Hausverbot in der Küche? Zutaten, die man öfter mal verbannen will …

Sie schmecken toll, doch bis das köstliche Gericht erst mal auf dem Teller ist, müssen oft ganz viele Nerven herhalten. Zeit, sich mal über nervige Zutaten zu beschweren.

Hausverbot in der Küche? Zutaten, die man öfter mal verbannen will …
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Kommentare
Bettina Müller

Vorgestern hatten Anke, Rosaria und ich mal wieder das berühmtberüchtigte Gesprächsthema in der Mittagspause: Was kocht ihr heute Abend? Und ganz plötzlich entstand aus diesem harmlosen Gespräch ein reger Austausch darüber, welche Zutaten man manchmal am liebsten aus der Küche verbannen würde. Nicht etwa, weil sie nicht schmecken würden. Nein, weil ihre Vor- oder Zubreitung so nervtötend ist. Ausschlaggeber für die Diskussion war die Schwarzwurzel. Wer einmal den Fehler gemacht hat, sie ohne Einmalhandschuhe zu schälen, darf sich erst einmal an Schornsteinfegerfingern erfreuen. Anke findet sogar, dass die charmante Pinkfärbung durch frische Rote Bete noch um einiges schlimmer wäre. Nun stand eine neue Frage im Raum: Was würden wir öfter essen, wenn die Zubereitung nicht so unattraktiv wäre? Mir fällt da noch sofort Rhabarber ein. Ich liebe ihn wirklich, aber das Schälen, vor allem an der länglichen Seite mit dieser Kuhle, raubt mir wirklich manchmal den letzten Nerv. Und Fisch würde zu Hause beispielsweise auch keiner von uns freiwillig entgräten.

Wie sieht es bei Euch aus, liebe Küchengötter, können Euch abfärbende Lebensmittel oder Zutaten mit unknackbarer Schale vom Kochen abhalten? Oder seid Ihr immer mutig und furchtlos in der Küche? Ich muss ja zugeben, dass ich mich oftmals „feige“ oder bequem zurückziehe und die entsprechende Zutat dann lieber im Restaurant genieße. (Auch gut: Den Partner einfach die Schwarzwurzeln schälen lassen.)

Wir sind wirklich gespannt darauf, was Ihr so zu berichten habt und welche Zutat am schlechtesten bei dieser etwas anderen Umfrage wegkommt.

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Zwiebel

Also was mich am meisten nervt ist Zwiebeln schneiden! Zum einen riechen die Finger oft auch (trotz Händewaschen) am nächsten Tag noch danach und zweitens natürlich die Tränen die einem ständig in die Augen steigen...

 

Rinquinquin
lustig

Schwarzwurzeln mag bei uns keiner (Kindheitstrauma) - Rote Bete isst mein lieber Mann nicht und die gibt es ja auch schon fertig geschält im Vacuum-Pack -Rhabarber gibt es selten und der macht mir keine Probleme - eine Seite Lachs zu entgräten oder die Fischfilets durchzufummeln, das finde ich nicht schwer und ist mir die Sache wert - Zwiebeln brauche ich nicht in grossen Mengen (je mehr ich benötige, umso grösser kaufe ich die Zwiebeln, ansonsten habe ich nur Schalotten im Haus). 

Aber was mir wirklich nicht gefällt, ist Fisch zu schuppen. Wohin damit? Hat jemand gute Tipps? Die Schuppen springen überall hin, auch wenn ich unter fliessendem Wasser arbeite und seit bei mir der Abfluss total den Dienst verweigerte, bin ich vorsichtig geworden. 

Aber der Geruch!

Für die abfärbenden Lebensmittel habe ich ja immer ein Paket Einweghandschuhe in der Küchenschublade bereit seit ich einmal den Fehler gemacht und Satéspiesschen ohne Handschuhe gemacht habe. Meine Finger waren zwei Tage später noch gelb. Dasselbe beim Rüsten von Zwetschgen und/oder Pflaumen - einmal die Handschuhe vergessen und die Finger sind danach braun.

 

Viel schlimmer als das Abfärben finde ich aber den Geruch beim Kochen mancher Lebensmittel. Zum Beispiel beim Kochen von Roten Beten oder von Kohl. Ich koche auch nur ungern Essigkonserven ein, weil der Geruch nach Essig selbst am Tag darauf noch in der Küche hängt. Mit etwas vom schlimmsten finde ich aber den Geruch von Käsefondue am Tag danach (wir lieben Käsefondue im Winter ...).

Bettina Müller
Zwiebeln und Kontaktlinsen

@Manu90 Beim Geruch der Zwiebelhände kann ich dir sofort zustimmen! Gegen die tränenden Augen habe ich nen klasse Trick: meine Kontaktlinsen! Die scheinen die Augen vor den Zwiebeldämpfen zu schützen. Die Hölle hingegen ist es, mit der Brille auf der Nase Zwiebeln zu verarbeiten. Die reizenden Dämpfe scheinen sich hinter den Brillengläsern regelrecht anzusammeln und zu verstärken. Wer es also irgendwie vermeiden kann, sollte hier lieber die Brille absetzen.

DerkleineTroll
Granatapfel

Auch wenn man eigentlich weiß wie man den roten Kernen ans Leder geht, ist das Zerlegen eines Granatapfels doch immer wieder lästig... Ohne Einweghandschuhe gehts gar nicht und im schlimmsten FAll kann man danach die Küche renovieren. 

@Bettina Müller: was Kontaktlinsen und Brille beim Zwiebelnschneiden angeht kann ich dir nur beipflichten, habe die gleiche Erfahrung gemacht.

cystitis
frischer Thymian

Ich mache es ja eigentlich gern, aber mittlerweile habe ich recht große Kräutervorkommen. Von den meisten sollte man ja die Blätter von den Stielen zupfen. Die Menge läßt mich oft verzweifeln. Und auf den getrockneten Zustand verschwieben, lohnt sich nicht, denn es tut nur mehr weh.Am schlimmsten empfinde ich dann frischen Thymian mit den doch recht schnell verholzenden Stengeln.

Vom frischen Flieder die Blütchen auszupfen oder aber auch Johannisbeeren entstielen gehören genauso dazu.

 

Kräuterhexlein
es dauert so lange

Ich liebe ja Holunderbeermarmelade, aber es dauert so elendig ewig die Beeren mit der Gabel von den Rispen zu pulen und soll die Marmelade dann besonders fein werden, muss man sie durch ein Sieb streichen - danach hab ich jedesmal Blasen an den Händen... :-(

lundi
Ihr verwendet echt

HANDSCHUHE in der Küche? Und dann noch zum Wegwerfen? Da bin ich ja platt. Das würde mir nie in den Sinn kommen. Zum einen aus Umweltgründen - ich versuche, Plastiktüten u.ä. komplett zu meiden. Zum anderen finde ich die Handschuhe einfach eklig. Nach Roter Bete und Schwarzwurzeln benutze ich ganz einfach heißes Wasser, Seife und Bürste und alles geht prima ab. Eigentlich fällt mir gar kein Hausverbot ein. Farbe - wie gesagt. Wenn ich koche, riecht es nun mal danach, das ist doch klar. Kräuter sind in der Tat manchmal mühselig. Rohe Leber schneiden tu ich nicht gerne, aber die 2-3 Mal im Jahr ist das OK. Mit Zwiebeln hab ich kein Problem, die schneide ich täglich, da sie zu fast allem dazugehören.

 

@Rinquinquin Mit Fisch als Grundnahrungsmittel bin ich aufgewachsen. Geschuppt wurde früher immer draußen am Misthaufen bei den Hühnern, heute mach ich das am Komposthaufen. Das hilft dir sicher nicht viel weiter.

tattva
Schwarzwurzeln

Für Schwarzwurzeln hat mir mal ne Marktfrau den Tipp gegeben, die Hände leicht (!) einzuölen. Da muss man zwar beim Schälen etwas vorsichtig sein, aber das hat sehr gut geklappt.

Rinquinquin
Fisch schuppen

@ lundi - Dein Tipp ist gar nicht übel, doch fehlt mir die Lust, im Kalten draussen an der Komposttonne zu arbeiten, so ein schöner Platz ist das nicht.  Und wenn es nicht kalt ist, umschwirren mich die Fliegen.... Am besten, ich kaufe keinen Fisch mehr, der noch geschuppt werden muss. 

 

@ DerkleineTroll: Du hast recht, Granatäpfel zu zerlegen, das ist nicht der Hammer. Ich mag die saftigen Kerne ja gerne, aber lasse Granatäpfel in den Geschäften doch eher liegen. 

crazycook
Nichts kann mich vom Lebensmittelgenuss abhalten

und sei es noch so schwierig, sie zuzubereiten.

Für mich gilt frei nach Sokrates:

Esse oder esse nicht, Du wirst beides bereuen.

Belledejour
Freude auf Granatäpfel

... jedes Jahr aufs Neue, wenn es wieder frische gibt. Gesund sind sie auch noch.. Wir mußten allerdings noch niemals renovieren ;-)

All die Dinge kommen mir bekannt vor, trotzdem benutze ich Gummihandschuhe für die frische rote Bete, denn sie schmeckt einfach besser als die vakuum verpackte.

Schwarzwurzeln haben bei uns allerdings auch Seltensheitswert, und wenn es die dann mal gibt, hat man auch am nächten Tag noch etwas davon.

Zwiebeln schäle ich immer mit Brille, dann muss man nicht soviel heulen. Da mein Geruchssinn gelitten hat, rieche ich sie auch nicht. Geht also auch.

Fisch lasse ich mir vom Fischhändler immer schuppen, kostet nichts mehr.

Na ja, und für die Kräuterzupferei ist mein Mann zuständig. So hält sich einiges an unbeliebten Hausarbeiten in Grenzen.

Am nervigsten finde ich immer die eigene Ravioliherstellung. Bis man alles fertig hat,ist man doch schon fast verhungert. Daher gibts die bei uns selten. Immer nur dann, wenn ich mal wieder ein neues Rezept ausprobieren möchte.

 

@cystits

Für Johannisbeeren gibt's einen alten Trick: einfach  mit einer Gabel von den Rispen ziehen. Klappt wunderbar.

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