Lasst die Götterspeise fliegen

1. 12. 2007: Die Küchengötter sind im Netz gelandet. Gräfe und Unzer lädt die Koch-Community dazu ein, gemeinsam die besten Rezepte zwischen Himmel und Erde zu schaffen.

Lasst die Götterspeise fliegen
3
Kommentare
Sebastian Dickhaut

 Hier fliegen gleich die Götter aus der Speise – Schnappschuss von der 1. Küchenboten-Kochparty im August

Wie soll man eigentlich seine Gäste begrüßen, wenn man „Küchengötter” heißt? „Willkommen im Kochparadies”? Klingt doch arg nach Küchenstudio. „Hallelujah und Grüß Gott?” Na ja. Am besten stellen wir uns erst mal selbst vor: Nicole Stich, über das Foodbloggen zum Büchermachen gekommen, und Sebastian Dickhaut, bei dem es genau umgekehrt ist. Straßennachbarn im Münchner Ausgehviertel Haidhausen und ab heute zusammen Eure Gastgeber auf www.küchengötter.de.

Was soll das nun werden hier? „Werden” ist schon mal ein gutes Stichwort, denn im Moment ist es noch ein Neubau. Der hat zwar schon eine eingerichtete Wohnküche und deren Kühlschrank ist fürs erste gut gefüllt mit rund 8 000 Rezepten von Gräfe und Unzer (Freunde dürfen GU sagen). Aber der Mensch kocht nicht nach Büchern allein. Wahre Lustköchinnen und Neugierköche sammeln, probieren und erfinden ständig weiter und reden gerne drüber. Und es werden immer mehr. Ja genau - wir glauben das einfach nicht, dass alle nur noch Unsinn essen und Kochshows bloß gucken statt auch in die Küche zu gehen. Wir sind uns sogar ziemlich sicher, dass die meisten von Euch ihre Küche richtig gern haben. Auf solche Küchengötter haben wir gewartet, für sie soll das hier eine Heimat werden.

Wie funktioniert das? Nun, es gibt drei Bereiche in unserem „Wohnküchenheim zur fliegenden Götterspeise”. Der größte heißt „Rezepte”. Den Treibstoff dafür liefern all die guten Sachen von „Basic Cooking” bis zum „Backen für die Familie” plus jeweils den aktuellen Neuerscheinungen – alles aus der großen GU-Küche. Diese Rezepte können alle von Euch ausprobiert, bewertet und kommentiert werden. Und als eingetragene Küchengötter könnt ihr sie sammeln – und selbst welche dazu erfinden.

Wie werde ich zum Küchengott? Wer sich hier einmal anmeldet, bekommt gleich den Schlüssel zur eigenen Wohnküche mit persönlichem Kochbuch und Direktanschluss an den Freundeskreis der Küchengötter plus der Lizenz zum Selbermachen. Denn jeder kann hier sein eigenes Süppchen kochen und dann allen sein Lieblingsrezept vorsetzen – pur und gut oder ergänzt durch Texte, Fotos und später auch Videos. Was natürlich wiederum ausprobiert, bewertet, kommentiert und gesammelt werden kann – in der Community, dem zweiten großen Bereich bei küchengötter.de.

Und was ist jetzt „Der Küchenbote”?  Das ist unser Blog hier mit immer wieder neuen Geschichten aus der Küchengötterwelt zum Reinlesen, Anschauen und Mitmachen. Mal sind wir ganz praktisch und geben ein Anleitung zum Glücklichwerden durch 80-Grad-Garen, mal gehen wir weiter und versuchen uns an Last-Minute-Plätzchen vor laufender Kamera. Und dann lassen wir auch andere machen, etwa unsere Gastblogger aus der weiten Foodwelt oder den Zwei-Sterne-Koch, der ein Spezialist für Weihnachtsgänse ist.

Und sonst? Servieren einem passend dazu die Warenkunde, die Küchenpraxis-Videos und die Rezeptsuche, was beim Kauf der Gans zählt, wie man sie richtig vorbereitet und was sonst noch alles mit Gänsen geht; das funktioniert natürlich auch bei allen anderen Zutaten, Rezepten, Gerichten. Dann wäre da noch Küchengötter-TV mit seinen Berichten vom Kochen und Essen der Küchenboten – aktuell läuft da „Der Adventskalendertest”. Und es geht weiter: Ab dem 16. Dezember gibt’s hier ein schickes Forum, ab Januar könnt ihr auch selbst Filme hochladen undundund. Dazu geben wir natürlich noch rechtzeitig Bescheid.

Wer macht das denn alles? Der GRÄFE UND UNZER Verlag hat küchengötter.de per Musenkuss zum Leben erweckt und gibt dem Portal mit Rezepten und Knowhow die Basis. Beate Muschler hat dabei die Web-Fäden in der Hand, woraus gemeinsam mit Tanja Dusy, Maike Damm sowie der übrigen Redaktion der Küchenhimmel geknüpft wurde. Dafür, dass unsere Ideen auch Wirklichkeit werden (und manche lieber nicht), sorgt die Agentur artundweise mit hanseatischer Gründlichkeit wie Gelassenheit. Mastermind ist Sascha Lobo von der Zentralen Intelligenz Agentur in Berlin, der sich auch den schönen Namen für unsere Seite ausgedacht hat. „Küchenmaschine” hätten wir aber auch gut gefunden.

Und jetzt seid Ihr dran, liebe Küchengötter. Wir freuen uns, dass Ihr da seid und wünschen Euch viel Freude beim Entdecken und Einrichten hier. Und dann: Lasst die Götterspeisen fliegen.

Nicky und Sebastian

P.S.: Wie gesagt, wir sind noch ein Neubau – Beta-Version sagen sie im Internet dazu. Das heißt, dass zum einen immer noch was dazu kommt – das Forum, noch mehr Warenkunde, Küchenpraxis und Community-Funktionen; zum anderen kann es auch an manchen Stellen noch haken. Gebt uns einfach Bescheid. Gerne auch dann, wenn Euch was besonders gut gefällt.

P.P.S.: Große Fans von vielen Gewinnspielen sind wir nicht. Lieber bieten wir was, das man nicht kaufen kann: ein Küchengötterwochenende für Zwei im Almdorf Seinerzeit. Wer sich bis zum 24. Dezember bei uns als Küchengott anmeldet, ist auf jeden Fall bei der Verlosung dabei.

 

 

 

aldie
kochen backen singen lässt sich nicht erzwingen !!

Nachdem ich erstmals versucht habe die Rezepte alle zu lesen, habe ich teilweise lange überlegt ob ich dazu etwas schreiben soll, -- ich werde es nicht tun – nicht weil ich meckern möchte, sondern weil meine Höflickeit es mir verbietet. Es geben sich eine unzählige Menge Hobbyköche/innen viel Mühe möglichst viele Rezepte zu sammeln und als Buch zu veröffentlichen ( meistens wird eine geringe Kleinigkeit geändert damit ein Vergleich zum Ursprung abgewiesen werden kann) jedoch wird durch Abänderung meistens aus einer guten Sache, eine Schlechte. Sicherlich hat jeder seine eigenen Vorstellungen und seine eigenen Hausrezepte ( wenn überhaupt ) jedoch am sichersten sind die Dinge die man selbst mit Erfolg ausprobiert und hergestellt hat. In manchen Kochsendungen im Fernsehen kann man oft Experimente erleben dass einem die Haare zu Berge stehen ( wenn noch welche vorhanden sind ), vor Allem wenn Lebensmittel zusammengebracht werden die überhaupt nicht zusammen passen ( und dann wird der Unfug auch noch gelobt ). Man soll alles nicht so tierisch ernst nehmen -- ( besonders nicht beim Kochen und Backen ) -- denn es bleiben ja keine Beweise ( vieles wird gegessen oder weggeworfen

aldie
Ein --- Muss -- ???

Neues ausdenken ist sicherlich gut und notwendig damit nicht alles auf einer Stelle stehen bleibt, aber es ist kein -- Muss --. Die Formulierung - Muss – ist irgendwann vor längerer Zeit einmal benutzt worden und wandert heute in allen Köpfen herum. Jeder sollte selbst ( unbeeinflusst ) entscheiden was für ihn sinnvoll ist, aber die heutige Werbung und deren Spezialisten versuchen mit allen Mitteln ( ist auch verständlich denn sie müssen ja verkaufen ) ihre Ware unter die Leute zu bringen. Leider ist es auch in Kreisen der Sterneköche heute üblich die versteckte Werbung anzupreisen obwohl sie innerlich sich dagegen wehren ( nicht alle ). Nur ein Beispiel : Das Geschirr und die Werkzeuge müssen unters Volk, kann man verstehen, aber das ein wunderbares Stück Fleisch bei der Zubereitung mit einer solchen Menge von Gewürzen und Kräutern bearbeitet werden muss dass der Fleischgeschmack kaum noch zu erkennen ist, erscheint mir fraglich ( es sei denn, das Fleisch war so minderwertig ). Ich lasse mir jedenfalls von niemandem vorschreiben ob ich nun eine bestimmte Speise essen – muss- oder nicht oder ob ich ein Museum oder Kirche besichtigen – muss – oder nicht. Auch in der Politik ist das gleiche Problem, nur dort heißt es nicht – muss – sondern - die Bürger wollen –, nur mich hat noch nie ein Politiker gefragt ob ich will ( sicherlich bin ich rückständig ) In diesem Sinne M.f.G.- aldie-

Aphrodite
Gar nichts MUSS.

@aldie, Du seltener und schon lange nicht mehr dagewesener Gast. Ich lese Deine Ausführungen erst jetzt und habe mir kürzlich erst überlegt, seit wann es dieses MUSS beim Kochen überhaupt gibt und wer wann die Deutungshoheit übernommen hat und welcher Zweck dahinter steht. Nach den Promi-Friseuren kamen die Promi-Köche. Und wer hat eigentlich den Begriff "Hobbykoch" geprägt? Dieses Relikt aus dem letzten Jahrhundert? Oder anders herum, was sind dann Profiköche, die genauso im Kreis ihrer Familie oder Freunde kochen? Immer mit großem Besteck? Wohl kaum. Dieses Schwarz und Weiß ist auch der Selbstverständlichkeit vom Kochen nicht zuträglich. Ich bin jedenfalls gerne in meiner Küche und liebe den Austausch hier. Mal sehen, was draus wird - aus dieser Küchenmaschine hier. Küchengötter hat jedenfalls was.

Noch nicht eingeloggt?

Hier könnte dein Kommentar stehen :-)

Anzeige
Anzeige
Login