Getreide

Klein, aber wertvoll: Getreidekörner sind ein lebensnotwendiges Nahrungsmittel, ohne das die Ernährung der Weltbevölkerung nicht möglich wäre.

Getreide

Das Wort Getreide kommt aus dem Althochdeutschen "gitregidi", was so viel bedeutet wie Ertrag, Besitz. Das zeigt schon, welche Bedeutung Gerste, Weizen, Hafer & Co seit langem besitzen. Getreide gehört botanisch zu den Gräsern. Es wird seit frühester Zeit von Menschen angebaut, und erst sein Anbau ermöglichte ihnen die Sesshaftigkeit: Wegen der Lagerfähigkeit von Getreide konnte man Vorräte anlegen und Handel treiben. In den Entwicklungsländern deckt Getreide als Grundnahrungsmittel immer noch 90 % des täglichen Eiweiß-Bedarfs.

Getreidearten:

Im Fernen Osten ist Reis am weitesten verbreitet, im westlichen Asien und in Europa Weizen, früher auch Gerste, in Nordosteuropa Roggen und Hafer, in Nordamerika Mais, in Afrika Hirse. Alte Getreidearten, z. B. Kamut und Dinkel, hat man wieder entdeckt. Quinoa, Amaranth und Buchweizen sind eigentlich keine Getreide, haben aber ähnliche Eigenschaften.

Inhaltsstoffe:

Ein von der äußeren Hülle (Spelze) befreites Getreidekorn besteht aus Schale (Kleie), Mehlkörper und Keim. Die Kleie ist ballaststoff- und mineralstoffreich. Der Mehlkörper besteht im Wesentlichen aus Stärke, enthält aber auch (für die Teigbildung wichtige) Eiweiße. Der Keim besitzt einen hohen Fettanteil, weshalb man aus ihm Öl gewinnen kann (z. B. Maiskeimöl).

Verarbeitungsprodukte:

Mehl & Co:

Durch das Vermahlen von Getreidekörnern entstehen Schrot, Grieß, Dunst und Mehl. Man bezeichnet diese Mahlprodukte mit Typenzahl, abhängig vom Ausmahlungsgrad, d. h. vom Anteil an mitvermahlenen Randschichten. Ungeschältes und mit Keim vermahlenes Getreide ist ernährungsphysiologisch am wertvollsten.

Weitere Verarbeitungsprodukte:

Grütze besteht aus geschälten, grob zerkleinerten Körnern von Hafer, Gerste und Buchweizen.
Bulgur ist vorgegarter, geschälter und zerkleinerter Hartweizen.
Graupen entstehen durch Zerkleinern, Polieren und Schleifen von Gersten- oder Weizenkörnern.
Flocken lassen sich aus allen Getreidesorten durch Dämpfen und Pressen herstellen.

Verwendung:

Getreide verwendet man zum Backen, für Nudelteige, für Suppen und Breie, geschrotet für´s Müsli; zur Herstellung von Cerealien wie Cornflakes oder Schnitten; die ganzen Körner für Getreidebeilagen oder gekeimt zum Rohessen.  

Siehe auch Warenkunde Amarant, Buchweizen, Bulgur, Dinkel, Gerste, Graupen, Grieß, Grünkern, Hafer, Mehl, Reis, Roggen, Weizen.

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