Der Link zum Sonntag: Mit Stumpf und Stiel genießen

Warum landen Kohlrabiblätter, Blumenkohlstrunk & Co. eigentlich immer im Müll und nicht auf unserem Teller?

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küchengötter Redaktion

„Nose to tail“ - der Vorsatz, das komplette Tier zu verarbeiten und nicht immer nur zu den vermeintlich besten Stücken zu greifen, ist nicht neu und immer mehr auf dem Vormarsch. Aber warum beschränkt sich dieser Ansatz bisher meist nur auf Fleisch? Höchste Zeit, auch bei Obst und Gemüse umzudenken und zu prüfen, welche der Teile, die sonst im Müll oder auf dem Kompost landen, auch weiter verwendet wenden können.

 

 

Gutes Beispiel: In unserem Rezept für Radieschen-Curry landen neben den Knollen auch die feinen Wurzeln und Blätter auf dem Teller. Und im „METRO Genussblog“ ist gerade ein Beitrag erschienen, der wunderbare Anregungen gibt, wie der Strunk vom Brokkoli oder Blumenkohl, die Blätter des Kohlrabis oder sogar Kartoffelschalen weiter verwendet können.

 

Hier regt der „METRO Genussblog“ zum Umdenken bei der Gemüseverarbeitung an

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Gaston
Gemüse putzen

Ich bliebe dabei und putze mein Gemüse. Je nach Herkunft weiß man nicht, wie stark z.B. die Blätter vom Blumenkohl belastet sind. Und der Strunk ist bei vielen Gemüsen schlicht zu hart. Der Gemüseabfall landet auf dem Komposthaufen. Daraus wächst dann wieder nach einiger Zeit neues Gemüse.

Belledejour
Unsere Gemüseabfälle

verarbeiten wir immer für einen guten eigenen Gemüsefond und frieren ihn ein.

Unser Gemüse haben wir meistens vom Bauern unseres Vertrauens.

Aphrodite
Leidenschaftliche Resteesser

Wenn ich in der Küche das Messer schwinge, gibt es Szenenapplaus. Unser Meerschweinchen darf im Winter, wenn es bitter kalt ist, in die Wohnung. Hoch oben thront es auf der Galerie. Und wenn ich anfange unten in der Küche Salat und Paprika zu verarbeiten, pfeifft es dazu. Ansonsten halte ich mich mit holzigen Strünken auch nicht auf. Landet alles auf dem Kompost. Kürbiskerne habe ich mal versucht selbst zu rösten. Das war mehr Schale als alles andere. Zu Grünzeug habe ich jetzt auch nicht so die Beziehung wie zu Tieren.

Und zum Thema Nachhaltigkeit: Da hätte ich gerne mal von METRO erfahren, was dort in Richtung Abfallvermeidung bei Obst und Gemüse getan wird. Wenn dort Fortschritte erzielt werden, knabbere ich gerne knackige Kartoffelchips aus Kartoffelschalen. Aber dazu müssten sie mir erst einmal sagen, woher die Kartoffeln kommen und ob die Kartoffelschalen nicht mit Keimhemmern und ähnlichem behandelt wurden. Jeden Bären lasse ich mir auch nicht aufbinden.

 

Teures Bio-Gemüse ganzheitlich zu verwerten, hat dann wieder eine ganz andere Dimension/Qualität. Da geht es um gute Inhaltsstoffe, die man nicht einfach wegwerfen sollte. Gemüse, das nicht belastet ist und deshalb auch seinen Preis hat.

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