Plätzchenteig kalt stellen – Ist das wirklich notwendig?

Eine Weihnachtsbäckerei ohne Butterplätzchen ist nicht vorstellbar! Groß und Klein genießen seit eh und je die knusprige Hülle und ihr zartes Inneres. Die Basis ist meist ein schön buttriger Mürbeteig, welcher nach dem Zusammenrühren auf jeden Fall kaltgestellt werden sollte. So lässt er sich nur besser ausrollen, sondern verleiht den Plätzchen auch seinen buttrigen-mürben Geschmack. Stellst du den Teig nicht kalt, kann es sein, dass die Plätzchen zäh, weich und klebrig werden.

Wie kann ich Plätzchenteig ohne kleben ausrollen?

Teig, der an der Arbeitsfläche klebt oder nicht aus der Ausstechform herauszubekommen ist, bringt keine Freude. Mit diesen kleinen Tipps lässt sich der Teig ganz leicht ausrollen, formen und verarbeiten: Zum einen solltest du die Arbeitsfläche, das Nudelholz und auch die Plätzchenausstecher mit Mehl bestäuben. Zum anderen solltest du den Teig vorher mit deinen Händen flach drücken. 

Wer wirklich auf Nummer sicher gehen will, kann auch einen Perlonstrumpf über das Nudelholz ziehen. So bleiben ganz besimmt keine Teigreste am Holzkleben.

Mein Plätzchenteig ist zu weich oder zu bröselig – was kann ich machen?

Man hat noch nicht mal richtig angefangen mit dem Backen und schon keine Lust mehr: Wenn sich Plätzchenteig, weil er entweder zu trocken oder zu weich ist, bröselig ist oder einfach an der Arbeitsplatte haftet, nicht ausrollen lässt, vergeht einem jegliche Vorweihnachtsstimmung. 

Keine Sorge, mit den folgenden Tipps kannst du den Teig leicht verarbeiten: Ist dein Teig zu trocken, dann liegt das wahrscheinlich daran, dass du zu wenig Fett verwendet hast. Ist dein Teig dagegen bröselig, dann war die Butter zu warm oder zu kalt – Zimmertemperatur ist hier optimal. Stelle den Teig mindestens 30 Minuten, besser wären 1-2 Stunden, kalt. Im Anschluss kurz durchkneten, ausrollen und ausstechen.

Wenn du zu wenig Fett und zu viel Mehl vernwedet hast, dann bröselt der Teig auch. Hier kannst du dich an folgender Faustregel orientieren: Drei Teile Mehl, zwei Teile Butter und ein Teil Zucker. Bsp.: 300 g Mehl, 200 g Butter und 100 g Zucker.

Ist dein Teig dagegen zu weich, kannst du ihn vor dem Ausrollen 1-2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Wenn er dann immer noch weich ist, kannst du die Arbeitsplatte und das Nudelholz mit Mehl bestäuben. Achte beim nächsten Mal, dass das Verhältnis von Mehl, Butter und Zucker (3:2:1) stimmt und dass die Butter beim Verarbeiten nicht zu warm ist.

Backe ich meine Plätzchen bei Umluft oder Ober-Unterhitze?

Alle Jahre wieder stellt man sich die gleiche Frage: Soll ich meine Plätzchen bei Umluft oder doch lieber bei Ober- und Unterhitze backen? Wenn dir das Rezept keine der beiden Einstellungen vorgibt, kommt es ganz darauf, welche Art von Plätzchen zu backen möchtest. Der wohl größte Vorteil von Umluft ist, dass du mehere Backbleche gleichzeitig backen kannst. Gleichzeitig werden die Plätzchen schneller trocken. Für Plätzchen mit einem geringeren Fettanteil ist dies also die schlechtere Option. 

Wenn du deine Plätzchen, die eigentlich bei Ober- und Unterhitze gebacken werden sollen, bei Umluft backen möchtest, dann schalte die Temperatur immer um knapp 20 °C herunter. Im Gegensatz zur Ober- und Unterhitze wird die Wärme bei Umluft durch einen Ventilator übertragen, wodurch sich gleichmäßiger verteilt und die Plätzchen oft knuspriger werden.

Plätzchen mit einer Glasur aus Puderzucker verzieren?

Selbst gebackene Plätzchen können selbstverständlich pur, mit Schokolade, mit einer leckeren Glasur, etc. gegessen werden. Eine Zuckerglasur kannst du z.B. ganz leicht selbst aus Zucker und wenig Flüssigkeit zubereiten. Aber auch Zutaten, wie Zitronensaft, Milch und Kokoslikör ergeben eine köstliche Glasur. 

Wie bewahre ich Plätzchen richtig auf?

Wir sind uns wohl alle einig, dass Heidesand und Spritzgebäck frisch aus dem Backofen am besten schmecken. Trotzdem bleiben hin und wieder Kekse übrig, die richtig aufbewahrt auch nach ein paar Wochen noch schmecken können. Hierfür solltest du sie, am besten jede Sorte für sich, in einer gut verschließbaren Blechdose aufbewahren. Achte aber darauf, dass sie zuvor vollständig ausgekühlt sind. Mürbeteigplätzchen, wie z.B. Ausstecherle, Spritzgebäck oder Schwarz-Weiß-Gebäck, solltest du mit einem Apfelschnitz lagern, damit sie länger frisch bleiben und nicht austrocknen. 

Im Gegensatz zu Makronen dürfen Kekse mit einem Überzug aus zarter Schokolade nicht in den Kühlschrank. 

Grundsätzlich kann man sagen, dass sich trockene Kekse länger als gefüllte Plätzchen halten. Einfache Plätzchen halten sich bis zu acht Wochen, während du mit Creme gefüllte Plätzchen innerhalb von einer Woche verputzen solltest.