Wünsch' Dir was - Weihnachtliches Clementinengelee

Wer denkt, nur die Sommermonate seien zum Marmeladekochen geeignet, der irrt. Zur Winterzeit locken Zitrusfrüchte, die sich sogar weihnachtlich verfeinern lassen.

Wünsch' Dir was - Weihnachtliches Clementinengelee
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Nicole Stich

(Nur um etwaiger Verwirrung vorzubeugen, ich bin mit "Marmelade" und "Gelee" aufgewachsen, nicht mit "Konfitüre", "Fruchtaufstrich" oder anderen, von einer sogenannten Konfitürenverordnung festgelegten Begriffen. Auch hatten die Marmeladen meiner Kindheit nichts mit dem britischen "Marmalade" zu tun, die immer aus Zitrusfrüchten zubereitet wird. Deshalb gibt es auch heute in meinem kulinarischen Kosmos nur Marmelade und Gelee.) 

 

Hat man einmal erfolgreich Marmelade oder Gelee zubereitet, mag man eigentlich nichts anderes mehr auf seinem Frühstückstisch haben. Selbstgekochte Marmelade (oder Gelee) hat eine eigene Persönlichkeit, im besten Fall hat man sogar die Früchte selbst gepflückt. Aber damit nicht genug! Je häufiger man einkocht, desto besser versteht man das Prinzip der Saisonalität, welches mit fortschreitender Globalisierung fast in Vergessenheit geraten war und erst die letzten Jahre ein Revival erlebt. Und man lernt quasi nebenbei die Qualität von Obst besser zu beurteilen, die größte, tiefrote Erdbeere muss nicht notwendigerweise die Geschmackvollste sein, Fallobst mit kleinen Macken kann so viel besser schmecken als es eine EU-konforme Frucht.

 

Deshalb hat sich Marmelade kochen für mich zu einem herrlichen Ganzjahreshobby entwickelt, sobald ich beim Einkaufen auf richtig aromatische Früchte stoße, kann ich gar nicht anders als davon auch einen Teil in Marmelade zu verwandeln. Es müssen nämlich nicht immer die Riesentöpfe aus Großmutters Zeiten sein, die meist mit einer Unmenge Schnippelarbeit verbunden waren. Kleine Mengen Obst für zwei, drei Gläschen sind im Nu geputzt und binnen weniger Minuten fertig gekocht und abgefüllt. Außerdem lässt es sich bei kleinen Mengen  gut mit Gewürzen, Alkohol oder ausgefallenen Fruchtkombinationen experimentieren. Was lag also näher, als aus den besten Clementinen, die ich dieses Jahr bisher gegessen hatte, ein paar Gläser weihnachtlich gewürztes Gelee zu kochen? Das Ergebnis - gewürzt nur mit ein wenig Vanille und Zimt - schmeckt so unwiderstehlich gut, dass ich es den Küchengöttern unbedingt ans Herz legen möchte!

 

Hier geht's zu meinem Rezept für weihnachtliches Clementinengelee, welches ich die letzten Tage auch schon eifrig verschenkt habe.

 

Und welche kulinarischen Kreationen verschenken die Küchengötter diese Weihnachten?

 

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