ABENDessen, das Kindern schmeckt, vom Gedanken an Pommes ablenkt und Mama nicht überfordert

Jeden Abend wieder das Problem: Was soll's denn heute sein für die Bande???

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Kommentare
tashina

Steh fast jeden Tag vor dem Problem, was ich meinen Lieben zum Abendbrot vorsetze...


Papa hatte kein Mittag, Mama auch nicht, der Große (6) hatte im Kindergarten ein warmes Essen und der ganz Kleine (2)? Tja, der darf (oder will!) nicht alles essen.


Wer kennt das? Wäre über einen Erfahrungsaustausch extrem dankbar!

Mariannchen
Abendessen

Tja das ist gar nicht so einfach. Wie gut, dass ich abends kein warmes Essen mehr auf den Tisch zaubern muss, denn mein Mann isst mittags in der Kantine und ich koche, wenn meine Tochter aus der Schule kommt.

Aber wenn es schnell gehen soll, dann sind doch Nudeln immer angebracht und bei allen beliebt. Da gibts dann entweder Tortellini oder Gnocchi mit Schinken-Sahne-Sauce, Spaghetti in allen Variationen oder Gemüse-Nudelauflauf. Dazwischen darf's auch mal Fleisch sein, wie z.B. Geschnetzeltes mit Reis. Und zwischendurch darf die Küche auch mal kalt bleiben, dann mache ich nur einen Wurst- oder Nudelsalat.

Ich glaube hier bei den Küchengöttern ist die Auswahl riesig, da findest du ganz sicher ein paar leckere Rezepte für deine Familie.

Tupfen
durcheinander

hallo tashina,

ich habe aufgehört "durcheinander" zu kochen (wie mein kind sagte als er noch ganz klein war)

meine männer (40 + 12 jahre alt) :-) sind sehr spezielle esser, wenn ich das hier mal vorsichtig so sagen darf..

und ich habe schnell festgestellt das mein kleiner überfordert war wenn zu viel, zu durcheinander auf dem teller war. z.b. ist er zwar pommes mit ketchup aber nicht ketchup ÜBER pommes.

ich koche jeden abend und versuche solche rezepte zu kochen bei denen es "einzeln" auf den tisch kommt und sich jeder das nehmen kann was er möchte.

heute abend gab es spanisches fladenbrot gefüllt.. füllen darf jeder selber.. je nach lust und geschmack. jeder darf alles, muss aber nicht.

und wenn die kinder mitmachen dürfen z.b. hamburger brötchen selbst belegen mit käse usw. macht es viel mehr spaß und alles was selbst zusammen gebaut ist schmeckt auf jeden fall.

so hat mein sohn auch nie pizza gegessen wenn sie schon fertig war.. hatte er aber die möglichkeit seine pizza selbst zu belegen und jeder hatte dann seine "spezial"pizza war er irre stolz und hat es dann doch gegessen.

ich hoffe ich konnte helfen.. sonnige grüße tupfen

KleineKöchin
Bunt und ansprechend

Ich selber habe zwar keine Kinder, konnte aber mit meinen Patenkindern schon einige Erfahrung sammeln was das Kochen und Essen betrifft. Vor allem der Größere, jetzt 5 Jahre alt ist sehr heikel und ein äußerst kleiner Esser.

Wie Tupfen berichtet hat ist es auch bei ihm leichter ihn zum Essen zu bringen wenn er bei der Zubereitung mithelfen konnte.

Auch lustige Namen für Gerichte lassen Kinderohren gleich einmal aufhorchen.

Außerdem ist es meist so dass sich Kinder über bunte Gerichte freuen, alles das eher braun, grünlich oder sehr einfärbig ist kommt oft nicht so gut an. Habe gerade den Petersilien-Zucchini Auflauf von den Küchengöttern im Ofen, habe zus. noch Karotten hineingegeben, könnte mir vorstellen dass das auch den Kleinen schmecken könnte. Nicht zu viele unterschiedliche Zutaten und eben ansprechend bunt.

Tipps könntest du auch im GU Kochbuch "Kochen für die Familie" finden was Rezepte betrifft.

tashina
Klasse!

Einfach wunderbar, die community hier! Hätte nicht gedacht, dass so schnell und so viel guter Rat zur Verfügung steht.... :o))

Meine Kinder mögen am Liebsten mit den Fingern essen, da kenne ich allerdings nur wenig, was schnell zuzubereiten ist. Kartoffeln, Gemüse und Dips, ja, aber sonst fällt mir oft nichts mehr ein, was z.B. keine Panade hat...

Und das mit den lustigen Namen von der kleinenköchin ist wahr! Heute gab's bei uns Salat mit Musik (1.Strophe: Käse 2.Strophe: Brotkrusten 3.Strophe: Ei etc.)!

Sicher habt Ihr noch allerlei Ideen, für die ich Euch dankbar bin!

 

 

Aphrodite
Aah, das ist ja gut.

Es gibt sie hier also doch: kleine Kinder, die essen was sie wollen (meinst zu süß und manchmal viel zu ungesund und vieles auch einfach zu kalorienreich dimensioniert). Meine Tochter (7 J.) frühstückt in der Schule nicht und ich darf mir dann abends überlegen, ob ich das "Hasen-Bütterchen" selbst esse oder gleich wegwerfe :) Mittagessen gibt es für sie in der Schule. Abends merke ich mir dann immer sehr genau, was ankommt: "Aber das hat Dir doch so gut geschmeckt!" Als Autorin bei GU habe ich hier Dagmar Cramm entdeckt und heute noch ein Rezept aus „Kinderhits“ gefunden. Diese Rezepte sind gut und ich vermeide möglichst wenig Extrawürste. Viele Sachen bereite ich vor und variiere die Rezepte. Meine Tochter mag alles, was mit KINDER- anfängt: Kinder-Tzaziki (ohne Knoblauch), Kinder-Hähnchen-Gyros u.s.w. und zum Glück viel Gemüse. Ausgefallene Gewürze reiche ich separat – muss ich halt am Tisch nachwürzen und für meine Tochter darf es stattdessen auch mal Ketch-up oder Mayo sein. Neugierde wird geweckt mit Oma’s GEHEIM-Tomaten-Sauce. Ich glaube die liebe Oma gibt einfach einen Esslöffel Apfelmus dazu. Der Hit im Herbst waren Maiskolben mit Butter und na was? – Ketch-up! Rote Beete isst sie (ohne Zwiebeln) – manchmal wundere ich mich nur. Ach, und das Beste: Koch's noch mal, Mama! - von Kindern getestet gibt es in zwei Ausgaben - einmal für die ganz Kleinen (habe ich) und dann auch für größere Kinder.

Das Essen und die lieben Kleinen

Da bei uns hier im südlichen Baden-Württemberg die Ganztagsbetreuung von Kindern erst seit ganz kurzer Zeit und auch nur in einem sehr beschränkten Rahmen möglich ist, kann ich Dein Problem gut verstehen.

 

Wenn ich meine Tochter um halb zwölf vom Kindergarten abholte, hatte sie natürlich einen Bärenhunger, mein Sohn kam aber erst um halb zwei aus der Schule. Also musste sie sich bis zum kleinen gemeinsamen Mittagessen zu dritt mit einem Joghurt oder mit Obst begnügen, half mir beim Kochen Nr. 1 des Tages oder beschäftigte sich anderweitig. Da gab es dann Gerichte, die Kindern eben lecker schmecken, wie Apfelpfannkuchen, Reiberdatschi, Grießbrei mit Zimt und Zucker und Obst, Gemüsesuppen, Spaghetti und Co.

 

Am Abend dann begann das Kochen Nr. 2 des Tages. Mein Mann kam hungrig nach Hause, denn meistens hatte er sich untertags keine Zeit zum Essen nehmen können oder wollen. Da habe ich dann immer ein komplettes, leichtes Familienessen gekocht, das für alle unsere „Geschmäcker“ etwas geboten hat. Jeder konnte sich aussuchen, was er wollte, es wollte aber immer jeder bißchen was von allem, das es gab. Wenn wir dann gemütlich um den Tisch gesessen sind war es wunderschön, über den vergangenen Tag zu tratschen, zu hören, was jeder erlebt hat, Freude und aber auch Sorgen zu besprechen.

 

Ich habe damals oft Gerichte gekocht, die man auch am nächsten Tag noch gut aufwärmen oder abwandeln kann. Man wird mit der Zeit ziemlich erfinderisch. Laß Dich nicht entmutigen und bereite einfache und nicht allzu zeitaufwendige Gerichte zu. Wenn die Leute hungrig an einen Tisch sitzen und es sich schmecken lassen, kommen die Kleinen meistens auch gar nicht auf die Idee zu meckern, weil sie auch noch was „erwischen“ und sich an allem beteiligen wollen.

 

Auf diese herrliche Gemeinsamkeit beim Abendessen möchten unsere Kinder auch heute nicht verzichten. In ihrer Studenten-WG gibt es jeden Abend ein gemeinsames Essen, das alle zusammen vorbereiten, der eine mal mehr, der andere mal weniger. Aber ohne das geht´s für sie gar nicht.

tashina
Danke!

Vielen Dank für's Mut machen und die guten Tipps! Euch allen!

LG tashina

Mariannchen
Noch was entdeckt!

Wie wär's mit dem GU-Kochbuch "Küchenhelden - Kochspaß für Kinder" von Alexander Herrmann?

 

Aphrodite
Guter Tip!

@MariannchenDa muss ich doch gleich mal schauen, was das ist. Mein erstes Kochbuch war "Lirum, larum Löffelstiel" - Kennt jemand vielleicht noch den Kinderkochkursus im ZDF. Fand ich früher als Kind extrem spannend. Die Kinder haben alles selbstgemacht - und ich auch! Lang,lang ist's her...

Mir gehts genauso .....

und weil mein Mann Koch ist, kocht auch immer er, wenn er frei hat. Blöderweise muss er zur Mittagszeit halt immer selber arbeiten und dann bleibt es doch bei mir hängen. Ab und zu kocht er aber vor. Da holen wir dann die grössten Töpfe raus und er kocht Paprikaschoten, Geschnetzeltes, Goulasch, Rouladen, Suppen etc. schon mal vor ... und das ganze wird dann portionsweise eingefroren. Ausserdem kaufe ich öfter Sachen ein, wie Leberkäse, Schupfnudeln (kann man süss oder mit Sauerkraut und Speck essen), Blätterteig, Quark usw. Ich brauche euch sicher nicht zu erzählen, dass ich als "du-hast-es-gut-und-einen-koch-zu-hause-mutter" es mit dem kochen eigentlich nicht so habe. Also ist bei mir Vorbereitung einfach alles. Wenn die kids nach Hause kommen, brauche ich also nur noch die Beilagen machen, dass ist innerhalb von einer 30 Stunde meist erledigt (wobei hier die Kochzeit das längste ist) und die "Hauptzutat" nehme ich einfach am Abend vorher aus dem Froster, so kann es ganz sanft auftauchen. Ausserdem, wenn es schnell gehen soll, ist auch Spinat mit Kartoffeln super, und wenn mann die Pommes und Fischstäbchen im Ofen macht, dann kann man sie sogar guten Gewissens hingeben.Ach ja, ich habe letzt mal wieder eine Quiche ausprobiert, die Kids waren begeistert, mein Mann auch. Alles vermischen, rein in den Ofen und 40 Minuten später trifft sich wieder alles am Tisch, fertig. Super schnelle und leckere Rezepte findet ihr auch im "Koch´s noch mal Mama"-Kochbuch. Ich liebe es und meine Kids essen wirklich 90 % daraus und machen immer mit beim kochen. Ich hoffe, ich konnte helfen.

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