Wünsch' Dir was - Zur Wiesn

Diese kleinen Happen sind weicher als das typische bayrische Laugengebäck und haben das Zeug zum Picknick- oder Brotzeitliebling.

Wünsch' Dir was - Zur Wiesn
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Kommentare
Nicole Stich

Bettina und Viola haben es immer auf ihrem Radar, wenn ich einem Thema lieber aus dem Weg gehe... so auch bei der letzten Redaktionsrunde. Das Thema Wiesn liegt mir nicht wirklich am Herzen und so hab' ich wohl einen Augenblick zu lange nachgedacht, ob mir ein thematisch passendes Rezept einfiele, da wollte mir Bettina schon fast klassische Liebesäpfel unterjubeln! Kriegt man von diesen Äpfeln nicht schon beim Hinschauen Zahnweh und klebrige Finger? Da musste mir doch was Besseres einfallen.

 

Kulinarisch hat die Wiesn meiner Meinung nach nichts Außergewöhnliches zu bieten, im besten Fall schmackhafte Wirtshausküche, im schlechtesen Fall überteuerte Kantinenqualität. Wenn es mich auf die Wiesn verschlägt, dann meist an einem sonnigen Werktag zur Mittagszeit, so lassen sich Herbstsonne und Brotzeit besonders angenehm verbinden und die Besuchermassen halten sich in Grenzen. Obligatorisch ist dann meist ein Radi oder Hendl, natürlich immer mit großer Brezn. Und genau die hat diesmal zur Rezeptinspiration gedient! 

 

Als diese "Pretzel Bites" vor Jahren durch die amerikanischen Foodblogs geisterten, habe ich mich erst ein wenig gewundert - weiche Laugensemmeln, die man nicht mit richtiger Natronlauge (Natriumhydroxid), sondern mit einem Bad aus handelüblichem Natron behandelt? Aber nach ein paar Versuchen war ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis, hat man doch binnen zwei Stunden herrlich fluffige Minilaugensemmeln, die wunderbar zu einem bayrischen Frühstück, zu einer Brotzeit oder auf ein Partybuffet passen. Und überhaupt: Wer einmal versucht hat, seinem Apotheker Natriumhydroxid abzukaufen, der weiß um die Gefährlichkeit einer echten Natronlauge. Reguläres Natron (etwa von Kaiser, bekommt man z.B. in der Drogerie), das man auch zum Backen verwendet, ist für Hobbybäcker dagegen unbedenklich in der Verwendung. 

 

In jedem Fall kommen die kleinen Brezelhappen immer gut an, bei mir zuletzt als Partymitbringsel letzten Sonntag. Aber wie halten es die Küchengötter mit Brezen und Laugengebäck, muss es immer "resch" sein oder gebt Ihr auch dieser Variante eine Chance? Hier geht's zu dem Brezenhappenrezept!

 

 

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Aphrodite
Richtige Natronlauge?

Für mich ist Natron dieses Kaiser's aus der grünen (?) Tüte. Und dass es in der Apotheke noch was brandgefährlicheres gibt, hat sich bei mir noch gar nicht herumgesprochen. Ich mache gerade einen Kniefall und denke an mein "Grüne-Oliven-Experiment". Mit unechter Natronlauge bin ich denen zu Leibe gerückt, um die Bitterstoffe zu entfernen. Tagelang! Oh-ha, das konnte ja nichts werden. Mit Laugengebäck mit unechter Natronlauge war ich allerdings bisher sehr zufrieden. Es gibt hier Herzchen oder in der Muffinform habe ich sie auch schon mal gebacken. Mit kleinen Cubes könnte man doch jetzt "Obatzda Italiano" geschmacksvollendet machen. Ich bleibe bei unechter Natronlauge.

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