Jagdtrophäe Wild
Jagdtrophäe

Wild stand schon immer auf dem Speiseplan, nicht nur, weil das Fleisch (man nennt es auch Wildbret) so köstlich schmeckte, sondern auch, weil die Überreste des Wildes auch sonst die Basis für vieles lieferten, was zum Überleben wichtig war: Kleidung, Waffen, Werkzeuge. Männer waren es, die auf die Jagd gingen, die wendigsten und stärksten Männer unter den Männern, und die machten auch vor wirklich großen Tieren keinen Halt. So jagten sie schon mal einem Mammut hinterher. Und waren sie zu schwach, machten sie diesen Nachteil einfach mit besseren Waffen und noch besseren Fangmethoden wieder wett. Wahre Männer … doch diese Zeiten sind vorbei, es gibt ja auch keine Mammuts mehr.


Vor rund 10.000 Jahren begannen die Menschen schließlich, sesshaft zu werden, Felder rundum zu bewirtschaften und Tiere (anfangs Ziege und Schafe) zu domestizieren anstatt mit ihnen auf Wanderschaft zu gehen. Die Jagd verlor an Bedeutung. Je mehr Wälder für Siedlungen und Felder gerodet wurden, desto kleiner wurde der Lebensraum von Wild und desto wertvoller wurde das Wildbret. 


Vor allem die Römer liebten Wildfleisch und ließen sich nicht nur gebratene Spatzen, sondern auch gebratene Pfaue, Störche und Schwäne von ihren Köchen auftischen. Und theoretisch war die Jagd in der Römerzeit auch keinem verwehrt, dennoch sicherte sich ausschließlich der Adel die fetteste Beute. Mit der französischen Revolution wurde das Herrenjagdrecht abgeschafft, was aber dazu führte, dass schließlich so viel gejagt wurde, dass das Wild fast ausgerottet war. Auch nicht schön. Heute darf jeder jagen, der die gesetzlichen Voraussetzungen mitbringt. Und die sind streng.