Wünsch’ Dir was: Ofengetrocknete Tomaten

Wiegt man Aufwand und Ergebnis miteinander ab, dann sind ofengetrocknete Tomaten aus dem heimischen Ofen kaum zu überbieten. Prädikat: Unbedingt ausprobieren!

Wünsch’ Dir was: Ofengetrocknete Tomaten
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Nicole Stich

Erst kürzlich stand meine Freundin Anja vor meinem Kühlschrank und fragte mich entsetzt, wie ich nur mit diesem kleinen Kühlschrank auskommen würde. Nein, einfach ist es wirklich nicht. Ok, er hat die normale Größe und wahrscheinlich lebt die Mehrheit der Haushalte da draußen mit einem ähnlich großen (kleinen) Kühlschrank, aber wenn man so gerne und viel kocht wie ich das nun mal praktiziere, dann sind schon besondere Stapeltechniken gefragt. Und klare Prioritäten, was man einfach immer im Kühlschrank haben muß. Ofengetrocknete Tomaten stehen da ganz oben auf meiner Liste – ein großes Weck-Glas davon steht eigentlich immer im obersten Fach!

Wer es schafft, ein Messer in die Hand zu nehmen und kleine Tomaten zu halbieren, der hat die Lizenz zum Zaubern – anders läßt sich kaum beschreiben, welchen fantastischen Geschmack ein paar Stunden Ofentrocknen aus simplen Cocktail-, Cherry oder Dattel-Tomaten - gerne auch mal in gelb oder orange - hervorbringt (natürlich lassen sich auch reguläre Tomaten trocknen, hier kann man vorher die Kerne entfernen). Gewürzt mit nicht mehr als ein wenig Meersalz, wahlweise Knoblauch und/oder Kräutern, zergehen diese kleinen geschrumpelten Früchte nach ihrer sanften Ofentour auf der Zunge und haben so gar nichts gemein mit den im Handel erhältlichen getrockneten Tomaten, die oft an versalzene Schuhsohlen erinnern. Ganz zu schweigen von dem unvergleichlichen Aroma, dass sich während des Trocknens in der Küche ausbreitet.

Und da es immer noch einige Zeitgenossen gibt, die diese Tomaten nicht ausprobiert haben - auch in unserer Redaktion – hier nun eine unzweideutige Aufforderung: Nachmachen! Ausprobieren! Sofort! Den Nachbarn zum Probieren anbieten! Der besten Freundin ein kleines Gläschen dieser Antipasti schenken! Der Aufwand ist so gering, die Ohs! und Ahs! dafür umso lauter.

Die Verwendungsmöglichkeiten sind vielfältig, sie machen sich toll auf jedem Antipasti-Teller, adeln einen Caprese-Salat und verfeinern eine Gemüse-Quiche, ein schnelles Pasta-Gericht und natürlich die unterschiedlichsten Sandwiches. Ein rotes Pesto daraus schmeckt himmlisch! Mit reichlich Olivenöl bedeckt halten sich die Tomaten im Kühlschrank gut eine Woche. Nur ja nicht vergessen, rechtzeitig für Nachschub zu sorgen…

 

Zum Rezept »

 

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