Bockshornklee

Das asiatische Gewürz verleiht nicht nur Gerichten eine feinwürzige bittere Note, auch Cleopatra hat die senfgelben Samen schon für ihre Schönheit genutzt.

Bockshornklee

Herkunft und Charakteristika:

Bockshornklee stammt ursprünglich aus dem Perserreich und wurde vor allem in der Pflanzenheilkunde, als Schönheitselixier und als Gewürz genutzt. Besonders beliebt sind Bockshornkleesamen in Indien, Sri Lanka, Nordostafrika, China und Südeuropa und den USA. In Indien sind sie Bestandteil von Curries und Chutneys. In Ägypten und Äthiopien werden sie zum Würzen von Fisch- und Fleischgerichten, aber auch von Eintöpfen und Gemüsegerichten eingesetzt. In Russland sind sie Zusatz in Backwaren sowie Gemüse- und Pilzsuppen.

Auf dem Foto sehen Sie die Samen des Bockshornklees.

Die frischen Blätter werden als Gemüse gegessen. Die gerösteten, gemahlenen Samen dienen in der Türkei, in Indien oder China als Kaffeeersatz.

Verwendung:

Die Samen schmecken würzig-bitter und erinnern ein wenig an Liebstöckel; ihr volles Aroma entfalten sie erst, wenn man sie ein wenig trocken anröstet (das mildert auch ihre Bitterkeit). Sie würzen Lamm-, Rinder- und Schweinebraten sowie Brote.
 In Südtirol werden sie auch zum Würzen von Käse verwendet. Das Pulver sollte nur sparsam verwendet werden, da es intensiv würzt.
 Es passt in Fischsuppen, Gemüse und zu Kartoffeln. Außerdem ist Bockshornklee ein wesentlicher Bestandteil von Currypulver. Bockshornkleesprossen kann man selbst ziehen: Dazu 2–3 EL der Samen in ein Einweckglas geben, ein Baumwolltuch drüberlegen und ein- bis zweimal täglich mit Wasser beträufeln (übriges Wasser abgießen). Die Sprossen schmecken zu Avocados, Tomaten, in Salaten und zu Käse.

Einkauf:

Im Nahen Osten, Nordafrika und Spanien wird Bockshornklee als Nahrungsmittel und Futterpflanze angebaut. Bei uns sind sowohl ganze Bockshornkleesamen, -pulver sowie -blätter (für indisches Brot, Fleischgerichte) in Asialäden oder Orientläden erhältlich.

Aufbewahrung:

Bockshornkleepulver verliert, wie alle gemahlenen Gewürze, sein Aroma sehr schnell, daher sind Bockshornsamen mehr zu empfehlen. Trocken, gut verschlossen und kühl gelagert halten Samen als auch -blätter mehrere Jahre.

Und hier finden Sie Rezepte mit Bockshornklee.

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