Bester Begleiter für einen selbstgebackenen Zwiebelkuchen?

Natürlich ein schönes Glas Wein. Eine gelungene Kombination stellen immer wieder Zwiebelkuchen und Federweißer, ein fruchtig-süßer, junger Wein, dar. Dieser ist in jedem Jahr das erste Produkt der Weinlese und versüßt als "süffig-fruchtiges Getränk" späte Sommer- und frühe Herbsttage. Traditionell wird hier Deftiges, wie z.B. Zwiebelkuchen, Quiche oder Esskastanien, gereicht. Zwiebelkuchen als deftige, solide Basis im Magen verhindert, dass süßer Jungwein schnell zu Kopf steigt und schmeckt ohnehin noch ein kleines bisschen besser.

Die Saison für Federweißer startet in etwa Anfang September. In manchen Jahren endet diese sogar erst Ende November. Aber keine Sorge: Für Zwiebelkuchen gibt es keine Saison, sodass du ihn immer genießen kannst, wenn dir danach ist.

Woher kommt der Zwiebelkuchen eigentlich?

So klar ist das leider nicht: Seine kulinarischen Wurzeln hat der herzhafte Kuchen wohl in Weingebieten Süddeutschlands und dem Elsass. Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurde er in Kombination mit jungem Wein auf Zwiebelmärkten und zur Weinlese gereicht - bis heute ist er noch sehr beliebt.

Zwiebeln ohne zu weinen schälen – geht das?

"Allicin" – hinter diesem unschuldigen Begriff verbirgt sich der Wirkstoff, der nicht nur Hobbyköche zum Weinen bringt. Das ätherische Öl ist zwar gesund, reizt aber, wenn es freigesetzt wird (z.B. beim Schälen von Zwiebeln!), auch die Schleimhäute. Die Liste der Hausmittelchen ist lang...und wird immer länger: Von der bekannten Taucherbrille über dem Abspülen der Zwiebel unter kaltem Wasser bis hin zu einem Schluck Wasser, welchen man beim Schneiden der Zwiebel im Mund behalten soll, reihen sich weitere Tipps in die Schlange.

Tipp: Um der Freisetzung von Allicin entgegen zu wirken, verwende ein sehr scharfes Messer. Mit einer stumpfen Klinge werden die Zellwände einer Zwiebel eher zerdrückt als durchtrennt, sodass besondern viel Allicin freigesetzt wird. Daher immer gutes Equipment bereithalten. 

Lässt sich Zwiebelkuchen (gut) vorbereiten?

Frisch gebacken schmeckt der Kuchen immer noch am besten. Einige Arbeitsschritte kannst du aber auch problemlos einen Tag vorher erledigen: Den Hefeteig kannst du ganz einfach vorbereiten und ihn abgedeckt über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Die Füllung für den Zwiebelkuchen solltest du jedoch frisch vorbereiten. Aufgeschnittene Zwiebeln z.B. entwickeln einen leicht bitteren Geschmack. Auch Zutaten, wie Sahne und Eier, sind leicht verderblich und sollten demnach lieber frisch verquirlt und auf dem Hefeteig gegeben werden.

Wie lange hält sich Zwiebelkuchen?

Von deinem Zwiebelkuchen sind Reste über? Kein Problem: Ab damit in den Kühlschrank. Am nächsten Tag kannst du daraus noch schnell einen Lunch z.B. mit frischem Feldsalat zubereiten. Weil bei der Zubereitung Eier und weitere Milchprodukte zum Einsatz kommen, solltest du den Zwiebelkuchen nicht länger als einen Tag aufbewahren. Denn die Produkte sind leicht verderblich. Frierst du die Stücke jedoch ein, ist der Zwiebelkuchen über mehrere Monate im Tiefkühlfach haltbar.

Was ist der Unterschied zwischen Flammkuchen und Zwiebelkuchen?

Hefe- oder Mürbeteig bilden die Grundlage für einen leckeren, herzhaften Zwiebelkuchen. Er wird mit Zwiebeln, Sauerrahm oder Sahne, Eiern und Speckwürfeln belegt. Anders als beim Flammkuchen werden die Zwiebeln zuerst gedünstet und anschließend mit den restlichen Zutaten vermengt. Der Kümmel im Zwiebelkuchen dient übrigens der besseren Bekömmlichkeit.