ICH KOSTE... Burritos

Ich geb Dir "Two and a half men", Du gibst mir Pokemon. Du gibst mir Bundesliga, ich Dir All-Time-Elf. Und bist Du krank, kriegst Du Burrito. Ja, Männer sind komisch.

ICH KOSTE... Burritos
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Kommentare
Sebastian Dickhaut

Kinder brauchen uns Eltern, um mit dem Ernst des Lebens zurechtzukommen. Würden wir nicht auf Elternabende gehen, ihnen ordentliche Schuhe kaufen oder sie mit in richtige Restaurants nehmen, wer weiß wo sie enden würden. Wahrscheinlich bei McDonald's, schuleschwänzend mit offenen Turnschuhen. So wie wir früher.

 

Eltern brauchen aber auch ihre Kinder. Würden Sie nicht mit uns in die neuesten Disney- bis Pixar-Filme gehen, sich unsere alte Strickjacke ausleihen und uns im neuesten Fast-Food-Lokal zahlen lassen, wer weiß wo wir landen würden. Vielleicht mit einer Pizza beim Tatort auf dem Sofa. In unserer alten Strickjacke.

 

Vom Geben und Nehmen zwischen Vätern und Söhnen


Zwischen mir und meinen Söhnen (ja, das ist bisher noch die korrekte Reihenfolge) herrscht Geben und Nehmen. Sie haben mich die Sagenhaftigkeit von Pokemons erkenne lassen, ich sie den Witz amerikanischer Männerserien. Wobei - ohne den Ältesten würde ich die neuesten gar nicht kennen. Und ohne den Jüngsten wäre ich wohl nie in ein Lokal geraten, dessen Wände mit Fanschals tapeziert sind und auf dessen Kunstrasendecke die All-Time-Elf des deutschen Fußballs verewigt ist, während man auf Stadionsitzen und Fensterbankhockern gleichzeitig Bundesligakonferenz und Topspiel guckt. Er erklärt mir, wer da alles im Fernsehen spielt, ich sag ihm, wer da an der Decke hängt.

 

Aus diesem natürlich bewegten Verhältnis des Gebens und Nehmens heraus haben wir letztens den Burrito entdeckt. Das Kind war krank, vor der Tür hat ein grellgrünroter Laden aufgemacht, in dem es die "Eselchen" gab, so die deutsche Übersetzung für... ja was eigentlich? Ich kannte die Dinger nur vom Hörensehen, weil ich die Texmexküche meide, allem "im Original ist die wirklich toll" zum Trotz - denn das sagen sie beim Griechen und Inder auch immer, ohne zu verraten, wie ich den unzähligen Kopien aus dem Weg gehen kann.

 

Aber wenn das Kind krank ist, tut man sein Bestes, damit es besser wird. Und "da draußen gibt's jetzt Burritos" kam nicht schlecht an bei jemandem, der kulinarisch durchaus neugierig ist, Würstchen und Leberkäs eher fad findet, Sushi wie Dürüm aber zu seinen Lieblingsessen zählt.

 

Wenn die Gegensätze sich aufweichen

 

Und zu dieser Fraktion der gewickelten Kontraste (warm und kühl, roh und gekocht, weich und knusprig) gehört der Burrito ja durchaus. Na ja, wobei die Gegensätze sich schnell aufweichen, wenn Reis, Ragout, Bohnen und Salsa in den Weizentortilla gewickelt werden - das ist dann bald alles lauwarm und fließend, so dass man ganz schön aufpassen bis üben muss, um das Aufessen runterfallfrei zu überstehen.

 

Aber mei, das Leben ist hart genug und die meisten Burger sind noch viel lauweicher, und ich kann mir vorstellen, dass die richtige Mischung und Menge an guten Zutaten durchaus ein klein wenig süchtig machen kann, so wie ich es von guten Hot Dogs kenne. Denn in diesem Laden waren mir das Innendrin und Drumherum dann doch ein bisschen zu lieblos kaufmännisch. Schauen wir also mal weiter - und wenn Ihr einen guten Tipp oder eine tolle Erfahrung in Eurer oder meiner Nähe habt oder auch ganz weit weg, vielleicht sogar in Texmexien, dann freuen wir uns alle. Väter wie Söhne.

 

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Bettina Müller
Texmex

Mit mexikanischer Küche kann mich (bisher) auch nicht wirklich anlocken. Und dass es in München inzwischen schon mehrere Burrito-Läden gibt, habe ich bisher auch noch gar nicht wahrgenommen gehabt. Vielleicht einfach ausgeblendet?

 

Zu Recht? Wirklich begeistert hat dich deiner ja jetzt auch nicht, lieber Sebastian. Oder lag das jetzt wirklich nur an den Zutaten? Was genau war denn drauf? Bevor ich mich an einen Burrito wage, möchte ich doch noch gerne ein paar Empfehlungen einholen, was kann und was muss. :-)

Sebastian Dickhaut
Mein Burrito und ich!

Tja, Bettina, da hab ich mich ein bisschen drumrumgedrückt, weil irgendwie fand ich es recht gleich. Also es gab so eine Art Pulled Pork (Ketzer nennen es auch verkochte Schweinefleischfasern) und Ähnliches mit Rind sowie Hühnerragout, dazu einmal schwarze und einmal braune Bohnen, schließlich Salsa, da habe ich einfach die erste genommen mit Avocado, weil mich diese Wählerei immer überfordert. Bin nicht so der Buffet-Typ.

 

Achso, ich hatte einmal Schwein mit schwarzen Bohnen und Rind mit braunen. Und nebenan den saubersten Dönerimbiss mit dem besten Dürüm bisher entdeckt.

muffinqueen
Tacos

Also ich liebe TexMex seit ich im "Tacos" in Erlangen war. Der Laden ist super! Zu große Auswahl an Füllungen und Dips verwirren mich anfangs auch immer. Aber Burritos, Tacos, Quesadillas etc. sind einfach nur super:) Ich liebe den Koriander, den sie in Erlangen auf Nachfrage zum Schluss noch darüber streuen. Zuhause mache ich gerne diesen TexMex-Salat: http://www.kuechengoetter.de/rezepte/Salate/Tex-Mex-Schichtsalat-6482.html

Bettina Müller
Nachholbedarf

Ich musste gerade noch einmal nachschauen, was der Unterschied zwischen Burritos, Tacos und Quesadillas ist. Mein Nachholbedarf scheint größer zu sein als gedacht. :-) Da ist in der nächsten Zeit eindeutig ein Besuch beim Mexikaner fällig.

Sebastian Dickhaut
Warm werden mit 'Burritos...

...stell ich mir eh schwierig vor, @sunnysunday . Ich war beim gemächlichen Füllen ähnlich nervös wie in der Espressobar, wenn der Barista plötzlich beim Zapfen verschwindet und meine Crema auch, während ich ihr traurig von der anderen Seite des Trtesens dabei zusehe. Aber in Texmexien wird das schon warm sein oder gar angenehm kühlen.

 

Bettina Müller
Ach du meine Güte

@sunnysunday: Ich merke schon, da müsste ich einiges probieren. Aber der Frühstücks-Burrito wird wohl nicht dabei sein, so, wie du ihn hier empfiehlst. ;-) (Als Müsli, wirklich?!). Ein Pupusa macht mich jetzt tatsächlich auch am meisten an. Wo bekomme ich den denn hier jetzt her?

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