Und am Freitag gibt es Pita...

Als waschechte Griechin unter den Küchengöttern hat Redakteurin Marina den direkten Draht zu den Pita-Profis vom Olymp und weiß, wie man Pita richtig rollt.

Und am Freitag gibt es Pita...
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Marina Angelaki

"Machst Du denn Pita für mich," frage ich meine Mutter bei meinem letzen Besuch. "Hm, es ist ziemlich heiß für Pita, vielleicht am Freitag. Aber dann fange ich ganz früh mit dem Teig an." "Gut, ich helfe Dir auch, was machst Du denn für welche?" Meine Mutter überlegt. "Eine mit Spinat und eine mit Schafskäse. Schließlich lohnt es sich nicht, Filo für nur eine Pita zu machen."

 

Die hohe Kunst des Ausrollens - oder: Fertig-Filo als schnelle Variante



Als ich an besagtem Freitag um 9 Uhr aufstehe, ist der Filo-Teig schon fertig. Meine Mutter möchte auch gleich mit dem Ausrollen anfangen. Also nehme ich meinen Kaffee und meinen Fotoapparat und schaue ihr zu. Den Filo-Teig dünn auszurollen, gilt in Griechenland als Kunst. Der Teig muss hauchdünn, fast transparent sein und beim Backen blätterartig aufgehen. Filo heißt auf griechisch Blatt. Meine Oma weiß, dass ich das nicht kann und neckt mich immer damit. Eine ordentliche griechische Hausfrau müsse schließlich Filo machen können!

 

Na wie gut, dass es fertigen Filo-Teig gibt, allerdings eignet sich der handelübliche dünne nur für Desserts wie Galaktobouriko. Für Pita braucht es einen dickeren Filo, den es auch fertig zu kaufen gibt. Meine Freundin hält sich auch nicht mit dem Ausrollen auf. Sie nimmt einfach ihre italienische Nudelmaschine, schwindelt die ganze Verwandschaft an und behauptet, Sie habe kein rundes Blech. Ihre Pita ist nämlich nie rund, sondern eckig. Und ich nehme einfach Blätterteig, wenn ich keinen fertigen Filo bekomme - und lasse keine Griechinnen davon probieren.

 

Das Original gibt's nur in Griechenland



Ausgerollt wird der Filo-Teig mit einem langen dünnen Holzstab. Den Stab, den meine Mutter benutzt, hat ihr mein Opa eigens dafür geschnitzt. Ein Nudelholz, so meine Mutter, eignet sich nicht für Filo-Teig, deshalb gibt es auch grundsätzlich keine Pita, wenn sie mich in Deutschland besucht. Ich schaue meiner Mutter zu, wie sie den Teig portioniert und kleine Bällchen daraus formt. Sie zählt die Bällchen ab, rollt sie handtellergroß aus und bestreicht jedes Teigblatt mit Öl. Dann legt Sie drei Blätter übereinander. Und schon sind wir mittendrin in der Diskussion. "Wie viele Bällchen braucht man für eine Pita?" "Kann man so nicht sagen," meint meine Mutter. "Warum?" "Ich mache die Pita mit neun Filo-Blättern, Deine Tante nimmt nur sechs, andere nehmen 16. Es kommt darauf an."


Und schon bin ich am Verzweifeln. Wenn ich in meine griechischen Verwandten nach Rezepten frage, dann erhalte ich folgende Angaben:
"Nimm für den Teig ein Glas Öl, Wasser und soviel Mehl, dass es ein geschmeidiger Teig wird. Er soll nicht zu weich und nicht zu fest sein." Wenn ich nachfrage, wie viel Mehl das in Gramm bedeutet, zuckt meine Tante mit den Schultern: "Ich weiß doch nicht, wie groß dein Wasserglas ist, oder ob Du eine Teetasse nimmst. Es kommt darauf an, das spürst Du schon."


Ich habe es aufgegeben, Backrezepte aus meiner Familie nachzumachen. Ich brauche einfach genaue Angaben, ein Rezept, an das ich mich halten kann -  und das bekomme ich nie. Vielleicht machen sie das extra so. Es heißt dann immer: "schau' mir zu, dann lernst Du es schon". Also schau' ich zu und genieße im Anschluß Pita, Plätzchen und Brot.

 

Jetzt kommt Füllung in den Filo!



Inzwischen hat meine Mutter neun Teigstücke vor sich, die sie so groß wie eine Untertasse ausgerollt hat. Jetzt streut sie Mehl auf die Arbeitsfläche. In Deutschland hat sie immer griffiges Mehl benutzt, eine Bekannte schwört dagegen auf Dinkelmehl. Mehl für Filo - ein großes Thema. Rasend schnell rollt sie nun den Teig aus. Riesengroß wird er und dünn. Er muss größer als das Blech sein. Nun kommt der Teig auf das Blech. Ich soll ihn mit Öl bepinseln, während meine Mutter den nächsten Filo ausrollt. Meine Mutter verwendet für eine Pita wie gesagt neun Filo-Platten. Jeweils zwei rollt sie etwas dicker aus, diese beiden bilden die untere Schicht und die oberste Schicht. Die mittleren Filo-Teige rollt sie dünner aus. Jede Schicht wird mit Öl bepinselt.



Auf den dritten Filo kommt die Füllung, das ist wieder mein Part. Ich streiche etwas Füllung dünn aus und schon steht meine Mutter mit dem nächsten Filo neben mir und legt ihn auf die Füllung: Drei Filo, Füllung, Filo, Füllung, zwei Filo, Füllung, drei Filo, fertig ist die Pita. Meine Mutter schneidet die Pita schon mal vor, damit Sie im Ofen schön aufgeht, und besprenkelt sie noch mit etwas Wasser. Nun kommt sie für eine halbe Stunde in den Ofen. Die zweite Pita ist dran. Und es ist schon fast Mittag.


Pita - mit Spinat, Kürbis oder Milch



Es gibt viele unterschiedlich Pitasorten. In der Gegend, aus der meine Eltern stammen, kommt zwischen den Filoteigen noch Füllung. In anderen Gegenden besteht eine Pita aus 16 Filo-Blättern: Acht Blätter unter der Füllung und die restlichen darüber. Wieder andere streichen in jedes Filo-Blatt Füllung und rollen diese zu langen Strängen. Die Pita sieht dann aus wie eine Schnecke und wird "strifti" genannt. Als meine inzwischen hochbetagte Oma noch selbst Pita gemacht hat, hat Sie die Filo-Teige, die zwischen die Füllung kommen, in Ihrem Ofen vorgebacken. Das macht meine Mutter nicht mehr und bedauert das hohe Alter meiner Oma, das sie vom Backen abhält. Ihre Pita hat sie nämlich immer sehr gerne gegessen.



Nächste Woche fliege ich wieder nach Griechenland, und freue mich auf die Pita. Vielleicht bekomme ich ja diesmal das Rezept und bringe es mit. Meine Lieblings-Pita ist übrigens die Pita mit Wildkräutern und die Milch-Pita, die meine Mutter nur noch sehr selten macht, außerdem noch die süße Kürbis-Pita meiner Tante und natürlich Spinat-Pita in allen Formen.



Pitarezepte gibt es übrigens auch hier auf Küchengötter:

Griechische Käsepastete
Spinatpastete mit Mandeln
Blätterteigpasteten mit Spinat

Und am Freitag gibt es Pita...
Und am Freitag gibt es Pita...
Und am Freitag gibt es Pita...
Und am Freitag gibt es Pita...
Aphrodite
Griechischer Zauberstab, oder wissen wie es richtig geht.

Das ist ja interessant. Wenn ich es richtig sehe, dann kann ich mit dem Holzstab den Teig aufrollen, rollen und besser in Form ziehen. Tolle Technik! So ein Rundholz muss ich mir auch unbedingt noch zulegen. Das wird dann ein spannender Selbstversuch: Backen nach Bildern!

Als Rezept-Vorlage verwende ich Eliza's Strudelteig.

@Marina, dieser Beitrag war eine schöne Idee: Learning by doing für alle, die keine Mama oder Oma haben, die das aus dem FF können.

Was für ein herrlicher Bericht!

Hallo Marina, Du beschreibst so perfekt das Küchenleben mit Mamas und Omas - so richtig genaue Angaben habe ich da auch noch nie bekommen, weil man das einfach alles so im Gefühl hat, hörte ich immer. "Schau nur einfach zu, dann kannst Du das auch". Ich stelle solche Züge manchmal auch schon bei mir selbst fest. Kürzlich wollte mein Sohn ein Rezept für Linseneintopf haben, Schritt für Schritt und mit genauen Zeit- und Maßangaben. Da wird es dann für mich natürlich schwierig, weil ich das halt nach Gefühl koche. Ich erklärte ihm am Telefon die Grundlagen, und dann habe ich ihm eine große Portion Pragmatismus beim Kochen empfohlen. Siehe da, der Linseneintopf ist ihm bestens gelungen und er war mächtig stolz!

 

Der Filoteig interessiert mich wirklich ganz arg. Ich habe schon im Internet gelesen und hier im Forum die Frage gestellt, aber von nirgendwoher eine richtige Antwort für die genauen Maßangaben erhalten und immer wieder den Hinweis, daß man den Teig kaufen kann. Das möchte ich aber nicht. Ich kann nur vermuten, daß der Teig unserem Strudelteig sehr ähnlich sein muß. Vielleicht kannst Du Deine Mama bei Deinem nächsten Besuch ja überreden, die Zutaten vor der Zubereitung kurz abzuwiegen ;-) Das wäre toll!

 

Bis Du wieder aus Griechenland zurück bist, versuche ich schon mal eine Pita nach Deinen tollen Angaben aus diesem Bericht, mit Strudelteig zwar, aber das könnte sich ja vielleicht ändern ;-)

 

Liebe Grüße und eine schöne Zeit in Griechenland, Eliza

 

 

 

 

 

kakadu
"Genaue Ungefährangaben" für Pitateig

Auch ich hatte schon die Gelegenheit bei der Meisterin des Pitabackens zuzuschauen und natürlich vom Ergebnis zu schmausen, hmmmmmmm... :-)

Mit meinen Notizen als Grundlage hab ichs dann auch mal selbst probiert und zumindest mal die Menge an Mehl nachgewogen. Aber ich sags Euch, das Auswellen ist die hohe Kunst! Schmecken tuts allerdings auch, wenn der Teig etwas zu fest oder zu dick gerät: also nicht zu schüchtern, backt einfach mal drauf los und benutzt als grobe Startrichtung für den Teig:

450 Gramm Mehl

1 TL Essig

1 TL Olivenöl

1/2 Pck Trockenhefe

Wasser (Menge je nach Wasserglas ;-) )

Salz (vielleicht 1 TL ?! )

Die Menge dürfte dann reichen für eine Springform (so um die 28cm :-) ) und eine Füllung aus 3 Eiern, 400 Gramm Feta und 1 Lauchstange (Lauch zuvor klein schneiden und etwas dünsten).

Viel Spass beim Testen und Schlemmen, Karin

Marina Angelaki
der Teig

Hallo Kakadu, ich glaube, das kommt dem Teig meiner Mutter sehr nahe. Liebe Eliza, damit kannst Du es probieren und unbedingt berichten. Meine Mutter verwendet auch Hefe im Teig - sie nimmt allerdings frische Hefe und sie schwört auf Instant-Mehl oder griffiges Mehl, da dieses Mehl das Ausrollen erleichtert. In meiner "Rezeptekiste" habe ich noch folgende Notiz für Filo-Teig gefunden: 500 g Mehl, 2 EL Öl, 1 EL Essig, Salz, 2 TL Backpulver, 1 Tasse lauwarmes Wasser. Ich habe diesen Teig noch nie ausprobiert und weiß auch nicht mehr von wem das Rezept stammt. Wer sich rantraut - gerne. Ich bin auf Berichte gespannt.

Und liebe Eliza, nächstes Mal messe ich die Zutaten ab.

 

Und am Freitag gibt es Pita ...

Ich muß ganz einfach schmunzeln, denn der Filo-Teig ist scheinbar ein wirkliches Geheimnis. Aber, liebe Marina und liebe kakadu, die Zutaten Eurer beiden Rezepte stimmen richtig gut überein, bis auf die Hefe und das Backpulver, aber Backtriebmittel sind das ja alle beide ;-) also paßt auch das. Jetzt müssten wir nur noch wissen, wie viele ml in die Tasse oder das Wasserglas passen – aber ich glaube, daß ich das ganz einfach so ausprobiere, jawohl, das kriegen wir hin! Am Wochenende gibt´s Pita! Liebe Grüße an Euch beide, Eliza

Aphrodite
Da surren ja die Drähte heiß.

Also, der Teig soll ja nicht das Problem sein. Das Ausrollen ist die Kunst (Theorie, Theorie!). Aber dazu muss man erst ein Mal den richtigen Teig haben - äußerst interessant! Nach meiner Bauchlandung heute würde ich Backpulver nehmen. Hefe traue ich ansonsten allerhand zu. Freitag ist ein guter Pita-Tag! Ich habe mir zwar eine Schnitzeljagd (im Wald - nicht das Fleisch!) vorgenommen. Aber Pitateig rollen wäre dann mein abendfüllendes Programm!

auchwas
Urlaubsfeeling und was für heimische Küchen

Ich schließe mich  @Eliza an, ein großartiger Bericht, danke liebe

Marina Angelaki

Was mir sehr gefällt ist, die Tradition, das Heimatliche  und das Urlaubsfeeling.

Ja und, dass wir jetzt hier eine neue Herausforderung haben Pitateig zu machen.  Nicht so einfach, da gibt es viele Faktoren:

Backpulver oder Hefe

das richtig Mehl

das richtige Holz zum Ausrollen

überhaupt die Zutaten, die Zeiten der Ruhephase für den Teig.

Warten wir auf das "Mitbrinsel"  in Form eines Rezeptes von Marina Agelaki aus Griechenland und hoffen, dass sie dieses geheime Wissen "der Pita" aus der Familie uns vorstellen kann. Ich wünsche Marina Agelaki einen genußreichen und schönen Urlaub in Griechenland. Ach ja, da werden  bei mir Urlaubserinnerung wach und diese Pitas so göttlich und erst nach altem Familienrezept...........................

 

karlchen
Mein erster selbst gemachter Filoteig
Und am Freitag gibt es Pita...  

Heute Mittag gab es bei mir griechische Pita mit Spinat, Feta und gerösteten Pinienkernen gefüllt. Nachdem ich diesen sehr interessanten Beitrag gelesen habe, hatte ich das gleich fest auf meinen Plan gesetzt. Gestern habe ich dafür einen Holzstab mit einer Länge von 45 cm und einem Durchmesser von 25 mm gedrechselt und fein geschliffen. Für den Teig habe ich nach einigem Probieren folgende Zutaten verwendet:

350 g Weizenmahl Typ 405

150 g Rogggenmehl Typ 1150

220 ml lauwarmes Wasser

2 TL Trockenhefe

1/2 TL Salz

1 EL Essig

2 EL Olivenöl

Den Teig habe ich zu einer Kugel geformt und abgedeckt etwa 20 bis 30 Minuten ruhen lassen, während ich die Füllung vorbereitet habe. Den Teig habe ich dann in sechs etwas größere und drei etwas kleinere Stücke aufgeteilt, so wie es Marinas Mutter macht. Das Ausrollen mit dem langen dünnen Holzstab funktionierte wirklich gut. Im Gegensatz zu fertig gekauftem Filoteig der sehr leicht reißt und oft sogar schon gerissen in der Packung ist, war dieser selbst gemachte Filoteig wesentlich geschmeidiger und ließ sich besser verarbeiten. Als die erste Lage dünn genug war, habe ich den Teig mit dem Holzstab aufgerollt und über der Springform wieder abgerollt, dann mit Öl bestrichen und noch zwei weitere Lagen darauf gesetzt. Ich habe eine Springform mit einem Durchmesser von 28 cm benutzt und leider war meine Füllung (600 Gramm Spinat, 150 Gramm Feta, 75 Gramm geröstete Pinienkerne) zu wenig, um in zwei Hälften aufgeteilt zu werden. Deshalb habe ich die eigentlich geplanten drei Lagen Filoteig in der Mitte weg gelassen und gleich mit den drei noch übrigen größeren Teigstücken den "Deckel" für die Pita gemacht. Ich habe den Tipp von Marinas Mutter befolgt und den Deckel gleich mit einem scharfen Messer vorgeschnitten. Diesen Deckel habe ich dann mit einem mit etwas Wasser verqirlten Eigelb bestrichen und die Pita bei 220 Grad im Backofen 25 Minuten gebacken. Die Pita habe ich warm aus dem Ofen genossen, sie schmeckt einfach göttlich. Jetzt ist also noch etwas Filoteig übrig und der liegt in einem Gefrierbeutel verpackt im Kühlschrank. Mal sehen, was daraus noch wird.

karlchen
Von innen...
Und am Freitag gibt es Pita...  

sah meine Pita so aus:

Aphrodite
Das trifft sich ja gut.

@Karlchen, ich habe mein Rundholz aus dem Baumarkt 25 mm Durchmesser, Buche und den Stab etwas eingekürzt. Und dann brauche ich mich ja nur noch an Dich dran zu hängen. Was hat Dich dazu bewogen Weizen- und Roggenmehl zu mischen? - Meinem Teig fehlt die Geschmeidigkeit! - Wasser lässt sich auch noch später unterkneten. ... mal sehen wie es wird.

karlchen
@Aphrodite

Ich hatte die Rezepte von Marina Angelaki und kakadu beide ausgedruckt und bin damit in die Küche gegangen. Irgendwie hatte ich den Text vom Beitrag noch im Hinterkopf. Eigentlich wollte ich griffiges Mehl oder Spätzlemehl nehmen, aber das hatte ich nicht da. Dann meinte ich mich zu erinnern, daß im Beitrag etwas stand von einer Bekannten, die auf Roggenmehl schwören würde. Deshalb habe ich als Kompromis eine Mischung aus Weizenmehl und Roggenmehl genommen. Jetzt sehe ich, daß die Bekannte nicht auf Roggenmehl, sondern auf Dinkelmehl schwört, das hätte ich auch da gehabt. Wie auch immer, mein Teig ist so wie ich ihn gemacht habe sehr schön geschmeidig geworden und ließ sich problemlos dünn ausrollen, ohne daß eer gebrochen wäre. er ließ sich viel besser verarbeiten als der gekaufte Filoteig der immer extrem trocken ist. Allerdings habe ich Essig, Öl und Wasser nur nach und nach zugegeben, weil ich ja noch nicht wußte, wieviel ich davon brauchen werden. Dadurch habe ich den Teig öfter geknetet und vielleicht ist er deshalb geschmeidig geworden. Meiner Meinung nach bringt das Öl am meisten Geschmeidigkeit. Die Wassermenge kann je nach Mehlart und Konsistenz unterschiedlich sein. Ich hatte zuerst die Hefe in 50 ml lauwarmem Wasser aufgelöst, dann nochmal 150 ml dazu gegeben und später noch nach und nach mit einem Meßlöffel weitere 20 ml. Noch 10 ml mehr wäre auch ok gewesen, aber dann wäre der Teig wohl zu naß geworden.

Aphrodite
Mein Roggenmehl ist sehr gefräßig.
Und am Freitag gibt es Pita...  

@Karlchen, griffiges Mehl hatte ich auch nicht. Und bevor ich Dinkel gelesen hatte, war das Roggenmehl schon in der Schüssel. Frag' mich nicht, wie viel ich geknetet und wie viel Wasser ich zugegeben habe. Ich fand den Teig ziemlich schwer und verspreche mir von einer anderen Mehlsorte, dass der Teig weit geschmeidiger wird und sich dann so dünn wie auf den Bildern ausrollen lässt. Mein Teig erinnerte mich an Nudelteig. Mit dem Rundholz bekommt man aber unproblematisch den Teig genauso dünn ausgewalzt, wie mit der Maschine.

Aphrodite
Nächstes Mal mit Anschneiden...
Und am Freitag gibt es Pita...  

... bevor die Pita in den Ofen kommt! Und mit dem Roggenmehl ist die Haube, die ich aus drei Lagen geschichtet habe sehr knusprig geworden und bräunte auch schnell durch - mehr als 190 Grad habe ich mich nicht getraut. An der Reispapier-Optik des Teiges arbeite ich noch :)

Voilà, hier ist sie, die Pita
Und am Freitag gibt es Pita...  

nach Marina´s Mama mit neun Filo Blättern! Wunderbar hat das alles geschmeckt und der Teig, der eigentlich genau die gleichen Zutaten und Mengen hat wie mein Strudelteig, nur die Hefe und etwas Essig kommen noch dazu, geht sehr schön auf, läßt sich allerdings nicht so schön ausziehen, er reißt ein, aber es ist ja Filo-Teig, der bitte nur gerollt werden will.

Mein nächster Filo-Teig wird daher mein Strudelteig sein, ja ......, da bin ich mir sicher! LG, Eliza

Marina Angelaki
Liebe eifrige Küchengötter

jetzt komme ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Hoffentlich schaut meine Mutter hier nicht rein, sonst darf ich die Pita bald selbst rollen :-). Ihr seid wirklich Küchenhelden. @karlchen: Für die Reste habe ich noch einen Tipp: Den Teig mit Feta-Käse und wahlweise Kräuter zusammenkneten und im Ofen mitbacken. Schmeckt warm am besten.

Jetzt übe ich mal in Griechenland Teig rollen.

 

 

Aphrodite
Rollen!
Und am Freitag gibt es Pita...  

Da ich Teig nicht so gut ziehen kann, werde ich ihn zukünftig rollen. Das geht auch bis papierdünn. Und dann dachte ich, den Teig bekomme ich so dünn gerollt nie von der Tischplatte. Rollt man weiter und über die Teigränder hinaus, springt der Rand auf und legt sich um das Holz. Hier als süße Variante aus drei Lagen, mit Pudding und Heidelbeeren gefüllt und 160 Grad Umluft 15 min. gebacken. 

karlchen
Filoteig-Resteverwertung
Und am Freitag gibt es Pita...  

@Marina Angelaki-Ich habe Deinen Tipp leider zu spät gelesen, trotzdem danke ich Dir dafür. Bei mir war allerdings etwa ein Drittel des Teiges übrig und das reichte für eine kleine Springform mit 20 cm Durchmesser und für zweimal zwei Teiglagen. Ich habe im Rezeptarchiv nach Rezepten mit Filoteig gesucht und dort das Rezept "Couscous-Pastilla" gemacht. Der im Kühlschrank aufbewahrte Teig ließ sich ganauso gut verarbeiten wie der frisch gemachte. Diesmal habe ich die Oberfläche nicht mit verquirltem Ei eingestrichen, sondern ebenfalls mit Öl. Durch das Roggenmehl im Teig gibt das dann eine beige Oberfläche.

auchwas
Pita, ich mußte es auch probieren
Und am Freitag gibt es Pita...  

Nach den Teigangaben von @kakadu und einem Rundholz Marke "Eigenbau".

habe ich meinen 1. Versuch gestartet, in Sachen "Pita". Zwar nicht am Freitag, doch am Samstag ging es los. Ich habe nur die Hälfte der Teigmasse zubereitet. Wollte für meine erste Pita nicht gleich eine große Menge machen. Der Teig mit Hefe von @kakadu war was mir gefiel, Hefeteig mag ich gerne in der Bearbeitung, doch den Pitateig rollen, das ist ne Kunst. Alleine die Übung mit dem neuen Holz, war nicht so einfach für mich.

Die Füllung hatte ich mir mit etwas Hackfleisch und Lauch und Kartoffeln ausgedacht auch eine Art Resteverwertung.

Also ich habe nur 6 Teigplatten aus dem Teig gerollt (Fitness 1 Tag weniger).

Eine Größe von  22 cm für die Pita gewählt und gebacken.  Sie war knusprig, lecker, lies sich gut schneiden, nicht so toll aufgegangen wie ich mir das gewünscht hatte, doch das Einschneiden vorher hätte ich mir sparen können.

Fazit: Ich muss noch üben, denn ich möchte diesen superknusprigen flattrigen Teig haben.

Aphrodite
Rosinen in Pfefferminztee.

@Karlchen, ein schönes Rezept hast Du Dir ausgesucht. Pfefferminztee werde ich aus frischen Zweigen brühen und bin schon sehr gespannt. Aus der großen Platte, die ich noch übrig habe, mache ich sechs. Das ist dann einmal eine kleine Probier-Portion, nur um zu sehen, wie Rosinen in Pfefferminztee schmecken :) 

Aphrodite
Ich war so stolz auf meinen Pitateig...

 

 

... und dachte auch, ich hätte das Maß an nicht zu fest und nicht zu weich getroffen. Schmeckt prima, geht auch schön auf. Ich hatte zwei Teigplatten aufeinandergelegt, vorher eine mit Öl bestrichen und dann fleißig ausgerollt. Der Teig war schön elastisch und ließ sich auch ziehen. Doch dieser Teig zieht sich fast von selbst. So etwas habe ich noch nie gesehen. Einen großen ovalen Esstisch habe ich noch, den ich zweckentfremden könnte :)

 

 

Aphrodite
...

 

 

 

Aphrodite
Ich war so stolz auf meinen Pitateig...

... und dachte auch, ich hätte das Maß an nicht zu fest und nicht zu weich getroffen. Schmeckt prima, geht auch schön auf. Ich hatte zwei Teigplatten aufeinandergelegt, vorher eine mit Öl bestrichen und dann fleißig ausgerollt. Der Teig war schön elastisch und ließ sich auch ziehen. Doch dieser Teig zieht sich fast von selbst. So etwas habe ich noch nie gesehen. Einen großen ovalen Esstisch habe ich noch, den ich zweckentfremden könnte :)

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