Er sagt, sie sagt: Fettarm

Er kauft die Vollmilch, sie die fettarme. Wenn es um fettreduzierte Lebensmittel geht, sind sich Mann und Frau wohl nicht immer ganz einig.

Er sagt, sie sagt: Fettarm
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Kommentare
Viola Booth

Frauen lieben's süß und Männer brauchen's deftig? Vegetarisch ist nur was für Mädchen und Jungs stehen immer auf blutige Steaks? Wir glauben nicht an jedes Klischee, dazu kennen wir viel zu viele weibliche Herzhaft-Typen und männliche Dessert-Liebhaber. Aber trotzdem begegnen uns immer wieder Zutaten, Gerichte oder Zubereitungsarten, die SIE liebt und ER hasst oder eben andersherum. Und denen wollen wir nachgehen, auf den Zahn fühlen, sie widerlegen oder einfach nur diskutieren. Mit Euch! Herzlich Willkommen also, liebe Küchengötter, zu unserer Kolumne "Er sagt, sie sagt". Heute mit der Frage danach, ob fettarme Lebensmittel eher Frauensache sind und was die Männer eigentlich dazu sagen.

 

Ich kaufe die fettarme Milch. Früher griff ich im Supermarkt immer zu der 1,5%-Fett-Milch. Solange, bis ich eines Tages von meiner Lieblingsmilchmarke eine neue Variante im Regal entdeckte: die 0,7%-Fett-Milch. Seit dem kaufe ich tatsächlich immer diese Milch. Warum? Das ist bei mir so eine Kopfsache. Wenn ich die Auswahl zwischen verschiedenen Fettanteilen in meinen Lebensmitteln habe, greife ich immer zu der fettreduzierten oder fettarmen Variante. Irgendwie fühlt sich das einfach besser an. Das ist nicht nur bei meiner Milch so. Auch die Wurst hat zum Beispiel einen „Weniger-Fett“-Schriftzug auf der Packung. Ich bin also ein klassisches Opfer von all den Werbestrategien, die Frauen vermitteln wollen mit ihren Lebensmitteln könne man Fett/Kalorien sparen. Ich gebe es zu. Viele von Euch werden jetzt wahrscheinlich den Kopf schütteln und mit den Augen rollen. So wie mein Freund es immer tut.

 

Er kauft die Vollmilch. Natürlich greift er im Supermarkt zu der 3,5%-Fett-Milch. Meine Milch nennt er nur die „Wasser-Milch“. Auch bei allen anderen Lebensmitteln achtet er nicht darauf, wie viel Fett enthalten ist und ob es noch eine fettärmere Alternative gibt. Aber er gehört ja auch nicht zu der Zielgruppe, für die diese Fettwarm-Werbung gemacht ist. Als wir gerade zusammen gezogen sind, hat er unter dem Vorwand, er hätte gedacht, es sein keine Milch mehr da, seine Vollmilch aus dem Supermarkt mitgebracht (natürlich standen noch zwei Tüten „Wasser-Milch“ im Kühlschrank). Und seit dem haben wir einfach immer zwei unterschiedliche Milchsorten zuhause. Also, auch eine Lösung.

 

Liebe Küchengötter, was meint Ihr? Handelt es sich hierbei um ein klassisches Männer-Frauen-Ding oder passen mein Freud und ich hier nur in ein haltloses Klischee? Essen Männer fett und Frauen fettarm? Wir sind gespannt auf Eure Antworten.

 

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Aphrodite
1,5 ist das Minimum der Gefühle.

@Viola, bei Milch würde ich den Fettgehalt nicht all zu kritisch sehen. 0,7% schmecken noch nach Milch oder verwässert damit jeder Kaffee? 

Ansonsten strecke ich rigeros. Joghurt und saure Sahne wird untergerührt. Joghurt darf aber durchaus 10% Fett haben. Alles ja auch Geschmackssache. Durch fettreduzierte Lebensmittel Diät zu halten, ist der Witz des Jahrhunderts. Da sollte man sich einen ganz anderen Geschmack angewöhnen. Obst und Gemüse haben 0% Fettanteil.

lundi
Kein Verständnis

Wo kein Fett drin ist, ist auch sonst nichts drin. Wo bleibt da die Qualität? Wozu also soll ich das zu mir nehmen, wenn nichts drin ist und es nach nichts schmeckt? Und auch noch dafür bezahlen? Aphrodite spricht mir aus der Seele. Lieber quantitativ etwas weniger, dafür mit Geschmack, mit Inhaltsstoffen und mit Kalorien.

Belledejour
Alles in Maßen .....

und nicht in Massen. Milch schmeckt uns nur *fett* sprich 3,5% oder auch mehr und wir sind nicht rund und auch gesund. Der Aussage Wassermilch stimme ich ebenfalls zu. Auch ich bin lundis Meinung und trinke weniger, aber wenn, dann muss sie schmecken.

nika
Ich oute mich total

Für Pudding und anderes Gekochtes mit Milch nehme ich auch die 3,5er-Milch, die habe ich als H-Milch immer im Haus. Zum Trinken - pur oder als Kakau, Bananenmilchshake o.ä. - laufe ich lieber ein paar Meter zum Nachbarbauern (ca. 500 m) und holen mir dort die Milch aus der Kuh, am liebsten noch melkwarm. Und als olle Ostfriesin wird die Milch einen Tag in einer Schüssel in den Kühlschrank gestellt. Dann kann man/frau so schön den Rahm abschöpfen: Wulkje in Tee = das Wölkchen im Tee. 

lundi
Oooh, beneidenswert

Milch aus der Kuh, das kenne ich "von früher". Richtig fett, nicht homogenisiert und nicht steril. Meine Mutter hatte daraus Pudding gekocht. Ich wusste ja gar nicht, dass es noch so etwas gibt. Selbst 3,8-Bio-Frischmilch ist ja in der Regel homogenisiert und ultrahocherhitzt. Ich sollte unbedingt mal nach Ostfriesland reisen!

Bitte keine tote Milch

Ich mag nur frische Vollmilch, alles anderes ist Wasser mit toten Milchsäureleichen. Habe eine Käse Kurs gemacht, der Käser hat es anschaulich erklärt. Mein Freund wollte mir einmal eine Freude machen und hat beim Einkaufen Milch für mich gekauft, ultrahocherhitzt und Monate haltbar. Schmeckt nach nix. Nur 3,8% ist das Wahre.

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