Ich will eine Nudel sein!

Ich auch! Mir geht′s genauso! Ebenso ... Derzeit will gefühlt alles, was unsere Küchenvorräte so zu bieten haben, Nudel sein. Ein Ausflug in unbekannte Pasta-Welten.

Ich will eine Nudel sein!
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küchengötter Redaktion

Liebe Küchengötter, es ist höchste Zeit für eine kulinarische Denkpause. Ein Innehalten vor dem großen ″Töpfefüllen″ oder: Es ist einfach an der Zeit zu fragen: ″Warum will denn derzeit alles Nudel sein″? Nicht, dass wir uns vom genießerischen Standpunkt aus beschweren würden, oh nein. Ganz im Gegenteil. Wir freuen uns über die neue Vielfalt bei der Nudelwahl – so viele neue Möglichkeiten, so viele neue Aromen, Saucen, Rezepte, die nötig werden. Wunderbar!

 

Aber woher kommt der aktuelle Hype um die Nudel? Schon beim Niederschreiben der Frage wird uns bewusst, dass wir diese ganz sicher nicht gesellschaftskritisch und politisch korrekt beantworten können. Wir antworten mit der für Küchengötter ganz typischen Genuss-Einstellung: ″Eindeutig. Weil Pasta einfach toll ist, Nudeln glücklich machen und ... @Bella Italia: Mille Grazie für diesen tollen Import!″ Und weil die Nudel überall so gut ankommt, dachten sich Gemüse, Soja, Linsen & Co. höchstwahrscheinlich: ″Das können wir auch!″

 

Das ″Warum?″ wird also offen bleiben, aber in den folgenden Zeilen werden wir unser Bestes tun, Euch ein paar der neuen ″Hipster″ vorzustellen. Los geht′s mit den populären Gemüse-Nudeln, die ruckzuck im Spiralschneider zugeschnippelt sind und gemeinsam mit einer leckeren Sauce zum gesunden Low Carb-Hit auf dem Teller werden.

 

Rote Bete, Rettich, Gurke? Sogar Kartoffeln, Möhren und Zucchini haben das Zeug zur Gemüse-Nudel. Wie lecker das Ganze wird, liegt ganz sicher auch immer in der Hand des Koches, denn je besser die Sauce, je schmackhafter die Beilagen und je feiner auch die Nudeln selbst gewürzt sind, desto umwerfender wird die ganze Sache schmecken. Da sind wir definitiv dabei und ein passendes Rezept haben wir auch hier schon für Euch: Gemüsenudeln mit Ziegenkäsesoße.

 

Die Soja-Spaghetti fristet da ein noch eher unbekannteres Dasein, wird aus Sojabohnen hergestellt und schmeckt richtig kombiniert und zubereitet sicherlich gut. Sojanudeln sind in der Regel glutenfrei, eifrei und milchfrei und haben rund 50 % weniger Kohlehydrate als ″normale″ Nudeln. Ein Versuch wäre es also definitiv wert!

 

Mit der Konjak-Nudel spielen und kochen wir schon in einer ganz anderen Liga. Sie ist bekannt, begehrt und derzeit in aller Munde. Sie besteht aus Konjak-Mehl, hierzu wird die Konjak-Wurzel gemahlen und das Ergebnis ist eine völlig fettfreie, kalorienarme Low Carb-Königin, die nun zwar nicht unbedingt so appetitlich aussieht, aber hier gilt dann wahrscheinlich das Prinzip ″Gewusst wie″!

 

Die Konjak-Nudel ist – zumindest in den Asia-Läden – auch unter dem Namen Shirataki-Nudel bekannt. Da sieht sie dann auch ein wenig anders aus, meist zusammengerollt und gut ″verschnürt″ wie ein Päckchen. Das passende und obendrein köstlich aussehende Rezept haben wir an dieser Stelle auch für Euch: Shirataki-Nudeln mit Thunfisch.

 

Die nächste ″neue″ Nudel im Bunde ist die japanische Sobanudel, die aus Buchweizen hergestellt wird. Die relativ dünnen, grau-braunen Nudeln können sowohl warm als auch kalt genossen werden und stellen oft die Basis für japanische Gerichte dar. Oder eben die Beilage. Die Soba ist allen Asia-Fans sicher schon wohlbekannt. Das Tolle an Buchweizen ist: Es schmeckt wie Getreide, ist aber keines! Alle gluten-empfindlichen Nudel-Liebhaber können also aufatmen.

 

Eine schöne Anekdote am Rande: Die Sobanudel wird in Japan traditionell zum Jahreswechsel serviert und auch bei anderen einschneidenden Veränderungen im Leben gehört sie immer auf den Tisch. Wir werden bei der nächsten Trennung, Umzug etc. daran denken! Und dann freudestrahlend dieses Rezept für Süßscharfe Buchweizennudeln zubereiten.

 

Sehr neu, sehr trendy und dabei noch unglaublich gesund und nährstoffreich sind die aus unterschiedlichen, proteinreichen Hülsenfrüchten & Co. hergestellten Nudeln. Mit von der Partie sind da die Rote Linsen-Nudeln, die Kichererbsen-Nudeln und die Mungobohnen-Nudeln.

 

Neben der Tatsache, dass sie wirklich gesund sind, viel weniger Kohlenhydrate beinhalten als ″normale″ Nudeln (was für uns aber ehrlich gesagt eine eher untergeordnete Rolle spielt), sehen diese kleinen Trendsetter sehr hübsch aus und bringen je nach Sorte rote, grüne oder eher gelbliche Akzente auf den Teller. Ein wenig Eigengeschmack bringen sie ersten Informationen nach wohl mit, aber nicht zu viel. Die Neulinge lassen sich super kombinieren mit Saucen, Beilagen und allem, was Euer Küchengötter-Herz begehrt.

 

Hier heißt es ausprobieren! Und das werden wir uns nicht nehmen lassen – wer ist dabei?

 

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