Horrido und auf zur Hagebuttenjagd!

„Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm, es hat vor lauter Purpur ein Mäntlein um. Sagt, wer mag das Männlein sein, das da steht im Wald allein?“

Horrido und auf zur Hagebuttenjagd!
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küchengötter Redaktion

Dieses Männlein mit dem purpurroten Mantel kennen wir alle: die Hagebutte. Das Volkslied „Männlein im Walde“ von Hoffmann von Fallersleben aus dem Jahr 1843 haben wohl die meisten schon in Kindheitstagen gesungen. Dass es sich aber auf die Hagebutte bezieht, war dem ein oder andern vielleicht gar nicht bewusst. Dabei verrät das Lied uns sogar, wo man suchen muss, wenn man sich auf Hagebuttenjagd macht. Die roten Früchtchen, eigentlich nur Scheinfrüchte verschiedener Wildrosenarten, wachsen nämlich am liebsten an Wald- und Wegrändern. Und das Sammeln der Hagebutten lohnt sich allemal. Sie eignen sich nämlich nicht nur wunderbar als farbenprächtige Dekoration, sondern auch, um der Herbstküche einen aromatischen Farbtupfer zu verpassen. Der Geschmack ist dabei leicht erdig bis säuerlich und gekocht erinnert das Aroma der Hagebutte ein bisschen an Tomate. Jetzt ab September ist die beste Zeit, um die roten Früchte zu sammeln. Ob sie schon reif sind, erkennt man daran, dass sie sich leicht vom Stängel lösen lassen. Damit Ihr dann auch wisst, wie Ihr Eure gesammelte Ausbeute richtig zubereitet und was Ihr alles daraus zaubern könnt, haben wir für Euch drei Rezepte zusammengestellt, mit denen Ihr die Hagebutte in Eure Herbstküche holt. 

 

Unsere herbstlichen Hagebutten-Highlights:

Zum Einstieg präsentieren wir Euch ein einfaches Grundrezept für Hagebuttenmus. Hier landen die Früchtchen einfach zusammen mit Zucker im Topf und heraus kommt ein vielseitiges Mark, das jedes Dessert aufpeppt, einen feinen Brotaufstrich abgibt, aber auch neben Wild und Käse für eine fruchtige Note sorgt. Ein bisschen Zeit muss hier jedoch eingeplant werden, da die Hagebutten über Nacht in Wein ziehen müssen. 

 

Wer es lieber schärfer mag, kann sich aus seiner Ausbeute diesen Hagebuttensenf mit Wildkräutern zubereiten. Die Früchte sorgen bei diesem raffinierten Senf für den feinen fruchtigen Geschmack. Pur zu würzigem Käse und kurz gebratenem Fleisch ist er sehr zu empfehlen. Durch seine orangene Färbung sorgt er auf jedem Tisch zusätzlich für herbstliche Stimmung. 

 

Zusammen mit Apfelschalen können Hagebutten aber auch getrocknet werden, um dann als eigener Apfeltee den trüben Herbstblues zu vertreiben. Falls keine Zeit oder kein Wald da ist, um die Hagebutten selbst zu sammeln, man aber trotzdem in den Genuss der Früchte kommen möchte, können diese auch getrocknet in der Apotheke gekauft werden. 

 

So, liebe Küchengötter, bei so vielen Möglichkeiten die aromatischen kleinen roten Früchtchen zuzubereiten, sind wir schon ganz gespannt, auf welche Art und Weise die Hagebutte in Eurer Herbstküche für das gewisse Etwas sorgt. Damit Ihr gleich loslegen könnt, zieht Euch schon einmal die Gummistiefel an, denn wir gehen in den Wald auf Hagebuttenjagd. Und alle: Ein Männlein steht im Walde ...

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nika
Senf

Da ich momentan gerne Senf herstelle werde ich mich über den Hagebuttensenf hermachen. Am Grundstücksrand - in der Wallhecke - haben sich die Röschen angesiedelt und die Hagebutten leuchten schon herüber. Allerdings werde ich nicht mit Senfmehl arbeiten sondern mit Senfsaat, die ich frisch mahle. Den Begriff Ackersenfsaat kenne ich nicht, da muss Tante Google zu Rate gezogen werden. 

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