Pudding zweimal anders

Er ist einer DER Klassiker, heiß geliebt von Jung und Alt. Aber einfach nur Vanillepudding finden wir langweilig. Deshalb stellen wir Euch heute zwei Pudding-Exoten vor.

Pudding zweimal anders
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Kommentare
küchengötter Redaktion

Der Pudding und die Zaubersamen

 

In unseren Top-5-Community-Rezepten im März hatte der Chia-Pudding von Salome bereits einen Platz belegt. Es ist also Zeit, diese exotischen Samen, denen geradezu Wunderkräfte nachgesagt werden, einmal genauer zu betrachte. Ursprünglich stammt der Samen aus Mexiko, gehört zur Gattung des Salbeis und soll schon für die Mayas und Azteken sowohl Grundnahrungsmittel als auch Heilmittel gewesen sein. Kein Wunder, denn die Inhaltsstoffe der kleinen Chia-Samen haben es in sich: Antioxidantien, Eisen, Kalzium, Kalium, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Die kleinen Samen werden als Superfood gefeiert, denn sie sollen lange Energie liefern, die Verdauung anderer Lebensmittel vereinfachen, für eine schöne Haut sorgen und auch noch beim Abnehmen helfen. Chia-Samen vergrößern durch Aufquellen in Wasser ihr Volumen um das 9-1 2fache. Dabei bilden sie eine Art Gel-Schicht und sorgen somit für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl.

 

Besonders interessant sind sie für Veganer. Denn die Samen, die es übrigens im Reformhaus oder im Asia-Laden zu kaufen gibt, können in Gel-Form als Ersatz für Puddingpulver, Eiklar oder Gelantine verwendet werden. Außerdem können die gemahlenen Samen als Chia-Mehl bei einer Glutenunverträglichkeit konventionelles Mehl ersetzen. Oder man streut sie einfach roh über Salate oder ins Müsli. Es scheint als gäbe es nichts, was dieses Superfood nicht kann. Vor allem die lange Haltbarkeit der Chia-Samen ist ein Pluspunkt. Mehrere Jahre kann man sie aufbewahren, ohne dass sie an Nährstoffgehalt, Geruch oder Geschmack verlieren. Chia-Samen sind also eine wahre Wunderwaffe. 

 

Zum Rezept für Chia-Pudding mit Macadamia

 

Theoretisch lässt sich jede Flüssigkeit durch Chia-Samen in einen Pudding verwandeln. Der Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt. Übrigens: Wer die Optik und Konsistenz der aufgequollenen Samen nicht mag, kann sie vor der Weiterverarbeitung mahlen und dann wie gewohnt verwenden. Chia-Samen: zu Recht ein Superfood.

 

 

Wie aus der Kugel Pudding wird: Sago

 

Sago ist ein Bindemittel, das aus granulierter Stärke gewonnen wird. Die geschmacksneutralen Kügelchen werden auch Perlsago genannt. Zu unterscheiden ist zwischen echtem Sago, dessen Stärke aus dem Mark der Sagopalme stammt und unechtem Sago, dessen Stärkequellen andere Pflanzen, wie z.B. Kartoffeln oder Maniok sind. Ebenfalls aus Maniok gewonnen wird Tapioka. Tapioka sind auch Stärkekügelchen, die ähnlich wie Sago verwendet werden können und die meisten als Zutat im Bubbletea kennen. Dieser hatte vor ein paar Jahren einen großen Hype bei uns ausgelöst, aber mittlerweile sind die meisten Bubbletea-Läden wieder von den Straßen verschwunden.

 

Meistens wird Sago zum Binden von Suppen oder Süßspeisen verwendet. Kaufen kann man die Kügelchen im Reformhaus oder im Asia-Laden. Diese Sagokügelchen erinnern im rohen Zustand optisch an Styropor, werden dann aber beim Einweichen weich und transparent. Das Kochen mit diesem Bindemittel kann daher zu Beginn etwas befremdlich sein. Aber es heißt, nicht abschrecken lassen und sich einfach reinstürzen. Sagoperlen sind genau wie Chia-Samen geschmacksneutral und können von daher wunderbar mit anderen Lebensmitteln kombiniert werden. Dem grenzenlosen Experimentieren steht also nichts mehr im Wege. 

 

Zum Rezept für Sagopudding mit bunten Exotensalat 

 

Liebe Küchengötter, wenn Ihr jetzt Lust auf ein bisschen Pudding-Exotik bekommen habt, probiert doch einfach mal die Rezepte aus. Wir freuen uns jetzt schon darauf, von Euren Kochexperimenten und Meinungen zu Chiasamen und Sago zu lesen! Mit welchen exotischen Zutaten zaubert Ihr noch Puddings, Cremes und Co.?

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lundi
Sago

gibt es hier einfach im Supermarkt und auch beim Discounter. Meine Oma hat früher Sago in die Fruchtsuppe (Kirschen, Pflaumen, Beeren, Birnen) getan und das Froscheier genannt, wegen der Optik. Da wurde nichts kalt angesetzt, abgegossen usw. Sago wurde einfach in der Suppe mitgekocht. Styropor ist auch ein komischer Vergleich, so leicht und weich wie Styropor kenne ich Sago nicht, eher als feste, weiße Kügelchen. Reden wir vom Gleichen? Das gab es jedenfalls im Sommer oft, warm oder gut gekühlt, meist noch mit Mehlklütern oder Grießklößchen drin. Das habe ich geliebt. Ich koche heute eher selten Fruchsuppen, aber wenn, dann immer mit Sago und Klößchen. Und meine Kinder lieben es auch.

 

Mit Kokos? Ich bin da so vorbelastet und eingefahren, an den Kokosgedanken und das Einweichen, Abgießen, Spülen usw. muss ich mich erst mental heranpirschen.

küchengötter
Optik

Liebe lundi,

 

bei dem Vergleich geht es nur um die Optik, weil die Sago-Kügelchen auf den ersten Blick wie Styroporkügelchen aussehen. Von der Konsistenz sind sie natürlich ganz anders. :-)

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