Klein, aber oho: Küchenhelfer to go

Küchenhelfer für die Hosentasche? Wir haben uns ein paar Apps für die Küche etwas genauer angeschaut.

Klein, aber oho: Küchenhelfer to go
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küchengötter Redaktion

In Zeiten von Smartphone, Tablet & Co. ist es nichts neues mehr, dass wir täglich Apps nutzen. Wir verpassen keine Eilmeldungen mehr, mit ein paar Klicks wissen wir, wann die nächste S-Bahn fährt und ein Taxi haben wir schon seit langem nicht mehr ohne Touchscreen bestellt.

 

Doch auch die Küche haben die Apps schon längst erobert. Aber welche Apps sind eigentlich nur Spielerei und welche wirklich eine tolle Hilfe im Küchenalltag?

 

Da hätten wir beispielsweise die zahlreichen Eieruhr-Apps, die versprechen, mit ihnen das perfekte Frühstücksei zu kochen (was anscheinend gar nicht so leicht ist, wenn man sieht wie sich der neue Tatort-Kommissar Tschiller dabei angestellt hat). Braucht man sie wirklich, oder tut es eine einfache Eieruhr nicht auch?

 

Interessanter wird es dann schon, wenn man mit Hilfe einer App das perfekte Steak braten soll: Fleischdicke abmessen, gewünschte Garstufe auswählen und los geht’s. Die App „Steak Master“ gibt genau vor, wann das Fleisch in der Pfanne gewendet werden soll und wie lang die Ruhepause in Alufolie dauert. Die Küchengötter-Redaktion hat’s getestet und ist begeistert. Die perfekte App für alle, die sich bisher noch nicht an Steak getraut haben.

 

Auch praktisch: mobile Saisonkalender. In Zeiten von Erdbeerüberfluss im Winter und Tomaten als Dauerinventar der Gemüseabteilung tut es wirklich gut, ab und zu wieder einen Blick in einen Saisonkalender zu werfen und zu sehen, was gerade wirklich bei uns wächst und welche Produkte nur importiert sind. Unser Liebling: Die  „Erntefrisch“-App  mit praktischer Unterteilung in „importiert“ und „heimisch“.

 

Wer sein Einkaufsverhalten nicht nur bei Obst und Gemüse kontrollieren will, kann auch bei Fisch überprüfen, ob dieser wirklich im Einkaufskorb landen sollte oder nicht. Der  „WWF-Fischratgeber“  unterteilt alle Fische mit Hilfe einer simplen Ampel in „Gute Wahl“, „Zweite Wahl“ oder „Lieber nicht“ und erklärt und bewertet in kurzen Info-Texten, wie die Fische gezüchtet bzw. gefangen werden.

 

Und auch bei der nächsten und letzten App, die wir Euch vorstellen wollen, geht’s um Kontrolle: um Kühlschrank-Kontrolle. „Freshbox“ soll helfen, keine Lebensmittel oder Gerichte in den Untiefen des Kühlschranks oder Tiefkühlers zu vergessen. Man trägt das entsprechende Produkt in die App ein, sagt wie lange es noch haltbar ist und kann sich dann von der App erinnern lassen, bevor es schlecht wird. Das Prinzip ist simpel. Fragt sich nur noch, ob man es wirklich durchhält, die Lebensmittel immer in die App einzutragen. Noch einen Schritt weiter geht die App „Don’t waste Food – Kühlschrank“: Über einen Barcode-Scanner kann man seine Einkäufe dem virtuellen App-Kühlschrank hinzufügen und hat immer Überblick, was man zu Hause hat, wie lange es noch hält und was unbedingt wieder auf der Einkaufsliste landen soll – die es natürlich auch gleich mit in der App gibt. Klingt recht praktisch, oder?

 

So, liebe Küchengötter, das war es schon mit unserem kleinen Überblick. Und nun seid Ihr gefragt: Nutzt Ihr selber solche Küchenhelfer-Apps? Wir sind gespannt auf Eure Erfahrungen.

 

 

Die vorgestellten Küchenhelfer-Apps im Überblick:

 „Steak Master“ im App Store

„Erntefrisch“ im App Store

„WWF-Fischratgeber“ im App Store und im Google Play Store

„Fresh Box“ im App Store

„Don’t waste Food – Kühlschrank“ im Google Play Store

 

 

 

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Kochmamsell
Ich weiß nicht mal, was ne App ist:-))

Ich habe weder ein I-phone noch ein Smartphone noch ein Tablet, sondern nur ein gaaaanz normales Handy, einen PC und ein Notebook und vermisse nix, bin noch nicht mal bei Facebook. Vielleicht bin ich schon zu alt für solche Spielereien. Oder  auch zu altmodisch. Das kommt mir alles zu kompliziert vor.

muffinfee
Vielen Dank!!!

Bei Fisch stehe ich immer wieder zweifelnd davor...

dann steht da groß was von "nachhaltig gefangen" etc und wenn man das Kleingedruckt liest kommt das Produkt aus einer Aquakultur in Asien.

Vielleicht kann mir WWF dabei helfen die richtigen Entscheidungen bzgl Fisch zu treffen und ich muss nicht mehr stundenlang vor dem Kauf überlegen!

Rinquinquin
Heute ist es hier so lustig - schon wieder eine Satire

Da starte ich also zum Einkaufen. Vor dem Supermarkt gucke ich erst mal in der App nach, was noch in meinem Kühlschrank ist. Konnte ich zuhause ja nicht machen, mein Gedächtnis kann solche Unwichtigkeiten nicht behalten und es soll nichts umkommen.  

 

Als erstes komme ich zur Gemüseabteilung und muss dann wirklich per App prüfen, was gerade bei uns draussen wächst. Ich schalte die App wieder ab - ach, was war das? Wo kommen nochmal die Radieschen her? Aus Italien? Gestrichen, da nicht heimisch. Aber jetzt mal ehrlich: wissen wirklich so viele nicht mehr, welches Obst und Gemüse zu welcher Jahreszeit gehört? Wie unsäglich traurig. 

 

Als nächstes ist der Fischstand dran, ich lasse erst mal 10 Kunden vor, denn bis ich im WWF Fischratgeber (nicht "Frisch", Ihr Lieben, obwohl der Fisch schon frisch sein sollte), also bis ich nachgelesen habe, welcher Fisch gekauft werden darf, das dauert. Greenpeace empfiehlt sowieso nur Afrikanischen Wels und Karpfen, beides gibt es nicht am Stand. 

 

Ach nein, ich nehme doch lieber Steak, denn mithilfe des Steak Masters kann nichts mehr schief gehen. Nur nicht mal eigene Erfahrungen machen, beim Braten hingucken und etwas denken und auch mal die Uhr beobachten. Drum warten viele wohl lieber, bis eine App rauskommt, die das Steak beobachtet und mit Klingelton meldet, wann es so ist, wie es sein soll. Davon abgesehen ist das Wort Steak ein sehr weitläufiger Begriff und da kann schon allein vom Fleischstück her einiges schiefgehen. Was nützt mir ein perfekt rosa gebratenes "Steak", das sich absolut weigert, von den Zähnen verarbeitet zu werden.

 

Natürlich nutze ich Apps. Zum Einkaufen den Notizzettel, auf dem ich zuhause sofort notiere, wenn was zu Ende ist. Das finde ich sehr praktisch, da ich früher oft meinen Einkaufszettel zuhause liegen gelassen habe. 

 

küchengötter
Fischratgeber

Hallo Rinquinquin,

 

wird haben den Fehler nun korrigiert. Die App heißt natürlich Fischratgber. 

Bettina Müller
Küchenhelfer-Apps

Für mich als Smartphone-Nutzerin ist es immer wieder spannend, welche Apps auf den Markt kommen und vor allem, welche in den App Stores dann auch am besten laufen. Die Steak Master-App gehört beispielsweise schon seit einer gefühlten Ewigkeit zu den meist verkauften Apps im Bereich Essen und Trinken - der Bedarf scheint also dazu sein. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass mein Mann des Hauses über sie sogar zum Kochen gekommen ist. Inzwischen bereitet er unsere Steaks auch ohne die App zu und ist in der Küche komplett für die Fleischzubereitung zuständig. Ein tolle Entwicklung finde ich. App sei Dank. (Welches Fleisch dabei auf den Tisch kommt, ist dann ja noch mal ein weiteres Thema. Viele Grüße an dieser Stelle an meinen Bio-Fleischhändler.)

 

Dass leider tatsächlich viele nicht mehr wissen, welches Obst und Gemüse gerade Saison hat, kann man doch fast täglich beobachten. Da es alles im Überfluss gibt, fällt es halt niemanden mehr auf, dass Paprika, Zucchini, Auberginen, Erdbeeren & Co. keine Saison haben, während draußen noch der Schnee fällt. Ein Blick in den Saisonkalender - egal ob App oder nicht - kann doch manchmal ganz schön erden.

Eier-App?

Wer braucht eine Eier-App, Til Schweiger? :))

Rinquinquin
Ah, wie schön!

Ein ganz normaler Timer tut's auch: Wasser kochend, kleine Eier 6 min, mittlere 6.30, sehr grosse 7 min. Wachsweich. Harte Eier dürfen etwas länger drin bleiben. Und wenn es dann doch nicht richtig war, erhöht man nächstes Mal die Zeit um eine Winzigkeit. Ich weiss gar nicht, wieso heutzutage das Eierkochen schon bei vielen zum Problem wird. 

Stimme Kochmamsell zu

Hallo,

ich muss Kochmamsell zustimmen. Mir reicht auch mein Lapstop und mein stinknormales Handy zu.

 

 

 

 

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