Fast Food ist Out, Slow Cooking angesagt!

Alles muss ratz-fatz auf dem Teller sein? Von wegen! Mit Slow Cooking werden die Momente in der Küche zum Kurzurlaub.

Fast Food ist Out, Slow Cooking angesagt!
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küchengötter Redaktion

Der Backofen wird vorgeheizt, der Braten vorsichtig hinein befördert und der Timer auf vier Stunden gestellt. Vier Stunden, in denen das ganze Haus nach und nach von herrlichen Düften erfüllt wird und die Vorfreude auf das Essen von Minute zu Minute wächst - Tja, wer nach dem Motto „Schnell, schneller, am schnellsten“ kocht, wird solch eine Szene wahrscheinlich nie erleben. Unser Alltag wird immer stressiger, unsere Zeit immer knapper. Selbst beim Kochen beschränken wir uns viel zu oft nur noch auf die Quickies. Dabei vergessen wir manchmal vollkommen, wie schön es ist, wenn der Braten langsam im Ofen schmort und wir die Garzeit sogar noch für andere Dinge nutzen können.

 

Willkommen zur Entschleunigung!

 

In der Küche einen Gang runterzuschalten ist gerade total angesagt. Wer sich Zeit für seine Rezepte lässt, kocht nämlich auch mit Lust und Leidenschaft. Genau mit diesem Prinzip beschäftigt sich das Buch "Slow Cooking" von Hans Gerlach. Es geht darum mit Liebe und Zeit zu kochen. Gerichte sollen langsam im Ofen schmoren statt übereilt angebraten und dann schnell in den Mund gestopft zu werden. Sauerteig ansetzen, Entenkeule konfieren, Fischfilets mehrere Tage marinieren, Marillenkompott einkochen – all das ist Slow Cooking. Vermutlich fragen sich jetzt einige, wie sie dieses Konzept denn bitte in den Alltag integrieren sollen. Wer hat schon Zeit drei Stunden auf eine Suppe oder zwei Stunden auf eine Kalbsbrust zu warten?

 

Zugegeben, ein bisschen Organisationstalent braucht das Ganze schon, damit man nicht verhungert. Aber der Aufwand lohnt sich. Der beste Weg: Gerichte für eine komplette Woche zusammenstellen und die Zutaten besorgen. So kann man genau planen, wann man was ansetzen soll, damit es auch pünktlich fertig ist. Hört sich kompliziert an? Ist es aber eigentlich gar nicht. Ganz im Gegenteil: es entschleunigt! Während das Essen vor sich hin brutzelt und sein volles Aroma entfaltet, gönnt man sich einfach ein schönes Glas Wein oder liest ein gutes Buch. Ab und zu schlendert man dann in die Küche und schaut, wie weit der Braten ist. Außer Warten muss man jetzt nämlich nichts mehr tun. Hans Gerlach schreibt in "Slow Cooking", dass die Rezepte nicht viel Arbeit machen, sondern einfach nur ein bisschen Muße brauchen.

 

Slow Cooking-Rezepte: langsam, aber lecker!

 

  • Schokoeis-Törtchen: Dieses Dessert kann prima für Gäste vorbereitet werden – es muss vier Stunden lang ins Tiefkühlfach.

 

Was haltet Ihr von der Idee des Slow Cooking? Welche Gerichte dürfen Euch warten lassen? Verratet uns Eure Rezepte für langsames Kochen. Alle Tipps, Tricks und Rezepte zum Thema findet Ihr in unserem Slow Cooking-Special. 

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nika
Slow Cooking und das Ergebnis

beansprucht mich nicht mehr als etwas Kurzgebratenes, denn ich beginne nur frührer und überlasse dann den Braten meinem Backofen oder andere vielleicht auch dem Slow-Cooker. Wenn dann noch die Beilagen und das Gemüse mit gegart werden können, dann ist es doch egal. Nein, mir ist es nicht egal, denn das Ergebnis ist wunderbar und ich bin ausgeruht zum Essen und kann es geniessen.

Aphrodite
Fasziniert und hin und her gerissen.

Den Fenchelsalat finde ich interessant. Statt des Apfels lassen sich bestimmt auch Orangenscheiben trocknen. Doch einen (!) Apfel 4-5 Stunden bei 80 Grad Umluft im Ofen zu trocknen, das ist verrückt. Entweder lege ich mir einen kleinen Vorrat an oder müsste mir überlegen ein Dörrgerät zu kaufen. Das Backblech im Sommer nach draußen zu verfrachten, soll auch gehen. Aber im Sommer wird mir das Fenchelrezept nicht mehr einfallen: Apfelchips in guter Qualität lassen sich auch kaufen. Das Mehl mahle ich ja auch nicht selbst.

"Das Mehl mahle ich ja auch nicht selbst."

Nicht? Ich schon! Nur so hat man jederzeit frisches Mehl, d.h. Vollkornmehl.

Zu den Rezepten:

Die Zwiebelsuppe nach franz. Art klang gut. Aber als ich sah, was man an Zutaten braucht, insbesondere Knochen und Fleisch, war es doch schnell mit der Begeisterung vorbei. Denn aufgrund des Titels hatte ich eine vegetarische Suppe vermutet.

Naja, man kann nicht alles haben....

sparrow
Ich bin ein Freund von slow cooking

Besonders bei Fleischgeichten liebe ich Niedergaren. Ein Tafelspitz köchelt 3 Stunden leicht vor sich hin und eine echte italienische Bolognese braucht auch mindestens 3 Stunden. Ein richtig gutes Brot wird schon am Vortag angesetzt. Vieles gart alleine vor sich hin, ich brauche nicht daneben zu stehen. Natürlich gibt es bei mir auch schnelle Gerichte aber immer ohne Fertigpäckchen

Flicka
Immer öfter ...

... nutze auch ich die Niedrigtemperaturmethode zum Zubereiten von Fleischgerichten. Besonders das Roastbeef mit lauwarmem Gewürzöl schmeckte prima. Man muss natürlich beispielsweise für den Sonntagsbraten, der mittags auf den Tisch kommen soll, früh loslegen, aber das nehme ich in Kauf. Auch Tafelspitz oder eine gute Brühe herstellen, das braucht Zeit. Die schnellen Rezepte aber sind auch immer willkommen, insbesondere im Sommer.

Kochmamsell
Entschleunigen ...

... ist eine feine Sache. Ich halte es wie Sparrow, Tafelspitz, Schweinebraten, Gulasch, Bolognese genauso wie Blau- bzw. Sauerkraut schmecken erst so richtig gut, wenn sie Zeit dafür hatten.Beim Brot backen ebenso, denn ein gutes Brot braucht seine Zeit, das beginnt schon mit dem Körner mahlen.

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