Edamame - Eine Bohne macht süchtig

Perfektes Fingerfood und gesunde Glücksbohne - wer Edamame einmal probiert hat, um den ist es schnell geschehen

Edamame - Eine Bohne macht süchtig
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Kommentare
Nicole Stich

Müsste man essende Menschen vor dem Fernseher in Kategorien einteilen, dann könnte man dies ganz leicht anhand der verzehrten Naschereien wie Gummibärchen, Chips oder Schokolade festmachen. Nährwert und Kalorien eignen sich ebenfalls für eine Typ-Unterscheidung – aber mir schwebt da etwas ganz anderes vor: Wenn man die strikten Nicht-Nascher mal außen vor lässt (gibt es die bei den Küchengöttern überhaupt?), plädiere ich für eine Differenzierung in die Sparten faule Genießer und emsiger Fummler. Nein, damit sollen keine Rückschlüsse auf den Charakter der betreffenden Naschkatze getroffen werden, vielmehr wird die Naschkultur an sich beleuchtet: Greift man lieber zur Chips-Tüte und ißt sich genüßlich, Rippe für Rippe, durch eine Tafel Chili-Zartbitter? Oder puhlt man eifrig an einem Berg ungeschälter Nüsse, zerlegt liebevoll eine Mandarine in ihre Einzelsegmente? Ich gehöre ganz klar zur zweiten Kategorie, wenn ich die Wahl habe, ziehe ich arbeitsintensive Naschereien, die erst erarbeitet werden wollen und meine Finger beschäftigt halten, allemal vor. Leider ist die Auswahl meist auf Nüsse und Obst beschränkt.

Ja und dann sind da Edamame. Lange Zeit omnipresent auf vielen amerikanischen Foodblogs, hatte ich es irgendwie geschafft, diese kleinen Sojabohnen NICHT auf meinem Radar zu haben. Vielleicht war es auch ein wenig der Hype, der um diese unreif geerntete Bohne gemacht wurde (Superfood! Super Geschmack! Super gesund!), der mich ein wenig abschreckte. Bis ich mich auf einem Kurztrip nach USA unverhofft einer großen Schale Edamame-Schoten mit grobem Meersalz gegenübersah. Probieren konnte ich doch mal, oder? Aus den Augenwinkeln beobachtete ich meine Tischnachbarn, manche teilten die grünen Schoten mit ihren Fingern um an die kleinen, knackigen Bohnen zu kommen, andere „zuzelten“ sie direkt aus der Schote in den Mund, bevor die leeren Schoten auf den schnell größer werdenen Berg in der Tischmitte wanderten. Schon nach meiner ersten Schote war mir klar, warum jeder beherzt zulangte – diese leuchtend grünen Babybohnen mit dem leicht süßen, unnachahmlich nussig-buttrigen Geschmack machen süchtig!

Wieder zuhause machte ich mich umgehend auf die Suche nach Edamame und wurde schon bald in einem Asia-Supermarkt fündig. Glücklich trug ich gleich mehrere der Tiefkühlbeutel nach Hause und kredenzte sie meinen Freunden zum Auftakt unseres Silvestermenüs. Begeistert wurde gepuhlt und mittlerweile habe ich mehrere Freunde, Bekannte und Nachbarn angesteckt. Protein- und ballaststoffreich sind sie nicht nur ein gesunder Snack, auch die Zubereitung ist ein echtes Kinderspiel:

Die tiefgekühlten Schoten für 5 Minuten in leicht sprudelndem Salzwasser kochen, die gegarten Bohnen sollen immer noch schön knackig sein. Die Edamame großzügig mit grobem Meersalz oder Fleur de Sel bestreuen und wie oben beschrieben verzerren. Schmeckt auch sehr gut mit geräuchertem Salz.

Prädikat: Unbedingt ausprobieren!

 

Edamame - Eine Bohne macht süchtig
auchwas
Chinesische Glücksbohne mit Suchtpotenzial

wunderbares Fingerfood, leider bekommt man  die Edamame nur in großen Asialäden. Und  in meiner Gegend sehr schlecht. Aber wenn ich dann in einen großen Asialaden komme habe ich immer ein Tiefkühltasche dabei  nur für die Edamame und das ist ein "must have"  dann fahre ich schon  glücklich nach Hause.Genuss puuuuur mit Chilisalz, selbstgemischt mit Fleur de Sel und  Piment d'Espelette. Und gesund ist sie allemal das wußten schon die chinesischen Kaiser.

das werde mich sicherheit....

also augen auf beim nächsten besuch im asialaden ......

Danke für die Aufklärung

Als ich mit einer Freundin Sushi essen war, trugen sie mehrmals diese kleinen Schoten durch den Raum und wir fragten uns, was das wohl sei. Wird auf jeden Fall ausprobiert!

patrickstar
Aha!

Stimmt, habe mich beim Sushi-Essen auch schon oft gefragt was das den für spezielle Bohnen sind! Werde ich auch mal probieren!

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