Geschenktipp: Kochen mit feinen Salzen

Noch auf der Suche nach dem perfekten Weihnachtsgeschenk? Für Küchengötter gibt es ab sofort die kulinarischen Tipps der Redaktion! Heute: Feine Salze.

Geschenktipp: Kochen mit feinen Salzen
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Anke Meierhenrich

Salz? Salz!
Salz. Salz? Ja klar, dachte ich immer, dieses feine weiße Rieselzeug aus dem großen Pappkarton, das ich eigentlich an fast jedes Gericht gebe, auf mein Frühstücksei, an meine Lieblingssuppe und auf den Rotweinfleck im Teppich. Und dann gibt es noch den anderen Pappkarton mit dem Salz, das vor allem den Bewohnern jodarmer Regionen zum Kochen nehmen sollen. Salz eben.


Doch langsam aber sicher dämmerte es mir in den letzen Wochen, dass es mit dem Salz vielleicht doch mehr auf sich hatte: Maike brachte aus dem Mallorca-Urlaub ein winziges Töpfchen Fleur de Sel mit, lässt nun ab und zu ein wenig davon auf ihr Essen rieseln und hütet es ansonsten wie ihren Augapfel in der Containerschublade im Büro. Auch die Kolleginnen vom Teubner-Verlag, mit denen wir oft mittags an einem Tisch sitzen, erzählten viel vom Salz. Kein Wunder, denn vor Kurzem erschien „Das kleine Buch vom Salz“, das mich aber vorerst kalt ließ, da es zeitgleich mit dem "Kleinen Buch der Schokolade" erschien.
Salz also. Feines weißes Rieselzeug, feines Fleur de Sel und Stoff für ein ganzes Kochbuch.

 

Erster Kontakt
Dann eines Tages kam der Anruf, der das kulinarische Nischendasein meines Supermarkt-Salzes wohl für immer beendete. Eine nette Dame fragte mich, ob unsere Redaktion Interesse hätte, Salze zu probieren, die sie gerade auf dem deutschen Markt eingeführt hatten. Ich witterte meine Chance! Ein paar Tage später standen sechs hübsch verpackte Salzfässchen mit buntem Inhalt auf meinem Schreibtisch: Zitronensalz, Rosmarinsalz, Steinpilzsalz, geräuchertes Salz, Chilisalz und Meersalz. Was mache ich damit? Aha, man nimmt das Salz mit den Fingern und zerbröselt es über die Speisen. Hatte Maike ja schon vorgemacht. Nun gut. Aber nun war mein Ehrgeiz geweckt: Ich wollte richtig lecker kochen – und zwar mit Salz.


Ich schnappte mir „Das kleine Buch vom Salz“ und begann zu lesen. Über Salzarten, Salzkarawanen nach Timbuktu, von Salzkriegen und über Konservierungsmethoden. Ziemlich beeindruckt von den Geschichten über das weiße Gold (vor allem von der Tatsache, dass es ohne Salz die Lüneburger Heide nicht gäbe…), las ich mich zu den Rezepten vor. Und siehe da: Für fast jedes meiner Salze fand ich ein Rezept, perfekt! Rezepte suchen, Einkaufszettel schreiben, das Salz unter den Arm geklemmt und ab nach Hause in die Küche. Aus Zeitmangel konnte ich erst am Wochenende so richtig loslegen, krümelte aber vor lauter Vorfreude schon einmal ein wenig vom gelben Zitronensalz über mein Fischfilet – das musste doch passen. Und es passte! Ein guter Anfang dachte ich mir und freute mich aufs Wochenende.


Der große Tag
Samstag war Salztag. Mein Besuch an diesem Abend konnte sich glücklich schätzen. Ich kochte kunterbunt und wild durcheinander, einfach, um alles einmal zu probieren. Los ging es mit einer selbst gebackenen Focaccia. Einmal wurde das frische Brot mit Ziegenkäse belegt und Honig darübergeträufelt – zum Schluss noch ein wenig Meersalz - köstlich! Als besondere Butter zur Focaccia wälzte ich eine Rolle Butter in Rauchsalz. Es schmeckte sehr intensiv, aber wirklich lecker zum ofenwarmen Brot. Schmeckt bestimmt auch zu Gegrilltem toll. Weiter ging es mit dem Ananas-Gurken-Salat mit asiatischer Marinade, frischem Koriander, Erdnüssen und Chilisalz – welches hervorragend zur asiatischen Küche passt. Salzig und scharf in einem finde ich toll. Nach einer kleinen Pause machte ich mich noch an den letzten Streich: Selbstgemachte Parmesanchips mit Rosmarinsalz. Die zwei Bleche waren in weniger als einer Stunde verputzt. Zu Recht.



Mein Fazit: Ein gutes Salz verleiht den Speisen das gewisse Extra und wenn es „nur“ ein gutes Meersalz ist. Ich werde sicherlich noch weitere Rezepte aus dem kleinen Salz-Büchlein ausprobieren und mich an Lamm, Fisch im Salzmantel oder auch an die Karamelltarte mit Fleur de Sel heranwagen. Aber selbst ans Frühstücksei lass ich nur noch hochwertiges naturbelassenes Salz. Das Rieselzeug aus dem Pappkarton benutze ich jetzt nur noch für die Rotweinflecken auf dem Teppich. Als Weihnachtsgeschenk uneingeschränkt zu empfehlen.

 

Infos zu "Das kleine Buch vom Salz" gibt es hier, Infos zu den Falksalt-Salzen hier. Die sechs Salze als Geschenke-Set für Weihnachten sind unter der Emailadresse info.de@salinity.com erhältlich.

 

Geschenktipp: Kochen mit feinen Salzen
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cystitis
Salze selbstgemacht

In meiner Hexenküche habe ich viel mit Salzen, Pfeffer und Zucker "gespielt". Neue Ideen bekam ich von Familie und Freunden, Fersehsendungen über die Länder der Welt und auch einigen Kochkursen. Daraus habe ich meine Rezeptsammlung "Zucker,Salze und Pfeffer" zusammengestellt.Genauso habe ich meine Essig- und Öl-Rezepte zusammengetragen. Bei mir ist immer ein guter Vorrat an solchen Gewürzmischungen vorhanden. Leider hatte ich bisher nicht die Möglichkeit, mit den besten Salzen das Geschmackserlebnis noch zu verfeinern. Das nehme ich mir für die nächste Zeit vor. Noch eine Frage zum Schluß. Wo kann ich "Das kleine Buch der Salze" erwerben?

 

Anke Meierhenrich
Liebe cystitis,

"Das kleine Buch vom Salz" kann über den Buchhandel erworben werden (ISBN 9783833816550) oder auch im GU-Shop. Übrigens finde ich Deine Rezepte für die Salze richtig toll, da werde ich das ein oder andere sicher ausprobieren! Liebe Grüße, Anke

cystitis
Liebe Anke,

danke für den Tip. ich habe mir das Buch gleich bestellt und "Das große Buch der Kräuter und Gewürze" noch dazu. LG Gabi

Aphrodite
Feine Kleinigkeiten - ich fang' mit dem Bröseln an.

@Anke, Dein Beitrag ist nett geschrieben und machen richtig Lust auf's Experimentieren. Die Rauchsalz-Butter hört sich interessant an und die anderen Rezepte aus dem kleinen Buch auch. Muss ich ausprobieren und starte morgen mit einem nicht profanen Frühstücksei.

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