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Shoppingbummel mit Sternekoch – unterwegs auf dem Großmarkt

Wir gestehen: Wir sind Shopaholics! Vor allem, wenn es um gute Zutaten und Essen geht. Klar, dass wir zu diesem Einkaufsbummel der besonderen Art nicht lange überredet werden mussten ...

Großmarkt München Paletten

Neulich auf dem Münchner Großmarkt: Eine Gruppe müder Foodies steht frierend bei 1 °C um 6 Uhr morgens vor den Toren des größten Großmarkts Deutschlands und bekommt ganz große Augen, als sie erfährt, dass man zu dieser Zeit eigentlich schon zu spät dran ist. – Wie, spät dran? Wir haben es doch so schon kaum geschafft, aus unseren warmen Betten herauszukriechen? – Doch als Langschläfer hat man keine Chance, in den riesigen Hallen des Marktes einzukaufen. Denn dort beginnt das wilde Treiben bereits gegen 3 Uhr morgens! Uff, und nun? Ein Streifzug durch das Gelände lohnt sich trotz der “späten Stunde” allemal. Kommst du mit?

Es ist nicht alltäglich, dass in unserem Postfach eine Einladung zu einem Besuch des Münchner Großmarkts landet. Diese Chance wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Erst recht nicht, da wir dabei von Spitzenkoch Maximilian Moser begleitet werden sollten. Er hat 2014 einen Michelin-Stern für das Restaurant “Aubergine” im Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg erkocht (und seitdem gehalten). Ein Einkaufsbummel in Sternebegleitung? Da schlägt das Herz jedes Hobbykochs gleich etwas schneller, oder? 

Großmarkt München Sternekoch mit Gemüsehändler
Maximilian Moser und Ingo Bähner-Gutekunst sprechen über die Qualität der Ananas

Der Ausflug auf den Großmarkt war übrigens auch für den Sternekoch nichts Alltägliches. Denn den übernimmt normalerweise der Gemüsehändler seines Vertrauens, Ingo Bähner-Gutekunst, für ihn. Die beiden telefonieren täglich miteinander. Ingo berichtet, welche Obst- und Gemüsesorten tagesaktuell besonders zu empfehlen sind (oder eben nicht mehr). Die Karte des Restaurants wird dementsprechend angepasst. Ein aktuelles Problem, das sich bei unserem Besuch bereits abzeichnete: Der Spargel und die ersten deutschen Erdbeeren sollen am Muttertagswochenende knapp werden – für Anfang Mai ist es viel zu kalt. Seine tägliche Bestellung gibt der Küchenchef übrigens bis 23:00 Uhr ab, die Ware wird am nächsten Tag bis 07:00 Uhr geliefert. Während wir noch schlafen, tobt im Großmarkt das Leben.

Großmarkt München Cedro
So sieht eine Cedro von innen aus

Und was durften wir auf dem Markt nun entdecken? Ingo zeigte uns, warum es sich bei Ananas lohnt, etwas tiefer in die Tasche zu greifen und reif gepflückte Flugananas statt unreif geernteter Früchte zu kaufen. Dieser betörende Duft aus bereits einem Meter Entfernung, und dann erst ihr zuckersüßes Aroma! Und auch der Geschmackstest verschiedener Cherrytomaten bewies einmal mehr, dass Tomaten Sonne statt Gewächshäuser benötigen, um nicht nur nach “rotem Wasser” zu schmecken. Wir durften auch Exoten, die wir bisher noch nicht auf dem Teller liegen hatten, entdecken und probieren: Kennst du schon Cedrizitronen, auch Cedro genannt? Diese extragroßen, italienischen Zitronen können im Gegensatz zu ihren kleinen Verwandten komplett, also inklusiver weißer Schicht und Schale, gegessen werden und haben uns mit ihrem milden Zitrusgeschmack begeistert. Hauchdünn aufgeschnitten, serviert zu gegrilltem Fisch oder Büffelmozzarella – ein Sommertraum!

Während wir nun noch etwas Schlaf nachholen, kannst du dich jetzt durch unsere Bildergalerie klicken und entdecken, was wir sonst noch auf dem Großmarkt München erlebt haben.

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