Die Anbau-Frage

Tomatenpflanzen, Beerensträucher, Kirschbäume, Kräuterschnecke: Selber Obst und Gemüse anzupflanzen kommt nicht aus der Mode. Was kann man bei den Küchengöttern ernten?

Die Anbau-Frage
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Kommentare
Bettina Müller

Liebe Küchengötter, ich habe es bestimmt schon an der ein oder anderen Stelle erwähnt: Ich habe nicht den grünsten Daumen. Mein ohnehin schon sehr ausgeprägtes Talent, Pflanzen nicht das zu geben, was sie wirklich brauchen, wird durch meine beiden Kater zu Hause noch gerne verstärkt. Deshalb wird mein kleiner Balkon auch nur von einem extrem robusten Buchsbäumchen und Blumen, die ich gar nicht erst einpflanze, sondern theoretisch jederzeit austauschen kann, geschmückt.

 

In unseren Mittagspausen gibt es allerdings gerade fast nur ein Thema: Die lieben Pflanzen der Kolleginnen, die sie im Garten oder auf dem Balkon ziehen. Erst letzte Woche verteilte eine Kollegin fleißig Tomatenpflanzen, da sie zur Sicherheit mehr gekauft hatte, und nun doch keinen Platz mehr hatte, da alle so gut gedeihen. Eine andere erzählte stolz, dass Ihre Feuerbohne inzwischen bereits oben beim Balkon der Nachbarn angekommen ist und Tine baut auch fleißig an, kämpft aber gerade mit dem bereits erwähnten Schneckenproblem.

 

Ich sitze während solcher Gespräche immer recht still da und denke an all die Kräuter, die ich schon erfolgreich zu Grabe getragen habe und frage mich, von wem ich diesen vertrockneten Daumen eigentlich geerbt habe. Von meinen Großeltern ganz gewiss nicht. Denke ich an meine Sommerurlaube bei Ihnen zurück, sehe ich mich nur zwischen den prächtigsten Beerensträuchern herumschleichen, um heimlich möglichst viele Stachel-, Him- und Brombeeren zu vernaschen, klettere auf Kirschbäume, pule Erbsen direkt vom Strauch und lese mit leichtem Unmut die heruntergefallenen Äpfel und Pflaumen auf ...

 

Wie sieht es denn bei Euch aus, liebe Küchengötter, welche Köstlichkeiten warten in Euren Gärten oder auf den Balkonen auf Euch? Und wo bekomme ich bitteschön noch einen grünen Daumen her?

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Aphrodite
Düngen und Gießen heißt das Zauberwort.
Die Anbau-Frage  

Und Kübelpflanzen vertragen die Sommerhitze nicht so gut. Der Topfballen kann das Wasser nicht so gut speichern und verwurzelt schnell stark. Die letzten Tage Regen brachten die Schnecken wieder auf den Plan. Ich stelle mich mit Tine in eine Ecke und heule.

 

Ein paar wunderschöne Minigurken konnte ich schon ernten. Doch wer hat sich daran gütlich getan? Ein Trost bleibt: Schnecken meucheln meist nur ein Pflanze nieder und lassen die anderen in Ruhe. Tagetes mögen sie sehr gerne. Die irgendwo weit weg von Gemüse und Kräutern pflanzen.

Bettina Müller
Tagetes

@Aphrodite: Jetzt musste ich kurz nachschauen, wie Tagetes aussehen. Und dann kam der große Aha-Moment. Jetzt weiß ich endlich, warum meine Oma immer so viele davon im Garten hatte - nah bei der Terrasse udn nicht beim Obst und Gemüse. :-)

Tine Putz
@Aphrodite

Du hast Recht, es gibt gute Nachrichten von meiner Schneckenfront! Die Zitronenmelisse erholt sich wieder und wird tatsächlich von den Schleimern in Ruhe gelassen -  Rosmarin, Pfefferminze und Oregano greifen sie eh nicht an - mein armer Borretsch musste aber leider dran glauben.. Und - stimmt, ich hatte ja noch einen pflanzfähigen Basilikum, der ist spurlos verschwunden. Vielleicht sollte ich es nächstes Jahr mit einem Paar Laufenten versuchen, die kann man übrigens jetzt mieten :-)

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