süß. Unser Bäcker backte immer ein knüppelhartes Brot und wir Kinder aßen es deshalb nur abends. Morgens haben wir uns lieber eine Art Müsli gemacht und als Pausen-Snack gab es Obst, so kamen wir um dieses schreckliche Brot herum. Das Brot wird in Ostfriesland wenig gewürzt gebacken, deshalb habe ich schon Anfang der 80er angefangen, Brot zu backen. Hihi, damals war mein Brot auch knüppelhart!

 

Heut backe ich mein Brot und friere es gleich geschnitten ein, so kann ich vorportioniert  immer zwei Sorten auf den Tisch stellen. Bevorzugt ist es bei mir ein Vollkornbrot und ein Dinkelbrot. Das Pain à LÀncienne ist als nächstes auf der ToDo-Liste.

Bettina Müller
Brot-Frage

@Maike: Da hätten wir früher ja wunderbar tauschen können! :-) Obwohl ich vor allem bei den Pausenbroten ja verrückt nach Toastbrot war. Das gab's bei mir natürlich nicht, dafür bei meiner besten Freundin. Immer schön dick mit Schokolade darauf. In ihr hatte ich zum Glück auch einen glücklichen Abnehmer für mein Graubrot.

 

@nika: Stimmt, Schwarzbrot habe ich ganz vergessen, das esse ich auch sehr gerne. Danke für den Tipp, das Brot gleich scheibenweise einzufrieren, das habe ich bisher nur am Stück gemacht.

Rinquinquin
Graubrot kannte ich nicht,

das hiess ganz einfach Schwarzbrot. In Franken. Es war das Gegenstück zum Weissbrot, das nur samstags im Haus auftauchte. Andere Brote gab es nicht. Weissbrot liebte ich unendlich: knusprige Kruste, weicher Teig, zum Verschlingen gut.

Toastbrot? Völlig unbekannt. Besagtes Weissbrot wurde dann sonntags in den Toaster gesteckt und mehr oder wenig verbrannt genossen wir dieses herrliche Röstbrot, so hiess es.

Unvergleichlich zu den heutigen Toastbroten, die einfach keine Krumenknusprigkeit bieten und auch nach längerem Rösten zäh bleiben, da kracht nichts. Heute muss ich nach solch einem Weissbrot richtig suchen, das gibt es hier nicht bei jedem Bäcker und schon gar nicht an jedem Tag. 

 

Och, wie kann das sein, dass sich das immer noch nicht herumgesprochen hat, dass sich Brot scheibenweise einfrieren lässt? Das ist sowas von praktisch, denn wenn man nur zu zweit ist, hält sich ein Brot schon ein bisschen sehr lange. Daher habe ich auch heute keine inneren Sperren mehr, mir das Brot schneiden zu lassen, das kam mir früher doch nicht in die Tüte. Eine Weile habe ich das Brot noch selbst geschnitten, Folie dazwischen gelegt - das ist gar nicht nötig. Schneiden, eintüten, etwas auflockern, einfrieren und je nach Wunsch scheibenweise im Toaster essfertig machen. 

Bettina Müller
@Rinquinquin

Graubrot ist bei uns ganz einfach klassisches Mischbrot. Weil ich es so "grau" im Geschmack finde, hat sich dieser Name aber seit meiner Kindheit einfach eingeprägt. :-)

Kochmamsell
Graubrot mag ich heute noch nicht ...,

... dafür aber Dinkelbrot, Körnerbrote und auch Ciabatta und Baguettes, ich liebe diese Sorten, deshalb ist es ganz gemein, dass ich nur noch wenig und dann schon gar kein Weißbrot mehr essen soll (ich mach's trotzdem ab und zu:-)). Früher war mein Lieblingsfutter zwei Weißbrotscheiben mit Butter und einer Eszett-Schnitte dazwischen, man war das lecker.

Rinquinquin
@ Bettina

In Westfalen sagt man Graubrot. Den Ausdruck kannte ich nicht, doch Monsieur war da gebildeter. Wahrscheinlich die Abstufung vom Weissbrot bis zum Pumpernickel ;-).

Belledejour
Unser Schwarzbrot

nach Art des Hauses essen wir am liebsten.Dazu kommt, das das Rezept so schön schnell geht.  Ansonsten Dinkelbrot, das ich bei einem Bäcker in den unterschiedlichsten Varianten kaufen kann. Selbst backe ich gern ein süßes Weißbrot mit Kürbis oder auch ohne.

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