21 leckere Rezepte für Orangenmarmeladen & -konfitüren

Orangen haben ihre Hauptsaison in den Wintermonaten und sind dann am fruchtigsten. Wie wäre es, dieses Aroma für den Rest des Jahres haltbar zu machen? Wir zeigen dir, wie du aus den Zitrusfrüchten köstliche Marmelade und Konfitüre zauberst.

Marmelade selber machen liegt im Trend! Einkochen wie früher unsere Omas ist nicht nur nachhaltig und praktisch, da man frische, saisonale Früchte für längere Zeit verwendbar macht. Selbst gemachte Marmeladen und Konfitüren schmecken auch viel besser als gekaufte. Außerdem kann man selbst den Zuckergehalt bestimmen. Da schmeckt das Frühstück doppelt so gut! Und auch als Geschenk eignet sich ein hübsches Glas mit selbst eingekochter Marmelade hervorragend.

Konfitüre oder Marmelade: Was ist noch mal der Unterschied?

Laut "Konfitürenverordnung" dürfen im Handel nur die süßen Aufstriche aus Zitrusfrüchten als Marmelade bezeichnet werden. Konfitüre bzw. Gelee muss außerdem aus einer ganz bestimmten gesetzlich festgelegten Frucht- und Zuckermenge hergestellt sein: Konfitüre besteht zu mind. 55 % aus Zucker und muss einen Fruchtanteil von mind. 35 % aufweisen.

Im regionalen Sprachgebrauch werden die Begriffe Marmelade und Konfitüre aber auch gerne mal synonym verwendet. Mehr zum Thema Marmelade und Konfitüre selber machen sowie Tipps und Tricks zur Herstellung findest du auf unserer Seite Süß Einmachen. Beides wird aus ganzen Früchten hergestellt. Gelee hingegen wird aus Fruchtsaft zubereitet.

Orangenmarmelade und -konfitüre selber machen

Du solltest für deine Marmelade Orangen verwenden, die von November bis März zu einem angemessenen Preis im Handel sind. Kaufe auf jeden Fall ausgereifte, aber nicht überreife Früchte. Vollreif haben sie ihr bestes Aroma und die bestmögliche Gelierfähigkeit. Es gibt weltweit über 400 Orangensorten! Einige, wie die Navel oder Valencia eignen sich besonders gut zum Kochen, da sie fast kernlos sind. Blutorangen wie die Moro, Tarocco und Sanguinello aus Sizilien sind besonders herb-aromatisch. Auch Bitterorangen (sogenannte Pomeranzen) eignen sich gut für Marmelade oder in Kombination mit Blutorangen.

Du kannst Orangen mit oder ohne Schale, grob geschnitten oder fein zerkleinert und nach Belieben mit anderen Zitrusfrüchten zu Marmelade verarbeiten. Wenn du die Schale mitverwenden möchtest, solltest du unbehandelte Orangen aus biologischem Anbau kaufen!

Neben den aromatischen Früchten brauchst du auch Gelierzucker. Aso Zucker, der mit Pektinen und Zitronensäure gemischt ist. Er bewirkt beim späteren gemeinsamen Einkochen mit den Früchten, dass die Masse schneller geliert. Nach dem Aufkochen brauchen Konfitüren eine Kochzeit von ca. 4 Minuten (mehr dazu weiter unten beim Thema Gelierprobe). Um den Zuckergehalt zu variieren, bietet der Handel mehrere Sorten an: Das auf der Packung angegebene Verhältnis (1:1, 2:1, 3:1) zeigt das Verhältnis von Frucht zu Zucker in der fertigen Konfitüre an. Beim Verhältnis 2:1 verwendet man also zum Beispiel für 1 kg Früchte (geputzt gewogen) 500 g Gelierzucker.

Grundrezept: Orangenmarmelade kochen

Für das Grundrezept Orangenmarmelade benötigst du außerdem noch folgende Zutaten: eine Bio-Zitrone und nach Belieben etwas Orangenlikör. Statt Orangenlikör schmeckt auch Campari oder Aperol in der Marmelade: Sie geben ein noch kräftigeres Bitteraroma. Wer das aber gar nicht mag, bereitet die Marmelade ganz ohne Schale zu. Sie ist nämlich für das Bittere in der Marmelade verantwortlich!

  • Zunächst musst du die Zitrone und eine Orange heiß waschen und abtrocknen, die Hälfte der Zitronenschale und die gesamte Schale der Orange dünn abschälen und in feine Streifen schneiden. Früchte auspressen. Dann die übrigen Orangen so schälen, dass auch die weiße Haut entfernt wird. Fruchtfleisch aus den Trennwänden schneiden und klein würfeln, dabei alle Kerne entfernen. 
  • Das Fruchtfleisch, die Schalen und den Saft mit Zucker in einem großen hohen Topf mischen und ca. 2 Stunden Saft ziehen lassen, ab und zu umrühren. Dann Orangenlikör untermischen. Alles unter Rühren zum Kochen bringen und bei starker bis mittlerer Hitze offen 4 Minuten leicht sprudelnd kochen. Häufig umrühren.
  • Nun kommt die Gelierprobe: Nimm 1 TL von der Masse ab und gib sie auf einen kleinen kühlschrankkalten Teller. Wird die Konfitüre nach ca. 1 Minute fest, ist sie ausreichend gekocht. Ist sie noch flüssig, die Kochzeit um 1-2 Minuten verlängern und die Gelierprobe wiederholen. 
  • Dann die Konfitüre abschäumen und in 6-8 vorbereitete Gläser füllen. Diese gleich verschließen und ca. 5 Minuten auf den Kopf stellen. Die Orangenkonfitüre ist etwa 1 Jahr haltbar, wenn du sie nach dem Abkühlen an einen kühlen, trockenen und eher dunklen Ort stellst. Ideal ist ein ungeheizter Keller oder Vorratsraum. Nach dem ersten Öffnen gehört ein Glas mit Konfitüre auf jeden Fall in den Kühlschrank!

Orangenmarmelade schmeckt nicht nur auf Brot und Brötchen, sondern eignet sich auch gut zum Abschmecken pikanter Gerichte, zum Beispiel in der Sauce von geschmortem Geflügel wie Huhn oder Ente. Und auch Rotkohl gibt sie eine besondere Note. Einfach mal ausprobieren!

Oben in der Rezept-Galerie findest du noch viele weitere Rezeptideen für leckere Orangenmarmeladen und -konfitüren – von herber Englischer Orangenmarmelade mit Whiskey über Bitterorangenmarmelade bis hin zu köstlichen Varianten wie Orangen-Schoko-Marmelade. Auch die Kombination mit anderen Früchten solltest du dir nicht entgehen lassen: Wie wäre es mit einer Papaya-Orangen-Konfitüre oder einer Kürbis-Orangen-Konfitüre? Wir wünschen gutes Gelingen!

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