Kochmuffel und Küchenguru auf unbekannter Mission

Vier Tage, die wie ein Monat waren - ein kleiner Hintergrundbericht von der Anti-Kochmuffel-Tour mit Ursula Karven und Sebastian Dickhaut

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Sebastian Dickhaut

„Und wieder die Kobra”. Ich strecke Hals und Rücken und atme tief aus. Oder hätte ich einatmen sollen? So wie mein Nebenmann gerade sehr hörbar? Er trägt Jogginghose und T-Shirt, ich Chinos und Hemd. Er wird mich später mit seiner Kamera ins Visier nehmen, ich werde Radieschencurry kochen. Im Moment aber liegen wir hier alleine unter Frauen auf Yogamatten und suchen den Flow. Über allem schwebt die ruhige Stimme von Ursula Karven: „Ausatmen. Und einatmen.” Sie wird später mein Radieschencurry aus der Pfanne fliegen lassen, mitten hinein in die Fotografenhorde, die das mit einem begeisterten Blitzlicht-Stakkato begleitet: „Nochmal, Ursula, und zu mir schauen dabei!!!”

 

Wir sind im Finale unserer kleinen Deutschland-Tournee, um „Mein Kochbuch für Kochmuffel” vorzustellen. Eine Tour, die nicht weniger abenteuerlich bis belebend war als die Arbeit am Buch selbst, in dem die Schauspielerin und Yoga-Botschafterin sich auf den Weg zum Kochenmögen begeben hat. Runter vom roten Teppich und rein in die Küche, um sich von kleinen Wundern zu großen Erfolgen zu kochen. Ich durfte ihr Guru sein, und sie war ganz die gute Schülerin - inklusive dem eigenen Kopf, in dem sich auch schon mal Widerspruch und Diskussionsgeist regt.

 

Crashkurs in Roter-Teppich-Performance

 

Im Gegenzug erhielt ich dann auf dieser Reise einen Crahskurs in „Roter-Teppich-Performance” - und die größte Nummer kam gleich am ersten Tag beim „Starvisit” bei Burda in Offenburg. Per Limousine ins Foyer, wo Ursula Karven erst mal mit Journalisten und Mitarbeitern Yoga machte (zugleich stellte sie noch ihre DVD „Yoga für 15 Minuten” vor), dann Fototermin auf der Kochbühne, nach dem wir Radieschencurry und Curryfish in der Showküche kochten, anschließendes Kochmuffel-Menü mit den Burda-Chefredakteuren und dann ging’s mit der Limousine weiter zum Intensiv-Starvisit: Interviews im 10-Minuten-Takt, dazwischen immer mal wieder ins Fotostudio und vor die Filmkamera.

 

Kaum war’s vorbei, flogen wir weiter in Richtung Großstadt, wo das Ganze dann noch mal komprimiert geboten wurde. Und während im schicken Private Kitchen Appartment des Hamburger Hotel East die Fotografen brav Schlange standen vorm Herd, stürzte im rockigen Berliner Kitchenclub die Hauptstadtmeute geballt auf uns zu, und nachher kamen noch ein paar Tanzschülerinnen von Detlef D. Soost vom Studio unten drunter zum Essen. In München dann Heimspiel im von den ersten Küchengötterkursen bekannten „Heimspiel”, bei dem ich dann auch mal Zeit fand, mich selbst mit auf die Yogamatte zu legen. Und plötzlich vom Guru zum Schüler wurde.

 

„Kennen Sie den, Frau Karvert?”

 

Vier Tage, die wie ein Monat waren, mit einer Truppe, die auch in stressigen Momenten ihren Spaß hatte. Für den sorgte vor allem Moderator und perfekter Promi-Dinner-Abräumer Jochen Bendel, der beim Journalistenessen schon mal gerne die Fakirmatte oder den Spongebob in sich rausholte. Sehr schön auch der Moment, als wir außer Puste in der DB-Lounge landeten und ein Lachyoga-Trainer „Frau Karvert” seinen Lielbingswitz erzählte, der so alt wie unanständig war. Er bekam trotzdem ein Buch dafür und er ist inzwischen längst nicht der einzige - achten Sie mal auf die Bestsellerlisten.

 

Und jetzt? „Mein Yogabuch für Move-Muffel”, in dem ich erzähle, wie Ursula Karven mich von der Meditationsverweigerung ins Nirwana geführt hat? Warum nicht.

 

Und hier geht's zu den Filmen mit Ursula Karven.

 

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