FOODTRENDS 2011: Von Köchen und Tischen

Kochstars streichen Wände und räkeln sich in Wäsche, Foodies eröffnen Edel-Imbisse und kämpfen mit Cupcakes - Nicole Stich und Sebastian Dickhaut über neue Gastro-Wellen.

FOODTRENDS 2011: Von Köchen und Tischen
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küchengötter Redaktion

Cooks for Coocooning

 

Sollen wir schon wieder auf die bösen Starköche schimpfen, die Ihren guten Ruf für Instant-Brühpulver (Herrmann), Industrie-Wurst (Poletto) oder Inkompetenz-Shows (Raue) verschwenden? Nö, weil dann müssten wir wahrscheinlich auch über Schuhbeck granteln, aber das lassen wir dieses Jahr mal und verlassen uns ganz aufs Küchenlatein. Die Cleverköche sind werbetechnisch da schon einen Schritt weiter, nämlich raus aus der Küche und rein in den Wohn- und Schlafbereich. Tim Mälzer gibt jetzt Rezepte für die Wandgestaltung, Stefan Marquart zur Bodenpflege und Sarah Wiener kümmert sich um Bettzeugverschönerung. Fehlt noch das Badezimmer - da freuen wir uns schon auf die Rasiermesserserie „Lafer, Lichter, Schnäuzer” und Schuhbecks neue Selbstbräunungscreme fürs Nachtfitness-Studio mit viel Ingwer und anderen freien Radikalen drin, mit der man schon auch mal einem zu blass geratenen Grillhendl Farbe geben kann.

 

 

Kleine konzentrieren sich

 

Ob Lokal, Laden oder Landwirtschaft - immer mehr Foodies machen mit professioneller Leidenschaft ihr eigenes Ding. Und nicht selten gibt es da eine Allianz zwischen Wirten, Händlern und Herstellern, die sich auf ausgesuchte Produkte konzentrieren - und dabei Nischen und auch mal Schatzhöhlen entdecken. Wie das New-York-verrückte Paar vom Film, das unweit der Redaktion einen Hot-Dog-Laden aufgemacht hat, für den die Wiener und Buns vom Vertrauensmetzger und -bäcker kommen, der Ketchup selbst gekocht wird und jeder sich seinen ganz persönlichen Dog bauen lassen kann. Kaum zu glauben, dass die Idee bisher noch niemand in München hatte. Zwei weitere Food-Trends lassen sich an solchen Orten oft noch entdecken: die Konzentration auf ein Gericht (was in Japan wie bei Fastfoodketten schon immer so war), das besonders gut gemacht wird. Und die Small-Food-Welle - es werden immer mehr kleine Speisen oder Snacks angeboten (auch in großen Restaurants), die rund um die Uhr für Zwischendurch und die Zweitbestellung zu haben sind. Machen die Burgerbrater und Pommesbuden schon lange, klar - aber jetzt wird’s de luxe. In den USA spricht man schon von Haute Dog Boutiquen. Und die kleine Ablösung für die Schwazwälder Kirschtorte steht da auch schon bereit:

 

 

Vom Muffin zum Cupcake zum Pie?

 

Kaum verlangsamt sich der Cupcake-Wahn in USA, will er bei uns Gas geben - so eröffnet in München nun auch der erste Cupcake-Shop. Warum man Muffins unter dicken Schichten unerträglich süßer Buttercreme versteckt und sie dann zu Cupcakes hyped, die man nicht ohne Schmierentheater im Gesicht essen kann, haben wir noch nie verstanden. Schlecht zu essen, schlecht wird einem davon sowieso - bitte, auf diesen Trend hätten wir in unseren Breiten gerne verzichtet. Wir müssen schließlich nicht alles nachmachen… Dann vielleicht lieber auf den nachfolgenden Zug aufspringen: The Pie Train. Foodies aus Übersee raunen jedenfalls schon davon, dass 2011 das Jahr der kleinen (!) Teigtörtchen in warm oder kalt, gefüllt mit süßem oder salzigem aus aller Welt werden könnte. Ja mei, schaun mer mal, ob sie es bis nach München schaffen - denn hier kommt nur das Neue an, was sich anderswo schon länger bewährt hat.

 

 

App your food up

Sicher wird es bald auch ein App geben, mit dem man immer die neuesten Foodtrends in aller Welt im Auge behalten kann - denn Food Apps gelten inzwischen als einer DER Boom-Trends unter den Apps, auch wir arbeiten bereits an neuen Ideen. Vor allem Hilfen beim Einkaufen und Ausgehen sind gefragt, die einem schnell sagen, wo man was bekommt und was das eigentlich genau ist. Und: wo es am günstigsten ist. In den USA werden beim Kauf von Food-Apps bereits Online-Rabattmarken dazu gepackt, die man dann in den gefundenen Läden oder Lokalen einlösen kann. Diese machen auch immer mehr über Twitter, Facebook etc. ganz aktuell auf sich aufmerksam - und locken dabeí selbst mit Schnäppchen exklusiv für ihre Communities. Na dann…

 

Der erste Teil FOODTRENDS 2011: Vom Kaufen und Kochen

 

 

 

 

 

 

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auchwas
Köstlich geschrieben

Wirklich lebendig,  hat richtig gut getan das alles hier mal zu lesen und wie es geschrieben ist das gefällt mir so was von......guuuut..........Und so mitten aus dem Leben und so trendig, ich finde ja die Wandfarbe passt zu unserem "Bullerei" Koch. Was dazuverdient "why not" in dieser teueren Welt. Nur mit Produkten werben die gegen die eigne Überzeugung  gehen oder soll ich schreiben, das was man versucht zu vermitteln wird unglaubwürdig,  da gibt es bei der Bewertung der Köche bei mir glatt nur „So la la“. Kochbücher selbstverständlich zur jederzeit,  da kann es nicht genug geben und da  sollen die Herschafften sich ruhig  austoben und auch dazuverdienen  VLG auchwas.

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